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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-03-01 · 3 (Marzo, 1951) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
3 (Marzo, 1951)
Date
1951-03-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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REDACCION: S.C. I. B'NE JISROEL AV. PORTUGAL 810. TEL. 33096 BOLETIN INfORMATIVO CASILLA 2487. SANTI AGO * CHILE M 1 T T E 1 L U N G S B L A T T 1 S Ö C 1 E DAD CI R AE LI T A •* B * N E . J I S Año XII — N.o 3 SANTIAGO DE CHILE MARZO, 1951 Sonntagssammlung in Gefahr! ANSPRACHE DES PRAESIDENTEN DER S. C. I. “B’NE JISROEL”, HERRN DR. JOSE HIRSCHBERG. (AUS DEM PROTOKOLL DER SITZUNG DES REPR AESENTANTEN-KOLLEGIUMS VOM 8. MAERZ 1951) Meine Herren Repraesen. traechtlich abgenommen hat. tanten! j Es gehoert wohl zur mensch. Meinem Bericht ueber den liehen Natur, sich an Lebensgegenwaertigen Stand unseerfahrunggen und Lebe nsrer sogenannten Sonntags- Schicksale zu gewoehnen, und, Sammlung muss ich den Titel anscheinend gewoehnen auch' geben “Sonntagssammlung in Wlr an die Not vieler um: hoechster Gefahr“.! serer Brueder und stehen ihr: Um dies zu begruenden ge- ^ehr und mehr mit abneh- -t^tra Sie mir ihnen einen: mender Empfindsamkeit und - oklung dieses "Hilfswerks da die urspruen‘gjiche Devi; iuer Judennot m der Welt 1 “ vorauszuschicken. Diese s ^’erte“ CtageSsens Hilfswerk ist im Jahre 19«, Spe„den, bei einif/bedeuten also mitten im Kriege, von uns ,jen ^ahl unserer Mitglieder ins Leben gerufen worden. Es jn Vergessenheit geraten ist. war und ist noch immer die sonst waere nicht zu erklae. Idee, unseren juedischen j-en, dass trotz der ungeheu-! Bruedern wo immer sie Not ren Preissteigerung in unseleiden, in bescheidenem Um. rem taeglichen Leben Viele | fang dadurch eine Hilfe zu- —leider zu Viele— noch heu. teil werden zu lassen, dass; te denselben Betrag fuer un-: j»der zu uns gehoerende Jude ser Hilfswerk spenden, den einmal im Monat den Wert seL * 1 sie vor 3, vor 5, oder gar vor nes eigenen Mittagessens als 7 Jahren beigetragen haben. Spende fuer den gibt, der Glauben Sie, meine Herren, durch das juedische Schicksal dass man aermer werden gezwungen ist, Hilfe in Anwuerde, wenn man einmal im spruch zu nehmen. i Monat einen Gast an seinen TI., Tisch bitten und ihn so ver. Mit dieser materiellen Hilpflegen wuerde wie man selbst fe wohten wir emen erziehen. zu speisen pflegt? Ist nicht sehen Faktor und einen seelidie uralte jüdische Pflicht sehen Wert verbinden. Der er. der Speisung des Armen und zieherische Faktor sollte dann besonders des unverschuldet bestehen, dass wir Kinder mit in Not Geratenen immer erder einmal im Monat stattfinfuellt worden —so wie sie z.B. denden Sammlung von Haus aus den ersten Worten der Hazu Haus betrauten, um sie begadah am Seder.Abend zu uns reits in jungen Jahren mit spricht? Ich glaube an die juedischer Not vertraut zu Ilerzansguete unserer Glau-1 * * * machen, ihnen das Verantj bensgenossen und kann nur wortungsbewusstsein fuer die. annehmen, dass es unbewuss. se ernste Aufgabe beizubrintcr Nachlaessigkeit z u z u - gen und in ihnen das Gefuehl schreiben ist, wenn nicht je. von Stolz und Befriedigung der seine Spende fuer die Juueber ihren erfolgreichen Beidennot seinen heutigen Vertrag zur Linderung juedischer diensten und Lebenshaltungs- Not zu erwecken. Aber auch kosten. an”a?st dass es die Geber sollten entsprech. £" 2"A end der Idee des Hilfswerks res Hilfswerks Bedarf ““um ^P6h^nul«p nkuoh der Akti(m einen ’.vesentlichen sein, nicht selbst gluecklich materiellen Aufschwung zu und zufrieden eine mehr oder geben. Aber die Krise, von der weniger ueppige Mahlzeit eineingangs sprach, bezieht zunehmen, ohne einmal im Sjeh nicht in geringerem Mas- Monat einen notleidenden ss auf das Gebiet der Samm. Bruder als Gast an ihrem Tilertaetigkeit unserer jungen sehe zu fuehlen. Freunde. Bei Beginn der Ak- Ich erinnere mich sehr wohl, tion, also im Jahre 1943, stanmit welcher Begeisterung, soden uns fuer 71 Bezirke, in wohl der Erwachsenen wie der die unsere Stadt eingeteilt! Kinder, die Eroeffnung dieser wurde, 78 Kinder zur Verfueneuen Einrichtung vor mehr v,Pn, diesen 78 Jugendais 7 Jahren begruesst wurde, 'icl]en daben im Laufe der, und mit Stolz duerfen wir