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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1950-08-01 · 8 (Agosto, 1950) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XII (1950)
Issue
8 (Agosto, 1950)
Date
1950-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 3 /i r HERZL, - bialik - FEIER I UNSER ERBGUT* DIE TORAH! Am 6. Juli veranstalteten Gemeinde und Unión Sionista im Gemeindehaus eine Herzl-Bialik-Feier, in deren Mittelpunkt Vortraege von Frau Lotte Hirschberg und Herrn Mathias Schapiro standen. Frau Hirschberg sprach ueber “Herzl und Weizmann”. Mit feinen Strichen zeichnete sie die Persoenlichkeit dieser beiden grossen Maenner und ihre Verdienste um das Werden unseres jungen Staates. Ausserordentlich aufschlussreich und interessant waren insbesondere die in klarer Form entwickelten Unterschiede in den Auffassungen Herzls und Weizmanns —hauptsaechlich aus Verschiedenartigkeit der Umgebungen erwachsen— ueber Idee und Ziele des Zionismus. Der Vortrag von Herrn Mathias Schapiro hatte “Bialik und das Sprachenproblem'’ zum Gegenstand. Geistvoll, von reicher Sachkenntnis getragen und mit erstaunlichem Einfuehlungsvermoegen liess er Wesen und Wirken des Dichters und die inneren Beweggründe, die ihn zum Neuerwecker der hebraeischen Sprache werden liessen, vor uns erstehen. Die Feier erfuhr dadurch noch eine besondere Ausgestaltung, dass sie zum Anlass genommen wurde, um unseren langjaehrigen Freund und Mitarbeiter, Herrn Heinemann Schloss, anlaesslich seiner Alijah zu verabschieden. Der Praesident der Gemeinde, Herr José Hirschberg, richtete an Herrn Schloss warme Worte des Abschieds. Dabei hob er hervor, dass Herr Schloss sich ob seiner wahrhaften Froemmigkeit und unwandelbaren Treue zu den erhabenen Traditionen unserer Religion, aber auch ob seiner Bescheidenheit und seines liebenswuerdigen, toleranten Wesens allgemeiner Verehrung und Anerkennung erfreut habe. Bewegten Herzens dankte Herr Schloss, indem er seiner engen Verbundenheit mit unserer Gemeinde und seiner Freude darueber, dass die Gemeinde jetzt ein schoenes eigenes Heim und er selbst in der entscheidenden Generalversammlung zu seiner Errichtung geraten habe, beredten Ausdruck gab. Musikalische Darbietungen des Orchesters der Federación Sionista umrahmten die von Herrn Rabbiner Loewenstein geleitete Feier, die in allen Teilen als wohlgelungen bezeichnet werden kann und bei den Teilnehmern uneingeschraenkten Beifall fand. M. Grb. VORTRAG ABRAHAM DRAPKÏN Vor einem aussergewoehn- 1 i c h zahlreichen Publikum sprach am Dienstag, den 4. Juli der Direktor des Lateinamerikanischen Dezernats des Israelischen Aussenministeriums, Abraham Drapkin, im Rahmen einer von der Gemeinde und “Unión Sionista” eigens eiinberufenen Veranstaltung. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden der “Unión Sionista”, Herrn Enrique Nussbaum. ergriff der Gastredner das Wort. In einer sachlichen Darstellung, die durch ihre Nuechtemheit ergreife oder wirkte als es jede blumenreiche Rede vermocht haette, stellte er die grossen Schwierigkeiten dar, die Israel auf allen Gebieten des staatlichen Lebens zu meistern hat. Besonders eingehend behandelte er die finanziellen und wirtschaftlichen Probleme, vor allem in ihrem ursaechlichen Zusammenhang mit der grossen Einwanderungswelle, die seit der Staatsgruendung an die Kuesten des Landes ge. I*mert. Die Aufloesung der Durchgangslager und die Einordnung der Olim in> das Wirtschaftsleben ist, wie der Redner ausfuehrte. Verantwortung der Juden in der Galuth;' “die Lager sind nicht Israel, sondern das Sniegelbiid der Judenheit der Welt in Israel”. In abschliessenden Worten dankte Herr Dr. Hirschberg dem Redner des Abends. Im gewoehnlichen Leben