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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-06-01 · 6 (Junio, 1951) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
6 (Junio, 1951)
Date
1951-06-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 3 “Besser als garniehts” ÉÉÉMH IDE]? ISlslí IB!, l»|g|« Der Staatsfeierlag in der Gemeinde Am 13. Mai veranstaltete der Gemeinde anlaesslich des Juedischen Staatsfeiertages (Jom Ha’azma’uth) eine wuer. dig verlaufene Feierstunde, die von Herrn Alfredo Feldmann eroeffnet und mit verbindenden Worten geleitet wurde. Im Mittelpunkt der Feier stand eine Ansprache des Praesidenten unserer Gemeinde, Herrn Dr. José Hirschberg, nach, dem' zuvor Herr Legationsrat Samuel Goren fuer die Legación de Israel, Herr Gil Sinay als Praesident der Federación Sionista de Chile, Herr Isidoro Dimant als Praesident des Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile und Herr Matías Schapiro als Praesident des Waad Hachinuch das Wort zu Begruessungen ergriffen hatten. Herr Ernst Feischmann verlas die Rede unseres Staatspraesidenten Prof. Dr. Chaim Weizmann, gehalten nach dem Uganda-Kongress im Jahre 1903. Zwei Lieder (Halleluja von Hummel und “Am Israel chaj”) von Frau Rose Dahl in Begleitung von Herrn Herbert Hannach mit gewohnter Meisterschaft zu Gehoer gebracht, sowie Israelische Taenze und Lieder, in schoener Weise dargeboten von Tanzgruppe und Chor des Haschomer Hatzair unter Leitung von Frau Eva Kruk, bildeten den kuenstlerischen Teil der Feier, die mit einer Vorfuehrung des spannenden, vom Heldenkampf unserer Jugend zeugenden Films “Ein Breira” und dem Gesang der Hatikwah ihren Abschluss fand. BERICHT ueber die Ordentliche Generalversammlung vom 29. April 1951 Die diesjaehrige Ordentliche Generalversammlung der Gemeinde fand am 29. April 1951 statt. Den Vorsitz fuehrte der Praesident der Gemeinde,Herr Dr. José Hirschberg. Da um 3 Uhr nachmittags, dem festgesetzten Versammlungster. min, die erforderliche Zahl von mindestens 20% der Mitglieder nicht anwesend war, wurde die Versammlung eine Stunde spaeter, also um 4 Uhr nachmittags, eroeffnet. Der Vorsitzende begruesste die Erschienenen und stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemaess einberufen worden war. Alsdann verlas er eine Liste der Hingeschiedenen des vergangenen Jahres, zu deren Ehren sich die Anwesenden von ihren Plaetzen erhoben. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Vorsitzende den Vorschlag, die Herren Eugen Frey. Siegfried Schnitzer und Isidor Zechermann damit zu beauftragen, das Protokoll dieser General. Versammlung zu unterschreiben. Der Vorschlag wurde angenommen. Das Protokoll der Generalversammlung des vorigen Jahres wurde einstimmig fuer genehmigt erklaert. Alsdann erstattete Herr Dr. Hirschberg den bereits in der Mai-Nummer 1951 unseres Mitteilungsblattes Seite 5 ver. oeffentlichten Rechenschaftsbericht ueber das abgelaufene Geschaeftsjahr, dem die Erstattung des Finanzberichts durch den Schatzmeister der Gemeinde, Herrn Alfrede Feldmann, folgte. Herr Her bert Frohman verlas den Be rieht der Kassenpruefer, wo. nach die Buecher und der Kassenabschluss der Gemein, de geprueft und in Ordnung befunden worden sind. Es wurden nunmehr die eingegangenen Antraege bekannt gegeben, und, zwar erhielt zunaechst Herr Fernando O. Friedmann das Wort zur Verlesung von drei bereits in der April-Nummer 1951 unseres Mitteilungs-Blattes auf Seite 5 veroeffentlichten Antraegen des Vorstands und der Repraesentanten — Versammlung, wonach die Generalversammlung die Erhoe. hung des Mitgliedsbeitrages ab 1. April 1951 um $ 60.