Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 3 (Marzo, 1950)
- Date
- 1950-03-01
- Page
- Seite 17 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 17 Die Zahl der Juden in der Weit In dem Jahrbuch 1949 der Enzy. klopaedia Britannica finden sich neue Zahlen ueber die Juden in der Welt. Danach gibt es noch heute 14 Millionen Juden. Und zwar befinden sich nach diesen Angaben in der Sowjet-Union gegenwaertig 5.222.000 Juden. Fuer die USA wird die Ziffer von 5 Millionen genannt. Von diesen 5 Millionen wohnen allein in New York 2.206.328 Juden oder 46,25% aller in Nord Amerika ansaessigen Ju. den. Interessant ist uebrigens hervorzuheben, dass von den 205.000 bewilligten “displaced persons Affidavits” bisher nur 59.000 nach America gekommen sind. Davon waren genau die Haelfte Katholiken, 29% Juden und 21% Protestanten. Die Zahl der Juden in Kanada wird mit 176.000 beziffert. Auch hier sind von 1945 bis zum 31.5.1949 308.775 Personen vorwiegend aus Europa eingewandert. In dieser Zahl sind 15.047 Juden enthalten. In Sued-Afrika wohnen (auf Grund der letzten Volkszaehlung) 103.435 Juden, die genau 4,4% der Gesamtbevoelkerung bilden, 1936 gab es auf Grund der Vorzaehlung in Sued-Afrika 90.000 Juden. England hat gegenwaertig ausser Russland in Europa die meisten Juden. Von den 400.000 Juden Englands leben in London 234.000 oder 58,5% aller Juden Englands. Fuer Frankreich werden 270.000 Juden angegeben, von denen 150.000 in Paris, 10.000 in Lyon, 10.000 in Marseille, 5.000 in Bordeaux, 5.000 ln Nizza, 4.000 in Nancy, etwa 25.000 in Elsass-Lothringen und ueber 30.000 in Algier wohnen. Frankreich hat durch den Krieg ca. 120.000 Juden verloren. In Bruessel sind gegenwaertig etwa 25.000 Juden gemeldet. Antwerpen hat ca. 8.000 Juden. Nach dem Kriege sind nach Belgien etwa 7 — 8.000 Juden gekommen. In Belgien befinden sich fast staendig ca. 6 — 8.000 Juden, die nur einen Zwischenaufenthalt in Belgien nehmen, um von dort meistens nach Jisrael weiterzureisen. Arbeitsbewilligungen in Belgien erhalten nur diejenigen Juden, die schon vor dem Kriege in Belgien ansaessig waren. Saemtliche auslaendischen Juden bekommen Aufenthaltserlaubnis, die fuer zwei Jahre gueltig ist. i r Ein Alter von fast 2000 Jahren wird fuer die Schriftrollen aus spaetbiblischer Zeit angenommen, auf die sich das Augenmerk der gesamten gelehrten Welt richtet, seit ein Zufall Ende November 1947 zu ihrer Entdeckung in einer Hoehle bei Jericho fuehrte (Siehe “Boletín Informativo”, 11. Jahrgang, Nummer 10). Unter den Rollen, die auf tierischem Leder —auf Hirschhaut— geschrieben worden waren, befindet sich, in weitgehend entzifferbarem Zustand, ein Preisge. sang von besonderer Schoenheit, “Der Hymnus ueber den Kampf der Soehne des Lichts mit den Soehnen der Finsternis”. Prof. Elieser Sukenikvon der Jerusalemer Hebraeischen Universitaet, der einen Teil der Funde bearbeitete, veroeffentlichte Teile dieses Hymnus im Verlag der Bialik-Stiftung in einem reichillustrierten Buch, “Megilloth G’nusoth”. dioth Chadaschoth”, Tel Aviv, die nebenstehende Versfolge im hebifteischen Original und eine von anderer Seite in deutscher Versform nachgedichtete Uebertragung, in der der Versuch gemacht wird, den sprachlichen und rhythmischen Eigenarten des Urtextes so weitgehend wie moeglich gerecht zu werden. Ermanne Dich, Du Held, Und Deiner werden, Preiswürdiger, die Feinde Und reich wird, Kaempfer, Deine Beute sein. So strecke Deine Hand nach ihnen aus, die fluechten, In ihre