sind wir Menschen, wenn es sich um eine Erbschaft handelt, sehr aktiv. Unsere Bemuehungen sind erschoepfend, um in den Besitz des Erbgutes zu kommen. Anders verhaelt es sich leider mit unserem geistigen Erbe, der “Torah”, von der es im 5. Buche Mose Kap. 33.4 heisst: “Die Torah, die uns Mose geboten, sie ist das Erbgut der ganzen Gemeinde Jakobs.” Bei diesem Erbe ist leider eine fast voellige Passivitaet festzustellen. Es ist dies ganz besonders bedauerlich in unserer Zeit, in der Zeit der Erneuerung des Judentums, in der Zeit, in der wir das grosse Vtcihori. sehen Staat mit aufbauen zu helfen, fuer dessen Entwicklung und Bestand die Aushebung der Torahoflichten von fundamentaler Bedeutung ist. Wir alle wissen, wie die Pflege der Torah vernachlaessigt worden ist, weil die allgemein angestrebte Geistesbildung alles andere, nur keine juedische gewesen und dadurch das geistige Band der Torah zerrissen worden ist. Unsere Generation sollte endlich die richtigen Konsequenzen aus den grossen Geschehnissen ziehen, die bisher leider nur auf politischem Gebiete liegen. Der Pronhet Maleachi sagt: -> Zerklueftung dauert nicht ewig! Der Geist des wie. derkommenden Elias ist ihr Arzt —oder der Ernst der Zeiten wird sie heilen”. Ferner heisst es: “Wartet meines Wortes; denn es ist das einzige Gut, das ich Euch gegeben, verlasst meine Torah nicht! Ein Baum des Lebens ist sie denen, die an ihr festhalten”. Wenn wir die Torah, unser juedisches Gesetz, respektieren sollen, so muessen wir uns mit ihr befassen, um in ihre Tiefen einzudringen. Die Unkenntnis der Torah ist das Schlimmste. Unsere Grossen vergleichen den juedischen Menschen, der keine Kenntnisse in der Torah besitzt, mit einem Koerper ohne Seele. Die Torah ist unserem ganzen Volke —“Klall Jisrael”— gegeben worden. Nur wenn wir uns honuioViori, OrQ4st rio” Wahrheit und Weisheit aus der Torah zu. schoepfen, sind wir die geistigen Erben unserer Vaeter. Die Beschaeftigung mit der Torah kann nicht einmal die taetigste Erfuellung der Torahpflichten ersetzen; denn erst das “Torah-Lemen’ erzeugt die rechte Tat. Wenn wir in den Gottesdiensten bei der Torahvorlesung aufgerufen werden, so preisen wir Gott in zwei Segenssoruechen fuer die Auserwaehltheit als Traeger der Torah! 1 ’ DE LA COLECTIVIDAD ISRAELITA “'fleiâûnttH 'de yaJffofcrá*?- r/ CASILLA 984 - VALPARAISO MITTEILUNGEN DES VORSTANDS MITGLIEDERBEWEGUNG Neue Mitglieder: Herr José Kahn Herr Ernst Atlas Jeden Freitag abend um 19 Uhr. Jeden Samstag vormittag um 9 Uhr. Ausserdem an Jahrzeiten. Dieser Daten muessen rechtzeitig an Herrn Weglein oder Casilla 984 mitgeteilt werden. Verkuendung des Neumondes ELUL Samstag, den 12. August. Neumondstag: 1. Tag: Sonntag, den 13. August. Selichot-Tag: Sonntag, den 3. September. Gottesdienst um 18.30 Uhr. ROSCH HASCHANA UNIT JOM KIPPUR: Erew Rosch-Haschana: Montag, den 11. September abends 18.45 Uhr; mit Predigt. 1. Tag: Dienstag, den 12. September, vormittags 8.30 Uhr 10 Uhr Toravorlesung mit Predigt: Abendds 19 Uhr. 2. Tag: Mittwoch, den 13. September, vormittags 8.30 Uhr. 10 Uhr Toravorlesung. ¡ Erew Jom Kippur: Mittwoch, den 20. September, nachmittags 14 Uhr: Mincha. i Kol Nidre abends 18.15 Uhr; mit Predigt. \ Schacharis: Donnerstag, den 21 September, vormittags 9 Uhr. 12.30 Uhr: Toravorlesung mit Seelenfeier. Abends 18 Uhr: Neilah Schlussgebet). Abends 19.05 Uhr: Jom Kippur-Ausgang. Die Gottesdienste finden auch in diesem Jahre wieder im Salon der Soc. Unión Israelita, Victoria 2859, statt. Es darf dies nicht nur ein Lippenbekenntnis sein, sondern wir muessen erfuellen, d. h. wir muessen als Traeger der Torah uns bemuehen ihren Geist in uns aufzunehmen und darnach zu wirken, wir und vor allem unsere Jugend. Unser