Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIII (1951)
- Issue
- 2 (Febrero, 1951)
- Date
- 1951-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLE r *■ - C /V v-* ISRAEL ALS VORBILD AUFSCHLUSSREICHE ZIFFERN IN DER CHILENISCHEN DEPUTIERTENKAMMER Es lohnt sich bisweilen, in den Berichten ueber die Sitzungen des chilenischen Parlaments nicht nur die grossen politischen und wirsehaftlichen Debatten, sondern auch die Eroerterungen der Probleme harmloseren Charakters mit Aufmerksamkeit zu verfolgen. Man findet dort mitunter interessante, erbauliche und ergoetzliche Dinge. Vor uns liegt der offizielle Sitzungsbericht der “CAMARA DE DIPUTADOS” vom 27. Dezember 1950, in dem sich die gewaehlten Vertreter des chilenischen Volkes u.a. mit den Massnahmen zur Foerderung des Turismus und dem hierdurch ertraeumten Devisenzustrom —sprich Dollarsegen— beschaeftigten. Die neue Note der Angelegenheit war, dass eine Gruppe von Abgeordneten beantragte, von den zur Foerderung des Turismus bestimmten Steuerertraegen 20% zur Pflege der Fischzucht und zur Hebung des Angelsports zu verwenden. Der Deputierte González Madariaga begruendete den Antrag. Folgen wir (auszugweise) dem amtlichen Sitzungsbericht: “El señor GONZALEZ MA¬ DARIAGA.— La pesca deportiva es una de las cosas que atraen realmente al turista. Pero para lograr esto, ¿qué es necesario, señor Presidente? Es necesario repoblar los ríos, repoblar los lagos, sembrando alevines por todas partes. No tengo a la mano el Boletín de las Naciones Unidas que se refiere a lo que se ha estado haciendo en esta materia en el Estado de Israel, que es un Estado recién organizado. Ojalá el señor Presidente de la Honorable Cámara, que ha visitado no hace mucho esa nación nos diera una conferencia sobre la organización de ese nuevo país. El señor TAPIA (Presidente) —Con mucho gusto. El señor GONZALEZ MA¬ DARIAGA.— Veo que Su Se¬ ñoría se alisa el bigote con mucha complacencia y satisfacción cuando lo nombro... —HABLAN VARIOS SRES. DIPUTADOS A LA VEZ. El señor GONZALEZ MA¬ DARIAGA.— Pero tengo aquí un apunte sobre el particular, que revela que el Estado de Israel se ha formado recogiendo la experiencia mundial en estas materias. Según datos publicados en el Boletín de Pesca por la Organización para la Alimentación y la Agricultura, de las Naciones Unidas, la producción de carpas en el Estado de Israel llegó, en el año 1939, a 0,8 toneladas .métricas; en el año 1946, a 1.300_ toneladas métricas, y en el año 1948, a 2.400 toneladas métricas. Esto es lo que ha hecho un país, señor Presidente, que piensa que el mar, los ríos y los lagos constituyen fuentes alimenticias y a la vez de pasatiempo para los hombres”. Soweit der Sitzungsbericht. Wir sind in der Lage, den wohlwollenden Ausfuehrungen desj Redners hinzuzufuegen, dass die von ihm geschilderte Aufwaertsentwicklung in den Jahren 1949 und 1950 weitere erhebliche Fortschritte gemacht hat. Es wurde eine ansehnli-j che Zahl neuer Karpfenteiche geschaffen, eine Massnahme, die zahlreichen Familien Arbeit und Brot gegeben und zugleich fuer die Ernaehrungsverhaeltnisse Israels einen hoechst bedeutungsvollen Beitrag geleistet hat. C. S.-r. Das juedische Lehen in Uruguay Die ersten Juden kamen vor noch nicht 50 Jahren ins Land, und zwar aus Argentinien. Im Jahre 1913 zaehlte man erst 15 hier ansaessige juedische Familien, die sich bis 1920 auf 40 Familien vermehrten. Die eigentliche Einwanderung begann 1924125, als USA den osteuropaeischen Juden seine Tore verschloss. In diese Zeit faellt auch die Gruendung der beiden aeltesten juedischen Banken, und in das Jahr 1927 die Gruendung eines juedisch-polnischen Verbandes, nachdem die 1916 geschaffene Chewra in eine Art Kultusgemeinde umgewandelt wirden war. Nach der Masseneinwanderung infolge der nazistischen Judengreuel nahm Ende der dreissiger Jahre die Organisation der Juden in Uruguay immer festene Form und straffere Gliederungan, Heute steht ueber den 4 juedischen Gemeinden — der polnischen, sefardischen, deutschsprachigen und ungarischen — das von dem sefardischen Juden Elias Seroussi ausgezeichnet geleitete Comité Central Israelita del Uruguay, das der Regierung gegenueber und ueberhaupt in allen kollektiven Fragen die repraesentative und entscheidende Instanz darstellt. Daneben bestehen, wie in allen Zentren, die grossen juedischen Organisationen; Keren Kayemeth,>lKei'en*Si#i8i8*- sod, Juedischer Weltkongress, Joint, Afilantis, Hias (Hicem), ORT mit einer bereits an 500 Schueler zaehlenden Technikschule, die Vereinigungen der Freunde der Hebräischen Universitaet und des Weizmann Institutes und schliesslich die lange Reihe der sonstigen Institutionen: in religioeser Hinsicht sowohl Agudas Jisroel und Misrachi wie die Vereinigung fuer Liberales Judentum innerhalb der Nueva Congregación Israelita, der Zionistische Oberrat, die Federación Sionista, die Federación Juvenil Sionista, die Unión Sionista, die WIZO, Haschomer Hazair, die Sportvereine Macabí - Hacoaj und, ITUS und die mit der WIZO eng zusammenarbeitenden, sozial und humanitaer erfolgreich wirkenden Organisationen; Israelitischer Frauenbund (LIM), Israelit. Frauenverein, Club Social “Amistad”. Wenn man ferner Achim Rachmonim, das von der Afilantis und einem grossen Mitgliederkreis unterhaltene Kinderheim und das von der gesamten Kollektivitaet gefoerderte Alters - und Waisenheim als segensreiche Institutionen anfuehrt, ist das Bild des juedischen Lebens in Uruguay einigermassen veranschaulicht. Es fehlt nur die Hervorhebung des starken Anteils der Juden and Handel und Wandel im Lande.