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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-05-01 · 5 (Mayo, 1951) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
5 (Mayo, 1951)
Date
1951-05-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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REDACCION: S. C. 1. B’NE JISROEL AV. PORTUGAL 610. TEL. 33096 CASILLA 2487. SANTIAGO «CHILE BOLETIN INFORMATIVO MITTEILUNGSBLATT ■ S O C 1 E D A D C U LT u RAL IS RAE LITA M B * N E J 1 S R O E L" | Año XII — N.o 5 SANTIAGO DE CHILE Mayo, 1951 Israels dem vierten Jahr entgegen 6i Mit jedem Feste ist jahrhundertealte Tradition verbunden, und Urvaeter haben jede Phase der Braeuche auf die Kinder vererbt. Wie eherne Marksteine standen die Juedischen Feste an dem Wege des Jahres, niemals einer mehr oder weniger. Eine Aenderung im Reigen unserer religioesen und traditionellen Feste wurde stets der messianischen Zeit anheimgestellt. Erst ein wahrhaft 99 Ha’azma’uth” dazu berufen, da er als 20. Tag in der Omer. zeit gefeiert wird, die Trauervorschriften ebenfalls z u durchbrechen. Vor den Augen kuehftiger Generationen wird es gewiss nicht als Zufall erscheinen, dass der Unabhaengigkeitstag Israels gerade die Trauertage durchbricht, die das Volk an seine Unterdrueckung durch die Roemer erinnern. So dreht sich das Rad der Geschichte, und die Die Eroberung der Stadt Haifa war der erste grosse juedische Sieg im Kampf um die Unabhaengigkeit Israels. Die Lichter der Scheinwerfer und das Droehnen der Geschuetze begleiteten den Fackelzug und die Militaerformationen, die vom unteren Teil der Stadt hinauf zum Rathaus zogen. Dort wurde die Gedenkflamme entzuendet. Die Kaempfer der Untergrundbewegung, die zur Eroberung beigetragen hatten, versammelten sich. Sie kamen von den Huegeln Galilaeas, von der Wueste des Negev, vom Golf von Akaba am Roten Meer und von den Schuetzengraeben des “Dreiecks”, und manches freudige Wiedersehen wurde gefeiert. Es war ein Tag der Freude und des Sieges, der sich unausloeschlich in das Gedaechtnis der Stadt einpraegte. Am 18. April 1948 schlug die Schicksalsstunde Haifas. Nach neun Stunden erbitterter Kaempfe bemuehten sich die Vertreter der Araber, die Bedingungen der Juden zu ermitteln. Die Haganah bezog ¡¡¡¡¡ll Hb*P ifejSääg iSmmääiäSüi asm mm Gepanzerte Hagana: Ihnen gebuehrt der Dank vor allen anderen. te Zangenbewegung gekennzeichnet, die das Ziel hatte, die Nester der arabischen Banden in der Templer-Kolo¬ Die Militaerparade steht im Mittelpunkt der Feiern des Jom Haazmauth. revolutionaeres Ereignis in der Geschichte des “ewigen Volkes” konnte zur Geburt eines neuen Festes fuehren: Der Tag, an dem vor jetzt drei Jahren die staatliche Unabhaengigkeit Israels ausgerufen wurde, ist in der Knesseth-Sitzung vom 12. April 1949 zum Staatsfeiertag, zum Unabhaengigkeitstag Israels, hebraeisch “Jom Ha’azma’uth’, erklaert worden. “Jom Ha’azma’uth” faellt auf den 5. Ijar, das ist der 20. Tag im Omer, der Trauerzeit, die von Pessach bis zum Wochenfeste (Sch’wuoth) gezaehlt wird und waehrend welcher zur Erinnerung an bittere Tage nationaler Unterdrückung eine Anzahl von Trauerbraeuchen beobachtet werden. Dazu gehoert auch, dass Eheschliessungen waehrend dieser Zeit nicht vorgenommenen werden koennen, dass religioese Juden sich nicht die Haare schneiden lassen und dergleichen. Nur ein Tag in dieser Trauerzeit ist von diesen Vorschriften befreit: Der 33. Tag im Omer, “Lag be-Omer” genannt. Zweifellos ist nun der “Jom Jahrunderte . lang die Unterdrueckten waren, gelangen wieder an das Licht der Freiheit. Der erste Sieg: Die Von der Ehrentribuene aus nehmen die Mitglieder des Kabinetts die Parade ab. die vom britischen Militaer geraeumten Stellungen und beschoss waehrend des ganzen Tages die arabischen Verschanzungen. Unter dem konzentrierten Moerser- und Maschinengewehrfeuer brachen die Barrikaden der Araber zusammen, und die Offensive begann mit der Eroberung wichtiger Strassen und Verbindungslinien durch die Haganah. Die Schlacht von Haifa war durch eine grossangeleg¬ Eroberung von Haifa. nie und in der Stanton-Stras. se zu beseitigen. Diese Strassen . verbinden die oberen Wohnviertel mit den unten gelegenen Hafen, und Geschaeftsviertel, und die Anwesenheit der Araber in dieser Gegend hatte das normale Leben der Stadt schwer ge. stoert und viele Opfer gefordert. Zur selben Zeit wurden auch die Bueros der Bahnverwaltung, die das Wadi Nisnas beherrschen und die gutbefestigte Telephonzentrale angegriffen. Sie, wie auch die beruechtigte Rushmia- Bruecke, die Hadar Hacarmel mit Haifa Bay verbindet, waren bald in der Hand der angreifenden Haganah. So endeten Wochen unausgesetzter Schiessereien und Ueberfaelle, fuer die das jue. dische Haifa mit schweren Opfern gezahlt hatte. Um Verwirrung zu stiften und Verstaerkungen aufzuhalten, wurde ein Ablenkungsangriff auf das Dorf Tireh, das an der Haifa—Tel.Aviv-Chaussee liegt, durchgefuehrt. Inzwischen hatten die Haganah- Einheiten, die in der unteren Stadt stationiert waren, sich mit den vom Hadar Hacarmel herunterkommenden Kraef. ten vereinigt,und die Schlacht näherte sich ihrem Ende. Die blau.weisse Flagge entfaltete sich ueber dem Khamra-Platz, dem frueheren Hauptquartier der Araber. Der Platz war erfuellt vom Echo der schweren Stiefel und den rauhen Stimmen von Hunderten von Jungen, viele 16—18jaehrig, die mit grossem Enthusiasmus Horrah tanzten. Die irakischen Soldaten, die gekommen waren, um die Stadt zu ‘‘befreien”, waren vernichtend geschlagen, und die Moral der arabischen Bevoelkerung in ihrem Ruecken brach sofort zusammen, als der Haganah-Sender mitteilte, dass der Bandenfuehrer Ammin-ex-Eddin, ein frueherer Offizier des Transjordanischen Grenzkorps, zusammen mit den arabischen Kaufleuten und Notabein, geflohen sein. Dann setzte die Massenflucht ein. Mehr als 15.000 draengten sich in klei- (Schluss auf Seite 13)

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