juedisches Gesetz ist lebensbejahend (“Tauroh im derech erez”); Lehre und Weltliches koennen miteinander verbunden sein. Man kan sich auch profanen Dingen, wie Sport und Spiel, widmen, Filme ansehen, aber man darf unsere heiligste juedische Pflicht, die an erster Stelle stehen muss, nicht vergessen. Moege ein ^jeder von uns nur eine Stunde in der Woche fuer das Torah-Studium reservieren, das ist eine Forderung, die jeder an sich stellen muss und die ihm auch den richtigen Lebensinhalt kundtun wird. Gerade jetzt, wo wir uns den ehrfurchtgebietenden Tagen naehern. soll der juedische Mensch Bilanz auf ideellem Gebiete ziehen und geloben zurueckzukehren zu unserer Tradition. “Kehret zu mir zurueck, und ich werde zu Euch zurueekkehren”. (Maleachi). Moese des Jahr 5711 ein glueckliches und segensreiches sein fuer unseren Staat und fuer unser Volk! Heiman Abramczyk WIZO "HENRIETTA SZOLD" Die Arbeit der Wizo “Henrietta Szold”, Valparaiso, stand im Juli ganz unter dem 'Zeichen der Campaña fuer das Kind und d1» Jugend-Alijali. Anfang des Monats versammelte man sich zu einem Tee-Nachmittag im Hause von Martha Prankenberg, und schon 1 konnte man feststellen, dass ein gewisser Oot'mis mus in Bezug auf den Verlauf der Campaña, nicht unbegruendet war. Es gingen reichliche Spenden ein, und einzelne der Wizo-Schwe- Eintrittskarten fuer den Gottesdienst der Hohen Feiertage Bei Herrn Reichmann, Condell 1385, ab 21. August erhaeltlich. Bis zum 4. September werden die von unseren Mitgliedern im Vorjahr inne-?ehabten Plaetze freigehalten.' T’ hel^” UT,d bei- Nach diesem Termin werden ^^ben. Die kleine Auffneih-ung stem ueberraschten durch besonders groíFZU“g1ge Zeichnungen. Der Frauenverein, Valparaiso, gab geschlossen eine groeseere Spende und die Mitglieder seines Vorstandes halfen der Wizo hei der Sammlung und bei der Propaganda fuer die Campaña in besonders freundp-i'flftMioher Weise. Der Tee-Nachmittag schloss mit einem Referat von Lisa Freistadt ueber das Jubuaeum der Universitaet Jerusalem, und von Ilse Wittenberg ueber die Gestalt Martin Butoers und seinen Plan der ErwaChsenen-Brziehung. Beide Vortraege zeichneten s'clh durch Lebendigkeit des Inhalts und klare, fesselnde Formulierung aus. Am Sonntag den 16. Juli war -Pi einem Cocktail mit Herren im Hause von Lilly Goetz geladen. Die Stimmung der zahlreich erwar von Anfang an eine animierte lind froehllohe. und so fehlte es nicht, dass reichliche Snenden gelo-ebcn wurden Eine Tómbola mit seneenen Geschenken, von den Mitgliedern aller Organisationen gestiftet, ein Bueffet und ein Kmh mit Lebensmitteln, cer amerikanisch ve-c+eiicart wiirri». brachten einen Gewinn, mit dem man mehr als zufrieden sein konnte. Grete Silbernteirn hatte ein launiges “Cocktail-Liedchen” erdichtet, das von allen Beteiligten fvoehltCh ml+inwimeon wurde, und Ibe Wittenberg zeigte uns ln einem reizenden Vem-Gespraecb zwischen Mann und Frau, wie eine kluge Frau ihren Mann beeinflussen wir ueber die nicht abgeholten Plaetze frei verfliegen. Die Eintrittskarten kosten fuer Mitglieder unserer Gemeinde und deren Familienangehoerige $ 60.— pro Karte. Fuer Nichtmitglieder. auch soweit es sich um Familienangehoe. rige handelt, welche im Erwerbsleben stehen und ueber 18 Jahre alt sind, betraegt der Preis $ 120,— pro Karte.! wurde in Form eines Puippen- ThParhPir*! •riar^eboten und fand großen Beifall. Mit >dip,e,ßfTn Onok+aAl wurde die Camnafia dieses Ja»*>rp<5 alv^-cMos-?en. ein. fuer diese neue, junp-.a ¿vrf r>pq J1 i _ Resultat brachte. Am 2, Aumist findet, nach 2-1aehrigem Bestehen. die Generalversammlung mit der Wahl des nmien Vemtandes der Wizo “Henrietta Szold”, Valparaiso, statt. P. A. À

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