Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIII (1951)
- Issue
- 4 (Abril, 1951)
- Date
- 1951-04-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 7 iff Witt fe/rett. A¿u*e, /eeeee. f/ Internationale Faschisten an der Arbeit Die allmonatlich ln Zuerlch erscheinende ausgezeichnete zionistische/ Monatsschrift “Das Neue Israel; Zeitschrift fuer Politik, Kultur und Wirtschaft” hat Ihre Dezember-Nummer des vergangenen Jahres (Jahrgang 3, Nummer 6) dem Thema gewidmet: “Die Gefahr des Faschismus”. In diesem Rahmen kam auch die Berichterstattung zur Geltung, die wir nachstehend zum Abdruck bringen. ARABISCHE FASCHISTENPROPA¬ GANDA IN LATEIN-AMERIKA Die Araber in Latein-Amerika beabsichtigen, ihre Akti. vitaet zu steigern und auszudehnen. Gegenwaertig existiert eine Anzahl von Organisationen in den verschiedenen Republiken, und —aehn. lich wie bei den juedischen Gemeinden — bestand zwischen den einzelnen Gemeinschaften nur selten ein locke, rer Kontakt. Nun soll die arabische Bevoelkerung jeder einzelnen Republik organisiert und durch ein “Arabisches Zentralkomitee fuer Latein. Amerika” repraesentiert werden. Hiermit wird bezweckt, .die arabische Sache vom zunehmenden Einfluss dieses Kontinentes auf internaciona. le Angelegenheiten zu ueber. zeugen. Eine Monatszeitschrift soll die Oeffentlichkeit aufklaeren, waehrend der interne Kontakt durch ein Informationsbulletin aufrechterhalten wird. Auch soll eine Jugendbewegung ins Leben gerufen werden, und so werden die Araber beider Amerika nach und nach —so hoffen sie— zu einer geeinten grossen Macht werden. Die Initiative zu diesem ehrgeizigen Projekt geht von der aktivsten arabischen Gruppe Südamerikas aus, vom Zentralarabischen Komitee Chiles, dessen woechentlich erscheinende Zeitung “Mundo Arabe” Einzelheiten berichtete. Diese Gruppe ruehmt sich grossen Prestiges und Einflus. ses sowohl in den arabischen Laendern wie in Chile. Ihr Vorsitzender ist Sr. Juan Ya. rur, Eigentuemer eines der bedeutendsten chilenis c h e n Textilkonzerne mit massgeb- SECHS MILLIONEN SEELEN Der Ausgabe des “Mercurio” vom 2. April entnehmen wir die in der Spalte “Día a Dia” auf der Redaktionsseite veroeffentlichte folgende schoene Zuschrift: “SEIS MILLONES DE ALMAS “Entre los febriles acontecí, mientos de los últimos dos decenios, ha de recordarse uno que constituye una de las experiencias más trágicas de to. das las centurias. Hacemos referencia al exterminio de israelitas en los campos de concentración, en las ciudades y aldeas y “ghettos”, a manos de la S. A. y S. S. Fueron no menos de seis millones de seres que hallaron muerte ignominiosa, sin otra culpa que la de llevar la sangre y fe de sus antepasados. “Ahora, acallados los ecos del segundo conflicto mundial y quizás a la víspera del tercero, desde las áridas tierras de Palestina, llega la noticia de otro acontecimiento. Cosa extraña. No se trata de la'invención de un nuevo instrumento de destrucción; tampo. co de alguna nueva droga mt lagrosa. No. Simplemente, unos quinientos hombres han comenzado la tarea de plantar seis millones de arbolillos, a lo largo del camino que con. lichem Einfluss auf eine Anzahl anderer Firmen. lieber ihn wird berichtet, er habe ohne Erfolg versucht, den ehemaligen Naziminister Dr. Schacht als seinen Finanzberater anzustellen. Sein Verwandter und Geschaeftspartner, Nicolás Yarur, ist der la. tein - amerikanische Repraesentant von “Ganz Palaestina” und UNO-Delegierter des Arabischen Hoeheren Komitees. ') VORANZEIGE j FEIERSTUNDE; veranstaltet von der Sociedad Cultural;; Israelita “B’ne Jisroel”;; anlaesslich des Jom Haatzmaut (Juedischer; Siaaisfeierlag) am Sonntag, den 13. Mai 1951, nachmittag 5 Uhr |; im grossen Saal des Gemeindehauses,!; : Av. Portugal 810. 