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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-06-01 · 6 (Junio, 1951) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
6 (Junio, 1951)
Date
1951-06-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 6 Bericht ueber die Generalversammlung... (von Seite s> Freiheit (Von Seite 1) Herr Martin Michel wandte sich in laengeren Ausfuehrungen gegen die vom Vor. stand beantragte Erhoehung des monatlichen Mitgliedsbeitrags um $ 60.—, die fuer viele Mitglieder mit Ruecksicht auf die erhebliche Steigerung der allgemeinen Le. benshaltungskosten eine zu grosse Belastung bedeute. Er tráete zwar bei den hoeheren Anforderungen, die auch an die Gemeinde gestellt wuerd,en, ebenfalls fuer eine Erhoehung des Mitgliedsbeitrages ein, aber nur im Betrage von $ 40.— monatlich, so dass der monatliche Mindestbeitrag $ 100.— zuzueglich $ 60.- fuer den Dringlichkeitsbeitrag, insgesamt also $ 160.— betragen wuerde. Zum Ausgleich des Defizits im Etat mache er folgende Vorschlaege : 1) Die im Etat fuer 1951 in Hoehe von $ 225.000.— vorgesehenen Ausgaben fuer neue Arbeiten in der Konstruktion fuer das Jahr 1951 zu streichen und keine solchen Ar. beiten, die nicht Instandsetzung sind, im Geschaeftsjahr 1951-52 auszufuehren, sowie 2) Die weiter dort fuer die Hohen Feiertage in Hoehe von $ 300.000.— vorgesehenen Ausgaben auf $ 200.000.— herabzusetzen, ind,em man statt Anmietung eines besonderen Saales unter staerkerer Ausnutzung unseres eigenen Saales dort zwei Gottesdienste abhalte Demgegenueber erklaerte Herr Alfredo Feldmann als Schatzmeister der Gemeinde, dass im Etatposten N.o 30 (Trabajos de Construcción) zum wesentlichen Teil, naem. lich in Hoehe von $ 130.000.— Kosten fuer einen Vorhang enthalten seien, der den fuer die Synagoge bestimmten Teil unseres grossen Saales von dem uebrigen Teil abtrennen solle. Die restlichen $ 95.000 betraefen bereits vergebene Arbeiten. Eine Streichung die. ser Kosten sei nicht moeglich. Der Vorschlag, $ 100.000 auf dem Feiertagskonto zu sparen, sei nicht durchfuehrbar, da bei diesem Anlass Dezentralisation erforderlich sei. Ein Antrag des Herrn Arturo Roesler, von der Anbrin. gung des Vorhanges fuer die Abteilung der Synagoge abzusehen und damit im Etat 1951 $ 130.000 einzusparen, gab Anlass zu einer laengeren Aussprache, in der die Herren Alfredo May, H e i m a n n Abramczyk, Nuta Nebenschoss, José Hirschberg und León Rosenthal fuer Anbrin. gung des Vorhangs eintraten und Herr Federico Feige anregte, den Vorhang erst im Geschaeftsjahr 1952 anbringen zu lassen. Herr Leo Donath beantragte Schluss der Debatte und Abstimmung ue. ber den Antrag des Herrn Roesler, die an Hand der An. wesenheitsliste erfolgte, nach dem zuvor noch ein Antrag des Herrn Adolfo Daus aut geheime Abstimmung durch Mehrheitsbeschluss abgelehnt worden war. Der Antrag des Herrn Roesler wurde mit 190 gegen 160 Stimmen abgelehnt. Die Frage der Beitragserhoehung war Gegenstand ei. ner weiteren Debatte, in der als erster Redner Herr Hans Reich zu Wort kam, der er. klaerte, er sei zwar zunaechst auch gegen die vom Vorstand beantragte Beitragserhoehung gewesen, habe sich aber in der heutigen Debatte davon ueberzeugt, dass Wege zur Deckung des Defizits gefunden werden muessten und dass dies seiner Ansicht nach nur in der von den Gemeindekoerperschaften sicherlich genau geprueften Form einer Erhoehung um $ 60.