b°. Zeit sich mehr als die Haelfte haupten, seit 1943 eine nicht: zurueckgezogen, teils weil unbedeutende Hilfe durch inzuwischen das jugendli- Geld. Lebensmittel und Klei-^he Alter überschritten hat. Zentren geleistet (SSuX» ' zu naoen.; Aufzeichnung hier zu weit: Nun sind Jahre vergangen,, fuehren wuerde. Das alles ist die Not in der juedischen Welt, eine logische Entwicklung, die ist leider nicht geringer ge-1 nicht schaedlich waere, wenn worden; aber ich bedauere ■ der entsprechende Nachwuchs aussprechen zu muessen, dass! an ihre Stelle treten wuerde. das Interesse sowohl der Ge-1 Dies ist leider nicht der Fall, ber wie der Sammler be. 1 Es stehen uns z. Zt. statt 78 nur 39 Sammler zur Verfuegunfe, d. h. genau die Haelfte der Zahl, mit der wir vor Jahren rechnen konnten. Wir haben es niemals unterlassen, auf die Eltern der in Frage kommenden Kinder einzuwirken und sie zu bitten uns ihre Kinder fuer diese schoene Sammeltaetigkeit zu schikken; aber, um ein Beispiel von vielen zu erwaehnen, haben von 11 Vaetern, deren Soehne im letzten Jahre Barmizwah wurden, ueberhaupt nur 5 auf unseren entsprechenden Brief geantwortet, die anderen haben sich noch nicht einmal die Muehe genommen, uns: wenigstens mitzuteilen, dass ihre Kinder aus diesem oder . jenem Grunde sich nicht bej teiligen koennen. Wir haben , noch heute Studenten oder I Jugendliche beiderlei Ge-, schleehts von ueber 20 Jah-' ren, die mit -ganzer Freude re. gelmaessig einmal monatlich 2 Stunden fuer diese Taetigkeit opfern. Aber wir koennen j nicht verstehen, wenn ein Va-! ter seine Tochter von der aktiven Mitarbeit abgemeldet ‘ hat, weil sie eine Stellung an-1 getreten habe und sich nun-' mehr am Sonntag ausruhen muesse. Die Sonntags-Erho-1 lung wird nicht darunter lei-; den dass ein junger Mensch '. einmal monatlich zwei Stun-1 den einer solchen Sache zur j Verfuegung stellt. ' ¡ Gewiss koennen auch juen-! gere Menschen einer re-; gelmaessigen ehrenamtlichen! Taetigkeit m u e d e werden, j Dann aber sollten sowohl Eltern wie die Jugend-Organisationen ihnen klar machen, dass es ideelle Aufgaben gibt, deren man nicht muede werden darf, solange diese Aufgaben nicht erfuellt sind. Darum richte ich zunaechst an Sie, meine Herren Repraesentanten, und durch Sie an alle Mitglieder unserer Gemeinde den innigen Apell, Ihre Kinder ueber die Bedeutung des “Hilfswerks fuer Judennot in der Welt” auf^uklaeren und sie zur Mitarbeit hieran anzuhalten. Ein juedisches Kind kann nicht frueh genug mit dem besonderen Schicksal unseres Volkes vertraut gemacht werden, und unsere Eltern sollten mit Freude die Gelegenheit dieser Sammlungen als Beitrag zur juedischen Erziehung ihrer Kinder aufgreifen. . Wir unsererseits werden in Zukunft in jeder Nummer unseres “Boletín Informativo” die Namen derjenigen Sammler verceffentliehen, die an der vorigen Sammlung teilgenommen haben. Ausserdem werden wir —einem erfolgreichen Beispiel aus frueheren Jahren folgend— am Schluss des Jahres Buch-Praemien verteilen m Á i4h4 afeftt J/t/talt l Ein wahres Purim-Maerchen. 9 Es rausch im deutschen Blaettervvald. 10 Ein sensationeller Fund. 11 Blum und Laski, zum 1. Todestage. 13 Juden als Figuren in komischen Opern. 13 Israel und die Weltjudenheit. 15 sowohl fuer die, die am regelmaessigsten gesammelt wie fuer diejenigen, die dem Hilfswerk die groessten Betraege zugefuehrt haben. Meine Herren, seien Sie versichert, dass ich Ihre Zeit nicht unnoetig in Anspruch genommen haette, wenn unser Direktorium, in dessen Namen ich spreche, nicht wirklich davon ueberzeugt waere, dass unser Hilfswerk bei verstaendnisvoller Beurteilung und einem bescheidenen Opferwillen noch auf weitere Jahre sehr viel Gutes leisten, sehr viel helfen und sehr viel Freude schaffen kann, dass es aber z. Zt. in einer Krise ist, die unserer unwuerdig und die zu beseitigen ist, wenn die wenigen hierzu erforderlichen Kraefte seitens der Spender sowie seitens der Sammler sich vereinigen. Sö I viel mir bekannt ist, ist unser “Hilfswerk fuer die Judennot j in der Welt” eine einzigartige 'Institution in der ganzen jue. j dischen Welt. i Sorgen wir dafuer, dass es | einen neue n Aufschwung | nimmt und nach wie vor ein Ruhmesblatt in der Geschichte unserer Gemeinde darstellt. L

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