1; - Erscheinen aller Mitglieder ist Ehrenpflicht! EINTRITT FREI. * ■ ,*/ I : ■ mü duce aesae Tel Aviv hacia Je. rusalén. Dichos árboles serán el recuerdo de aquellos seis! millones de almas, inmoladas en el Viejo Mundo. Hermoso ejemplo de conmemorar a los muertos gloriosos, gloriosos en este caso, porque sus nombres constituyen un símbolo. Hermoso e j e m p 1 o también de la forma en que un pueblo forja su porvenir, sobre los escombros del. pasado, transformando en vida a la muerte. S. R.” i Die meisten dieser Araber sind Libanesen. Das Interesse, welches ihnen von ihrem Geburtsland entgegengebracht wird, bewies der Besuch des Aussenministers von Libanon im letzten April. Dieser Besuch wurde in der “Mundo Arabe” (31.3.50) gewuerdigt im Zusammenhang mit der Reise nach dem Mittleren Osten, welche Dr. Diego Luis Molinari, Praesident des argentinischen Senats-Komitees fuer Aussen-Angelegenheiten, unternahm, um in der Folge sowohl an Libanon als auch an Israel gleichmaessig glue. hende Komplimente zu verteilen. Die “Mundo Arabe” befasst sich allerdings nicht mit Komplimenten fuer Israel, ja erwaehnt das israelische Staatswesen und dessen Re. gierung kaum je, ausser mit unfreundlichen Seitenhieben. Tatsaechlich werden den Juden die schlimmsten Absichten untergeschoben: sie wollen den gesamten Mittleren Osten erobern und somit das Anfangsstadium ihres grossen Welteroberungsplanes hinter sich bringen. Fuer diese ue. berraschende Behauptung werden keinerlei Beweise beigebracht; doch erklaert sich gar manches aus der Tatsache, dass die “Mundo Arabe” sich als getreuer Juenger des EX-Mufti Haj Amin el Husseini deklariert, dessen Portraet am 14. Maerz auf der Titelseite erschien, mit der Verkuendigung, dass “der geistige und politische Leiter der palaestinensischen Araber die (Schluss auf Seite 17) Unser Purim-Scherz Natuerlich! Es konnte dem Scharfsinn der ueberwaeltigenden Mehrzahl unserer Leser wohl nicht entgehen, dass es sich bei unserer “sensationellen” Meldung von einem Treffen Herzls mit Einstein im Jahre 1903 um eine ganz gewoehnliche Purim-Ente (Ab. kuerzung von Purim-Scherz und Zeitungs-Ente) handelte. Eigentlich lastet nun die moralische und rechtliche, Verpflichtung auf uns, der! Richtigstellung an der glei-' chen Stelle des Blattes genau so viel Platz einzuraeumen. Da wir zu diesem Behufe aber noch einmal genau so viel Schwindel verzapfen muessten, ziehen wir vor, unsere Leser um Entschuldigung zu bitten. Desgleichen bitten wir alle diejenigen um Entschuldigung, die wir versehentlich vielleicht doch an der Nase herumgefuehrt haben. Ihnen sei nur kurz gesagt: So aehnlich sieht doch der “Herzl” auf dem Bilde dem wahren Herzl doch nicht! Und Einstein war doch 1903 erst 24 Jahre alt, muss also damals erheblich juenger ausgesehen haben, als dies auf dem Bilde der Fall ist! Und sollte man nicht annehmen, dass Herzl auf den Fotos aus der damaligen Zeit in der Mitte gestanden, haette? Und das Kind mit der Purim-Narrenkappe in der unmittelbaren graphischen Nachbarschaft: suggeriert es gar nichts? Schliesslich und endlich war doch die ganze “Sensation” etwas sehr..., na sagen wir mal, schwach fundiert; nicht wahr? Gleichsam als Entschaedigung haben unsere geduldigen Leser nun abeir auch das Recht zu wissen, welche Bewandtnis es mit dem