— monatlich moeglich sei. Allenfalls solle die Generalversammlung eine aus 9 Herren bestehende Kommission waehlen, die an. dere Wege zur Deckung des Defizits pruefen und dann der neuen Repraesentanz ihre Vorschlaege machen solle. Herr Adolf Ebstein bat dringend, den Erhoehungsan. trag des Vorstandes anzuneh. men, da auch die unbedingt erforderliche Subvention fuer den Cisroco, das Wohlfahrtsamt der Gemeinde, im Etat der Gemeinde mit einem wesentlich hoeheren Betrag als bisher erscheine. Eine Anfrage des Herrn Siegfried Hollaender, ob auch diejenigen Mitglieder, die bisher schon freiwillig einen hoeheren Betrag als den bisherigen Mindestbeitrag gezahlt haetten, ersucht wer. den sollten, ihren gegenwaer. tigen Beitrag um $ 60.— zu erhoehen, wurde vom Vorsitzenden bejahend beantwortet. Herr León Rosenthal wies darauf hin, dass es sich bei den ganzen Auseinandersetzungen eigentlich nur um eine Differenz von $ 20.— handele, da ja auch der Antrag des Herrn Michel bereits ei. ne Erhoehung um $ 40.— monatlich vorsehe. Er bitte deshalb, den Antrag des Vorstan. des zu genehmigen. In nachfolgender Abstimmung wurde der Antrag des Vorstandes, den Mitgliedsbei. trag ab 1. April 1951 um $ 60 monatlich zu erhoehen, mit bedeutender Mehrheit angenommen. Es wurde nunmehr der vom Vorsitzenden bereits verlesene Antrag des Herrn Bab zur Debatte gestellt, der folgen, den Wortlaut hatte: “Die Generalversammlung moege darueber Beschluss fassen, ob es unzweckmaessig oder unerwuenscht sei, dass Mitglieder, die in geschaeftlichen Beziehungen zu Deutschland stehen, repraesentative Aemter innerhalb der Gemeinde bekleiden”. Nach Begruendung durch den Antragsteller ergriffen die Herren León Rosenthal, Kurt Jacusiel, Hans Kaufmann, Juan Nathan, Alfredo May, Otto Michelson, Ricardo Nathan, Fernando O. Friedmann, Egon Rosenfeld, Dr. José Hirschberg, Ben Kopf, stein und Augusto Rothschild das Wort. Ein Antrag des Herrn León Rosenthal, zunaechst eine Stellungnahme der juedischen Spitzenorgani. sationen in dieser Angelegenheit abzuwarten und insbesondere eine Auskunft des Juedischen Wéltkongress ein. zuholen, wurde fast einstim. mig angenommen, womit der Antrag des fterrn Juan Bab als abgelehnt galt. Nachdem eine Anfrage des Herrn Adolfo Daus ueber die Verwendung des Dringlich keitsbeitrages durch Herrn Fernando O. Friedmann beantwortet worden war, gab d i e Generalversammlung noch einstimmig ihre Zustim. mung zu den beiden weiteren Antraegen des Vorstan. des, wonach a) die in der Generalversammlung vom 23. April 1950 beschlossene Erhebung des Dringlichkeitsbeitrages fuer ein weiteres Jahr, also bis zum 30. April 1952, in Kraft bleiben soll und b) begruendete Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehung wohlwollende Berücksichtigung finden sollen. Herr Arturo Roesler stellte alsdann den Antrag auf Entlastung des Vorstandes, der von der Versammlung einstimmig angenommen wurde. Nachdem der Vorsitzende noch allen Herren des Vorstandes und der Repraesentanz fuer ihre hingebungsvolle Mitarbeit in der abgelaufenen Geschaeftsperiode gedankt hatte, verliess das Praesidium den Vorstandstisch und der von der Versammlung gewaehlte Vorstand, bestehend aus den Herren León Rosenthal, Herbert Frohmann und Jorge Zahler, uebernahm unter Vorsitz des Herrn Rosenthal die Leitung des sich anschliessenden Wahlaktes. Der Vorsitzende stellte zunaechst fest, dass arei Listen mit Wahlvorschlaegen eingereicht worden seien, und zwar je eine Liste — der Zeitfolge ihrer Einreichung nach — von der Asociación Israelita, der Unión Sionista und von der Asociación Israelita de Técnicos, Industriales y Agricultores Der aus den Vorsit. zenden d"s Ehrengerichts I. und II. Instanz und Herrn Siegfried Landau als Mitglied des Praesidiums bestehénde Wahlpruefungsausschuss habe die Listen geprueft und in Uebereinstimmung mit den Vorschriften der Wahlordnung befunden. Eine Anfrage des Vorsitzenden, ob jemand das Wort zur Begruendung der Listen wuensche, wurde verneint. Er erteilte alsdann zur Ge. schaeftsordnung