— monatlich, die Erhebung des Dringlichkeitsbeitrages fuer ein weiteres Jahr, also bis zum 30. April 1952, und wohlwollende Beruecksichtigung begruend.eter Antraege auf Ermaessigung oder Erlass der Beitragserhoehung beschlies. sen solle. In einer eingehenden Begruendung dieser Antraege wies Herr Alfredo Feld, mann hinsichtlich der vorgeschlagenen Beitragserhoehung insbesondere darauf hin, dass der bis jetzt gueltig gewesene Grundbeitrag seit dem 1. April 1947 unveraendert geblieben, inzwischen aber eine ausserordentlich fuehlbare Geldentwertung mit entsprechender Teuerung ein. getreten und die Gemeinde von dieser Teuerung natuerüch nicht verschont geblieben sei. Die im Gemeinde — Etat vorgesehenen Ausgaben seien von Direktorium und Reprae.;entanten.Kollegium in langen Beratungen und nach sorgfaeltigen Ueberlegungen anter immer und immer wie. der betonter Pflicht zur Spar, samkeit abgeschaetzt worden und haetten ergeben, dass mit der Erhoehung des Beitrags nun nicht mehr gewartet werden duerfe. Anschliessend, verlas der Vorsitzende zwei weiter vorliegende Antraege, und zwar einen Antrag des Herrn Juan Bab betr. geschaeftliche Beziehungen zu Deutschland von Mitgliedern, die reprae. sentative Aemter innerhalb der Gemeinde bekleiden, und einen Antrag des Herrn Mar. ,in Michel betr. Harmoniumbegleitung bei bestimmten Zweiggottesdiensten. Die Er. oerterung beider Antraege wurde fuer einen spaeteren Teil der Verhandlungen zurueckgestellt. Der Vorsitzende eroeffnete nunmehr die Debatte, in der Der "Jom Ha'alzmaulh" in Chile Die verschiedenen Festlichkeiten, die anlaesslich des Jom Ha’atzmauth in Chile stattfanden, wickelten sich nicht nur programmgemaess ab, sondern erreichten auch stellenweise wirklich glanz, volle Momente. Die chronolo. gische Reihenfolge war folgende: Mittwoch, den 9. Mai: Der fraglose Hoehepunkt der ge. samten Feierlichkeiten war die Uebergabe der israelischen Fahne und des Namens “República de Israel’’ an die Escuela Coeducacional N.o 207, in der Strasse Catedral 282 7. Die. ser symbolische Schritt, der zweifellos von dauerhafter Bedeutung fuer den kulturellen Austausch zwischen den beiden Laendern sein wird, stellt einen grossen Erfolg des von Senator Humberto Alvarez Suárez geleiteten “Institu. to Chileno-Israelí de Cultura” dar. Am Nachmittag des gleichen Tages fand in der Universidad de Chile ein Festakt unter den Auspizien des gleichen Instituts statt. Donnerstag, den 10. Mai: Im ueberfuellten Teatro Baquedano gab sich die “Colect i v i d a d ” Stelldichein, um —nach den entsprechenden Ansprachen— das juedische Orchester unter Leitung des Dirigenten Erwin Herper zu hoeren und zwei Filme aus Israel zu sehen. Freitag, den 11 Mai: Am Morgen fand eine feierliche Kranzniederlegung am Denkmal Bernardo O’Higgins statt Sonnabend, den 12. Mai: Der Tag und der Abend stand im Zeichen der Institutionen, Gottesdienste am