Bilde, wirklich hat. Wir beichten al. so unsere Suenden: Die Ausgabe September 1950 der in Buenos Aires erscheinenden illustrierten Zeitschrift “Eretz Israel” fiel unserer Schere V'-" ■> ■. ». * i SP Ü R IM, N. je zum Opfer und die Erklaerung zu unserem Bilde lautet folgendermassen: “Una foto histórica: La visita de Einstein a Tel Aviv, en 1921. El sabio de fama universal se ve encesta foto entre el Intendente de Tel-Aviv, Mr. M. Dizengoff, y el doctor Mossinsohn, director del liceo Herzliah, momentos antes de entrar en la mencionada casa de estudios, donde dictó su primera conferencia en tierra de Palestina”. Unser sagenhafter Herr “A. B.”, war also Dizengoff, deir Vater von Tel Aviv. Und der Herr mit dem schoenen Herzl.Bart Dr. Mossinsohn. Nun walte Gott, dass “Eretz Israel” sich nicht einen Scherz mit uns erlaubt hat! « IM STIL DER “WEISEN VON ZION Die Wochenzeitschrift “Er. cilla” vom 3. ds. Mts. enthueüt die folgende vielsagende Geschichte : Der augenblickliche Franco. Botschafter in Chile, José M. Doussinague ist bekanntlich Autor des Buches “España tenía razón”, in dem er die neutrale —sprich achsenfreundliche— Haltung seines Caudillo mit der “a posteriori”— Weisheit des Antikommunismus zu rechtfertigen versucht. Im Rahmen dieses an und fuer sich zweifellos uninteressanten Machwerkes hat er nun ein Hirngespinst untergebracht, dessen dokumentarische Beweise im Madrider Aussenministerium geborgen sein sollen. Dabei handelt es sich nicht mehr und nicht weniger als um e i n Geheimabkommen zwischen Roosevelt und Stalin, das die Aufteilung der Welt zum Gegenstand hat und worin unter anderem Finnland, die baltischen Staaten und ein Teil der Mittelmeerlaender Russland zugesprochen werden. Nun gut: und wer war der Ueberbringer einer solch lebenswichtigen Botschaft? Zweifellos einer der engsten Vertrauten des Presidenten, wie etwa Harry Hopkins oder Averell Harri. man. da es doch unvorsichtig waere, solche Staatsgeheimnisse auf dem Dienstwege zu uebermitteln!? Mitnich ten! Der Mittelman zwischen Roosevelt und Stalin war Jacob Zabronsky! Zabronsky war, wie wir dank Herrn Doussinague erfahren, denn es war uns bisher von seiner Existenz nichts bekannt, “Fuehrer des National-Rats der Jugend von Israel”. In seinem Brief an ihn bedankt sich Roosevelt auch noch fuer das Geschenk einer Thora.Rolle und erwaehnt den “erfolgreichen Be such des Marschall Timoschenko in Washington”. Dem offensichtlich reissenden Absatz seines Buches hat der geistreiche Erfinder es zu verdanken, dass der ganze Schwindel erst aufflog, nachdem die reaktionaere und an. ti.Roosevelt’sche Hearst-Presse ihn durch Vermittlung des Pariser “Figaro” aufgegabelt hatte. Wozu ein Geschenk- Exemplar manchmal gut ist! So konnte doch wenigstens das State Department erklae. ren, dass Roosevelt im Jahre 1938 und nicht 1943 eine Thora geschenkt bekam, dass Za. bronsky 1943 laengst in den Vereinigten Staaten ansaessig war, dass Timoschenko Wash. ington nie besucht hatte und dass... ja, die anderen “Irr. tuemer” scheinen auf dem Altar der nunmehr normalisierten diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Madrid geopfert worden zu sein. Die Schablone ist zwar nicht neu: Kapitalistisch-bolschewi. stisch-juedische Geheimver. schwoerung; juedische Mittel. maenner und Drahtzieher; der Zionismus: das Glied in der Kette; die Thora.Rolle und die Unterwerfung der leidenden Menschheit. Und dennoch, wenn man auf Nuancen achtet, kommt man zum Schluss, das Goebbels zum Beispiel es verstand, geschickt zu luegen. H. K.