wunschgemaess Herrn Martin Michel das Wort, der eine Erklaerung dahingehend abgab, dass der Kandidat Herr Siegfried Hanff auch Mitglied der A. T. I. sei. Der Vorsitzende erklaerte nunmehr die Wahl fuer eroeffnet, die zu dem bereits in der Mai-Nummer 1951 Seite 3 veroeffentlichten Gesamtergebnis fuehrte. Nach Abschluss des Wahlaktes eroeffnete Herr León Rosenthal von neuem die Sitzung und brachte folgenden Vorschlag fuer die Neubesetzung des Ehrengerichts zur Abstimmung: I. INSTANZ Vorsitzender: Herr Wilhelm Steinberg Beisitzer: Herr Paul Gompertz. ” Enrique Nussbaum. Vertreter: Herr Carlos Lang (Vors.). ” Alberto Cohn. II. INSTANZ Vorsitzender: Herr Ricardo K. Lomnitz. Beisitzer: Herr Federico Cahn. ” Heriberto Frohmann. ’ Werner Rubens. ” Emilio Weintraub. Tor ah... die unter sehen getraeumt, den politischen und sozialen Ungerechtigkeiten der Staats. Systeme, unter denen sie leben mussten, gelitten haben, die Basis fuer jenen Staat werden, in dem Recht und Gerechtigkeit herrscht! Es ist unsere Ueberzeugung, dass auch in Zukunft Israel und die Torah eine Einheit bilden werden, ein Israel, das die Torah neu entdeckt, und eine Torah, die Israel wieder mit schoepferischem Leben erfuellt. Es ist ein vergebli. ches Bemuehen, sich auf den Boden der Nationalitaet im rein politischen Sinne stellen zu wollen. “Erez Israel ohne Torah gleicht einem Koerper ohne Seele”. Die grosse Aufgabe unserer Generation ist es, beide Worte dieses Scha. wuoth-Festes in ihrer gegen- Wie Ruth, in biblischen Zeiten seitigen Ergaenzung mit unserer ganzen Kraft in uns aufzunehmen und zu verwirk, liehen. An alle Eltern schulpflichtiger Kinder Freitag, 8. Juni, 5.45 Uhr nachmittags, findet im Anschluss an unseren Gottesdienst ein Oneg — Schabbat fuer alle Kinder unserer Gemeinde statt (vorbereitet durch Movimiento Juvenil "B'ne Akiba"). Alle sind herzlichst eingeladen. $*£ve»oiAltt£i ARTICULOS OE CU ERO: y OBOETOS* DECORATIVO f UNSER NEUER FORTSCHRITT TEPPICHE fuer Ihr Heim. In Qnalitaet u. Dessin das BESTE. Bei Spezialanfertigungen genau die gleich sorgfaeltige Bedienung wie bei unseren. LEDERWAREN Um CA DtBECC/art DE LA FABWCA y EXPOSiC/OU ALAMED/V 402 AL404-IIRAT3 , TEIEF.; 30090— Vertretei: Herr Willy Rosenbusch (Vors.) ” Dr. Ernst Schlesinger. ” Prof. Dr. Walter Veit Simon. ' _Fr' . 3* Als Rechnungsprüfer wurden einstimmig die Herren Herbert Frohmann und Sain u e 1 Oettinger wiedergewaehlt. Auf Antrag des Herrn Jorge Zahler wird Herrn Leon Rosenthal noch der provisorische Vorsitz fuer die Eroerterung des von Herrn Martin Michel eingebrachten Antrags uebertragen. Herr Michel verlas seinen Antrag der folgen, den Wortlaut hat: D i e Generalversammlung wolle beschliessen: 1) Dass in den Wintermonaten ein zweiter Abendgottesdienst mit Harmoniumbegleitung stattfindet und 2) An den Hohen Feiertagen der Gottesdienst im ge- Büeteten. Saal mit Hanno-. nium-Begleitung abgehalten wird. Herr Alfred May beantragte, den vorstehenden Antrag des Herrn Michel nicht in dieser Generalversammlung zu be. handeln, sondern ihn dem heute neugewaehlten Repraesentanten-Kollegium als An. regung fuer seine naechste Sitzung vorzulegen. Nachdem Herr Michel erklaert hatte, dass er gegen den Vorschlag des Herrn May nichts einzuwenden habe, wurde von einer weiteren Eroerterung des Vorschlags Abstand genommen. Herr León Rosenthal ueber. trug danach den Vorsitz auf Herrn Alfred Feldmann als Alterspraesidenten des neuen Repraesentanten-Kollegiums. Herr Feldmann dankte dem Wahlvorstand und den Herren, die als Funktionaere an den Wahltischen mitgearbeitet hatten, fuer diese Mitarbeit und die glatte Durchfuehrung der Wahl und schloss alsdann die Versamm. lung.

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