Vormittag und Feierstunden am Nachmittag und Abend fuellten saemtliche juedische Lokale bis zum Rand. Ueber die Veranstaltungen der Gemein, de und der Organisationen unseres Sektors wird in anderen Spalten dieser Ausgabe ausfuehrlich berichtet. Sonntag, den 13. Mai: Mit einem von der Wizo organisierten Besuch des Friedhofs, einem Bankett der “Allgemei. nen Zionisten” und einem Sportfest des Makkabi klangen die Feierlichkeiten in Santiago aus. Auch von den juedischen Zentren in der Provinz ist zu berichten, dass ueberall der Jom Ha’atzmauth Nr. 3 wuer_ dig und mit grosser Begeisterung begangen wurde. zunaechst die Herren Hermann Arenberg, Isaac Horenczyk und Bruno Goldschmidt das Wort zu verschiedenen Anregungen ergriffen, bei denen es sich im Wesentlichen um die Frage der Kosten fuer die Anbringung von Namen auf den geplanten Memortafeln, staerkere Heranziehung der Jugend zu Versammlungen und Beseitigung des Defizits im Voranschlag durch Erhebung eines Beitrags fuer das Mitteilungsblatt handelte. (Schluss auf Seite 5) Mit betraechtlicher Verspae. tung hat die Arbeit des Schuljahrs unserer Religionsschule in diesem Jahre eingesetzt. Die Schwierigkeiten, die wir mit Lokalfragen, Lehrerproblemen und der zeitlichen Einteilung des Unterrichts hatten, brachten es mit sich, dass wir zunaechst in Sammelkursen am Sonntag vorm, unterrichten mussten. Nunmehr ist es uns gelungen, als neue Lehrkraft die Lehrerin des Waad Hachinuch Frau Eva Kwiakowsky zu gewinnen und zwei neue Unterrichtslokale in verschiedenen Gegenden der Stadt zu finden. Wir danken auch von dieser Stelle aus dem Waad Hachinuch fuer das verstaendnisvolle Interesse, das er unseren Kursen gegenueber bewiesen hat, indem er uns in seiner Schule in Macul ein Unterrichtslokal zur Verfuegung stellte. Wir hoffen, dass die Zusammenarbeit mit Frau Kwiakowsky fuer die zukuenftige Arbeit unserer Gemeindeschule erfolgreich sein wird und auch der Kontakt zwischen uns und dem Waad Hachinuch durch das gemeinsame Band unserer Unterrichts in seinem Hause sich noch intensiver als bisher gestaltet. Weiterhin haben wir, fuer Golf-Los Leones ein Unterrichtslokal in Las Palmas 2212 Dep 24 gemietet. Mit diesen beiden Unterrichtslokalen und unserem Gemeindehaus konnten wir mehrere Zwecke zugleich erreichen: erstens haben es unsere Kinder bequemer zur Unterrichtsstaette und zweitens sind die Kurse, die eingerichtet wurden, kleiner geworden, sodass die teilnehmenden Kinder intensiver unterrichtet werden koennen. Wir stellen mit Befriedigung fest, dass die Neuaufnahmen in diesem Jahre besonders zahlreich waren. Obwohl die Matrikula bis zum Augenblick noch nicht ganz abgeschlossen ist, da erfreulicherweise noch immer einige Saeumige ihre Kinder bringen, koennen wir doch schon sagen, dass etwa 85% aller Kinder unseres Sektors durch juedischen Unterrichtin der Gemeindeschule, juedische Schulen des Waad Hachinuch oder Privatunterricht erfasst sind. Mit den restlichen 15% werden wir uns in den naechsten Wochen zu befassen haben, um auch deren Kinder zu erfassen. Leider gibt uns die Situation des hiesigen allgemeinen Schulwesens, auf die wir. keinen Einfluss haben, nur die Moeglichkeit, unsere Kinder einmal in der Woche zu unterrichten. Das ist sehr wenig, angesicht der