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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1950-08-01 · 8 (Agosto, 1950) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XII (1950)
Issue
8 (Agosto, 1950)
Date
1950-08-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 18 $ •>*# de ótza* i UNION SIONISTA Am Sonntag, den 16. August, fand die von der Leitung der Unión Sionista elnberufene Tagung (Klnus) statt, bei der die grundlegenden Fragen, die heute eine zionistische Ortsgruppe beschaeftl-' gen, behandelt wurden. Das Wagnis, die Mitglieder aus ihren vielfaeltigen Privatinteressen gleichsam gewaltsam fuer einen ganzen Tag, ohne Unterbrechung, herauszurelssen, wurde mehr als belohnt. Selbst ln den kuehnsten Traeumen konnten die Veranstalter nicht eine solche Beteiligung, Interesse und Ernsthaftigkeit der Arbeit erhoffen. Mehr als 40 Chawerim machten durch ihre Anwesenheit die Abwicklung von drei Vortraegen, die Durchfuehrung der dazugehoerlgen Debatten und schliesslich und endlich, den beispiellosen Erfolg moeglich, den diese Tagung fuer das Innere Leben der Organisation ebenso wie fuer Ihr Wirken nach aussen hin zu haben berufen Ist. Unter dem Vorsitz des Praesldenten der U.S., Chawer Enrique Nussbaum ergriff an erster Stelle Norbert Meyer das Wort zum Thema: "Die Zionistische Organisation nach der Gruendung des Juidenstaates”. Ben Kopfstein gab einen Ueberbllck ueber die "Lage ln Israel’’ und Rabbiner Egon Loewenstein stelle in einer kritischen Betrachtung ueber “Die Situation der Unión Sionista” den augenblicklichen Stand der Arbeit sowie die zukünftigen Aufgaben der Institution dar. Eine kleine Abschledsíeler fuer die neue Alijah-Gruppe des Haschomer Hazalr wurde in den Ablauf des Programms eingeschaltet. Sowohl aus den Ausfuehrungen der Vortragenden wie aus den Debatten war die Einsicht und der Entschluss zu entnehmen, dass die konkreten Aufgaben des zionistisch-organisierten Sektors der Gemeinde keineswegs abgeschlossen, sondern vielmehr mannigfaltiger denn je sind. Die Union Sionista wird zweifellos dank der Klaerung, zu der Ihre Chawerim bei diesem Kinus gelangt sind, und dank der Zuversicht, welche die dort vorherrschende Stimmung geschaffen hat wieder neuerdings eine aktive Rolle Im Leb»n der Gemeinde und der Federación Sionista einnehmen. W I zo PROGRAMM FÜER MONAT SEPTEMBER Centro “Henriette Szold” 7. Sept. Frau Ursel Schwarz: “4 Raqueles” Frau Ilse Lewin: “Musik und Ihre Auswirkungen” . 28. Sept. Herr Sachs: “Ueber die Willensfreiheit” (nach Spinoza) Abendgruppe “Golda Meiersohn” Die wegen der Feiertage notwendigen Programm-Aenderungen werden noch bekannt gegeben. Jugendgruppe “Vera Weizmann” 6. Sept. Frau Irene Waldmann: “Buchbesprechung” 27. Sept. Frau Margot Gelerstein: ' “Aschkenasische und Sephardische Juden”. Dienstag-Gruppe 19. August: Frau Dully Kleiner: “Keren Kayemeth und Keren Hayessod”. 8. Sept Frau Minna Pincus “Zionismus vot Herzl” 26. Sept. Freu TV=e Bab: “Autoemanzipation”, Bimsker. C I S R O C O Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzahlungen, Arzt, —Arznei— und Krankenhauskosten, Schul- und Beruf,sausbildungsbeihilfen sowie fuer die Unterha’tung unseres Altersheimes, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 216.467,71 Feine Lederwaren Kunst & Dekorations- Gegenstaende Paris-Santiago-Buenos Aires Wir zeigen wieder unsere Neugkeiien in originellen Bolsias fuer Fes reaciones S S Y Einzige Adresse unserer Fabrik u. Ausstellung: Alameda 402-4 u. Lira 1-3 u. 5 LIGA DE DAMAS Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Kinderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen und Maedohen, aiusscthliesslioh der laufenden Buerounkosten $ 48.581,74 H. I. A. S. “El Comité de Protección a los Inmigrantes Israelitas, Pedregal 230, (afiliado a la HIAS) comunica que atiende en su oficina todos los días de lunes a viernes desde las 8 30 horas de la mañana hasta las 4.30 horas de la tarde sin interrupción. Salvo casos urgentes la recepción del público es hasta las 12 de la mañana solamente”. Wiedergutmachung in der Ameñkanis chen Zone Deutschlands Die HIAS, Santiago, teilt mit: Unter Bezugnahme auf unwe Veroeffentllchung lm "Boletín Informativo” per Maerz ac. weisen wir darauf hin, dass Viele Ihre Entschaedigungsanspirueche (Haitentschaedigung. Judenvermoegentabeabe. Reichsfluchtsteuer usw.) rechtzeitig jedoch in abgekuerzter Form bis zum 30. Juni ae. angemeldet haben Diese Anmeldung sichert nur dann den Anspruch, wenn sie auf dem amtlichen Formular ln 1e 3 Exemplaren bis zum 30. Sentemb»r 1950 mit den erforderlichen Unterlagen bei den entsprechenden amtlichen Stellen in Deutschland eingegangen ist. Wir erinnern daher die Interessenten dringendst an die sofortige Beschaffung der Unterlagen und an die rechtzeitige Absendung der Formulare. Die schnellmoeglichste Absendung dieser Formulare empfiehlt sich auch aus dem Grunde, weil sie jetzt noch auf dem billigeren Wege per eingeschriebene Schiffspost erledigt werden kann unter Einsparung der hohen Luftporti. Wer die notwendigen Belege nicht rechtzeitig beschaffen kann, soll in jedem Falle die Formularanmeldungen so absenden, dass sie am 30 Seotember ac. den zustaendigen Stellen bereits vorliegen, — die Ansprueche sind alsdann formgerecht und rechtzeitig angemeldet und die feilenden Unterlagen duerften dann nachgereicht werden. In der Oflcina der HIAS Pedregal 230, koennen noch Fragebogen fuer die Laender Bayern und Hessen .abgeholt werden, die Fragebogen fuer Wuerttemberg und Baden sind z. Zt. vergriffen und werden von uns taeglich als Neusendung erwartet. Zur Wiedergutmachung Nachdem in den 3 Westzonen Deutschlands und in Westberlin die Gesetze ueber die Rückerstattung identifizierbaren d. h. noch in natura vorhandenen Vermoegens erlassen und die von ihnen festgesetzten Anmeldefristen bereits abgelaufen sind, war bisher fuer die Geltendmachung von Geldansp”u-a"h°ri nur das fuer die amerikanische Zone geltende Gesetz v. | ] t) ¿LQ rzT, yg I7..Q gJ-J •> Q H CJ,CröT\ I endgueltige Anmeldefrist am I 9 q O I q loeuf J V7 i i die Laender der franzoesischen Zone, naemlich Rheinland-Pfalz, Baden u. Wuerttemberg-Hohenzpllern dieser Gesetzgebung gdo gt una eewaehren genau wie das Gesetz der amerikanischen Zone allen denen, die wegen ihrer Rosse. Rehmen rv-’er Welte”’- schauung in der Zeit vom 30. Januar 1933 b s 8. Mai 1945 .verfolgt worden sind, Ersatz in Geld fuer alle Schaeden, die ihnen die Nazis zugefuegt j haben. \ Es koennen also nunmehr i auch in diesen Laendern die i von den Juden erhobenen Sondersteuern (Reichsfluchtsteuer, Judenvermoegensabgabe, Zahlungen an die Devisenstelle.! zuruecKgefordert , und Evcatz tuen Vermoe°’ens- : schaeden aller Art, Verdienstausfall, Amtverlust, Verletzung von Leben, Koerper, Gesundheit, Freiheitsentziehung pp. geltend gemacht werden i unter der Voraussetzung, dass j die Geschaedigten im Zeitj punkt der Schaedigung ihren! Wohnsitz .oder gewoehnlichen Aufenthalt in diesen Landern hatten. Auch hier bedarf es einer Anmeldung, die bis Enj de Mai 1951 zu erfolgen hati I Es stehen noch die entsprechenden Gesetze fuer die britische Zone und die Westzone Berlins aus. Waehrend man aber schon weiss, dass dieses Gesetz fuer Berlin bereits dem Wiedergutmachungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung vorlie^t und dem amerikanischen "Gesetz vollstaendig angeglichen sein wird, ist ueber den Stand der Gesetzgebung in der britischen Zone Zuverlaessiges noch nicht bekannt geworden. Dr. Gerhard Fraenkel, i Eine Neue Alijah-Gruppe Mit dem “Américo Vespucci” hat eine weitere Alijah- Gruppe des Haschomer Ha. zair, 6 Mann stark, Valparaiso am 9. August verlassen. Ihr Ziel ist Ramoth Menasche, der erste Lateinamerikanische (Chilenisch - Uruguayische ) Kibbuz in Israel. Die Gruppe, die fast den gesamten Rest der zweiten Generation der Kidma darstellt, steht sowohl im Hinblick auf ihre berufliche Vorbildung —ein Ingenieur, ein Chemiker und ein Architekt—, wie auch in Bezug auf die sprachliche Vorbereitung und Kenntnis des Landes auf einer ganz aussergewoehnlich hohen Stufe. Ihre Ankunft wird eine wertvolle Verstaerkung der bereits ansaessigen Chaluzim bedeuten. T E M U C O Bei seinem letzten Besuch, in Ternuco im Sommer, anlaesßltoh der Durdhfudhrung der Campaña Unificada, regte Herr Raibbiner Dr. Loewenstein an, die in Ternuco lebenden deutschsprechenden Juden sollten sich von Zeit zu Zeit im Centro Israelita treffen, um auf diese Weise einen staerkereu Zusammenhalt zu pflegen und etwas kulturelle Anregung zu erhalten durch Vortraege, Gedankenaustausch etc. Es wurden daraufhin monatliche Zusammenkuenfte organisiert,. bei denen jeweils einer del Teilnehmer einen Vortrag zu halten hat, und die trotz anfaengliohem Pessimismus zu einem durchschlagenden Erfolg gefuehrt haben. Es fehlt an diesen Abenden praktisch niemand, und es kommen sogar Menschen, die bisher jedem Juedlsohen Leben fern gestanden haben, hauptsaechlich deshalb weil ja ln Ternuco, als einziger Stadt Chiles, die weitaus groesste Mehrheit der juedlschen Gemeinde aus Sefarden besteht. Es werden die verschiedensten interessanten Vortraege gehalten, so sprach Herr Bernhard H rschel ■ueber “Goethe und die Juden”, Herr Artur Loewe ueber die geschichtlichen Hintergruende des Auszuges aus Aegypten, Herr Gerhard Simon ueber die “Geschichte der Juden ln Chile”, Herr Guenther Spandau ueber "Geschichte der Tanzmusik” mit Platten-Beispielen, Herr Enrique Abraham las aus einem Buch von Shcüem Alechem. ES ist zu erwarten, dass diese monatlichen Zusammenkuenfte auch weiterhin den gleichen oder noch staerkeran Erfolg haben werden, wozu jeder der Beteiligten bereit ist, nach Kraeften beizutragen. G. S. Unsere Fest-Ausgabe Die naechste Nummer unseres “Boletín Informativo”, die in der ersten Woche des Monats September erscheinen soll, wird der Einweihung des Gemeindehauses und der Syi-.q<ro,ee sowie den Hohen Feiertagen gewidmet sein. Aus diesem Grunde wird das Blatt eine weit staerkere Seitenzahl haben und reichhaltiges Material bringen. Der gleiche Umstand hat auch die Redaktion gezwungen, den Umfang der vorliegenden Nummer auf ein Minimum herabzusetzen, wofuer wir um das Verstaendnls unserer Leser bitten. Um das Verstaendnis Aller, in erster Linie der Mitarbeiter und Inserenten bitten wir auch, um den Redaktions¬ und Anzeigen annahmen. Schluss auf Mittwoch, den 16. August festzulegen, da nur so das puenktliche Erscheinen der Sondernummer gewaehrleistet werden kann. Sitzung des Repraesentanten-Kollegiums Die naechste Sitzung des iRepraesentanten - Kollegiums, die —wie immer— oeffentlich ist, findet am Dienstag, den 22. August 1950, abends 7.30 Uhr, im Gemeindehaus, Av. Portugal 810 statt. TAGESORDNUNG: 1) Bericht des Direktoriums. 2) Bericht der Kommissionen. 3) Bau. 4) Hohe Feiertage. 5) Einweihung des Gemeindehauses. 6) Verschiedenes. S HAUSSAMMLUNG! | 20. AUGUST § Ï_I

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