Fuelle des Stoffes, der unterrichtet werden sollte: Hebraeisch, Traditions. literatur wie Gebetbuch und Tanach (Bibel), Geschichte, allgemeine Judentumskunde, Feste usw. Und damit kommen wir zum entscheidenden Problem, mit dem wir uns an unsere Eltern zu wenden haben. Wir, die Lehrer, sollen in 90 Minuten einmal die Woche Eure Kinder unterrichten und sie zu guten und bewusstsen Juden machen. Das ist ein schwieriges Unterfangen, wenn wir nicht mit Eurer un. bedingten Unterstuetzung rechnen duerfen. Dazu gehoert: Regelmaessigkeit des Besuchs des Unterrichts (auch bei Regenwetter), Er. fuellung der Hausaufgaben, die leider angesichts der Ueberlastung unserer Kinder durch die allgemeinen Schulen nicht sehr gross sein duer.. fen, Mitarbeit der Eltern, dadurch, dass auch zu Hause von juedischen Fragen gesprochen wird, unsere Feste mitgefeiert werden und ueberhaupt soweit als moeglich dem Kind zum Bewusstsein gebracht wird, dass das, was es in der Gemeindeschule lernt, nicht eine ueberfluessige Belastung ist, sondern Ausdruck und Inhalt unseres juedischen Lebens. Zur Unterstuetzung unserer Arbeit gehoert auch, dass unsere Kinder zum Gottesdienst kommen, wenn wir sie zum Oneg Schabbat einladen, der sie mit dem Gemeindeleben und mit juedischer Tradition verbinden soll. Wir legen auch auf groesstmoegliche Puenkt. lichkeit wert, da wir von den 90 Minuten, die uns fuer den Unterricht zur Verfuegung stehen, nichts verlieren wollen. Und wenn ein Kind aus irgendeinem zwingenden Grunde fehlt, muss es fuer die naechste Stunde einen Entschuldigungszettel mit. bringen. Sehr geehrte Eltern der Kinder unserer Gemeindeschule! Es gab einmal eine Zeit, in der der juedische Unterricht als etwas Nebensaechliches betrachtet wurde. Heute ist unser Leben als Juden wieder in den Vordergrund unseres Interesses gerueckt und damit auch unsere Sorge fuer die juedische Zukunft unserer Kinder. Wir als die Verantwortlichen fuer die Erziehung unserer Jugend sind uns bewusst, dass 90 Minuten Unterricht in der Woche nur ein Notbehelf sind. Die Loesung des juedischen Erziehungsproblems ist und bleibt die juedische Vollschule. Aber fuer weite Kreise unserer Gemeinde wird unsere Gemeindeschule bis auf weiteres eine Notwendigkeit bleiben und sie ist in jedem Fall besser als garniehts. Sie kann aber ihre bescheidene Funktion nur dann erfuellen, wenn wir mit der absoluten Mitarbeit aller Eltern rechnen koennen. Sie muessen sich be. wusst sein, dass wir nur den Rahmen, die wissensmaessigen Grundlagen fuer die juedische Ausbildung der Kinder legen koennen, aber sie mit juedischem Bewusstsein zu erfuellen, ist in erster Linie in die Haende der Eltern gegeben. Darum ist die Zusammenarbeit zwischen Lehrern der Gemeindeschule und Eltern dringend. Wir hoffen mit dieser rechnen zu koennen und wuenschen uns allen ein erfolgreiches Schuljahr 1951. Rabbiner Egon Loewenstein Rabbiner Manfred Lubliner SCHULPLAN FUER . 1951 Anfaengergruppen (Kurs 1) Sonntag vorm. Gemeindehaus: 10,30 h. Sonntag vorm. Macul: 11 h. Kurs 2 Sonntag vorm. Gemeindehaus: 9 h. Sonntag vorm. Macul: 9,30 h. Kurs 3 Sonntag vorm. Gemeindehaus: 9 h. Donnerstag nachm. Las Palmas, 5,30 h. Kurs 4 Mittwoch nachm. Gemeindehaus: 3 h.

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