Walstatt stöbe Du Dein Banner! So schlage sie, die Voelker Deiner Draenger, Und tauche tief das Schwert ins Fleisch der (Schuldigen. Mit Ruhm erfuelle Du Dein Land Und Segen bringe seinen Kammern Und Sehaetze trage Du in Deines Land’s Palaeste, Silber und Gold und seltener Gesteine Menge! Zion jubelt Dir Und es frohlockt Jerusalem Dir zu, Samt allen Staedten in Jehuda! Haltet Eure Tore offen denn, Ihr Staedte! Glanz und Reichtum gehen in Euch ein, Wenn erst die Koenige, die diese Welt beherrschen, Wenn Eure Zwingherrn sich zu Boden werfen, Den Sand und Staub zu lecken Eurer Fuesse! Weithin dann schallt der Toechter meines Volkes Frohruf, der üi festlichen Geschmeiden glitzernden ■nzn nmp Ton ty'N nvat? na» b'n nt?iy ro^t? rwvis tpijja nnv jn vnozi by n^j-n rD’nx □,vtJ pno noB\x, 12)3 SsNin romm ti:d rcms íóo rwo ranSnn ro'mp^ro rupo pan na'mVa'na psn ann rp ,mND 'not? ,p's D'fwn’' ,mr: psim min' Via n^>:m van -pyt? Tins üwj N'anV ■pmtyi a.Tiúai ■ypo ‘na -j1? nnnt?m lanV' ■pSn nsyi '»y mía run i?ipa rums .vaa ny ruvy Auf Grund der letzten Volkszaehlung wohnen in Holland jetzt 14.369 Juden. Im Jahre 1930 gab es in Holland 112.000 Juden. Das hollaendische Judentum hat sich demnach um 87,2% vermindert. «Si??;- •xm&i MSB# In ganz Spanien gibt es heute etwa 2.000 bis 2.500 Juden. Interessant ist, dass aus Spanien eine erhebliche Zahl von neuen Marannen gemeldet wird. Es kommt vor, dass vermoegende Juden, die offiziell der katholischen Kirche angehoeren, erhebliche Spenden fuer juedische Zwecke geben. In Madrid und Barcelona gibt es juedische Gemeinden. Traueranzeigen koennen Juden nicht erscheinen lassen, da laut staatlichem Gesetz jedes Todesinserat mit einem Kreuz versehen sein muss. Die juedische Bevoelkerung in Argentinien wird mit 380.000 Personen angegeben. Davon leben in Buenos Aires etwa 250.000 oder 8,3% der Gesamtbevoelkerung dieser Stadt. Die ersten Arbeiten an diesem grosiORDAN VAILEY AUTHQRITY sen Irrigationsplan werden in der naechsten regenlosen Saison beginnen; man wird alsdann ein Netzwerk von Kanaelen und Rohrleitungen anlegen, zunaechst fuer Teilgebiete, die dann spaeter zu einem Gesamtwerk vereinigt werden sollen. Noch hat die Regierung keinen festen Betrag fuer diese Arbeiten ausgesetzt, doch werden die Gelder aus den IL 55 Milionen genommen werden, die die Knesset fuer Entwicklungsarbeiten bewilligt hat. Der Jarkon-Fluss ist eine der Wasserquellen, die fuer den Hayes- Plan (Hayes ist der Mitarbeiter von Lowdermilk, den dieser zur Ausarbeitung dieses Planes hierher schickte) dienen wird. Die Plaene fuer 1950 sehen vor, dass zwei Wasserleitungen vom Jarkon gebaut werden sollen: eine nach dem Negew zur Irrigation von 160.000 Dunam, eine zweite fuer die Bewaesserung von 20.000 Dunam im Jerusalemer Korridor und zur Verbesserung der jetzigen Wasserleitung nach Jerusalem. Weiter ist die Drainage des Huleh-Tales in den Jordan hinein in Aussicht genommen — die Haelfte des Huleh-Gebietes — ca. 35.000 Acres — ist heute Sumpfland. Ferner wird man Quellwasser im Beisantal fuer die Bewaesserung von 25.000 Acres mit Hilfe eines Kanalsystems ausnutzen; diese Gewaesser fHessen in den Jordan. Und schliesslich wird man Wasser aus Brunnen und Quellen an der syrischen und libanesischen Grenze in gebirgiges Gelaende hinaufpumpen, um damit Obstpflanzungen zu bewaessern. Das Endziel ist, zwischen vier und acht Millionen Dunam unter Bewaesserung zu bringen; die Ansichten ueber die erreichbare Zahl von Dunam sind verschieden. Der Hayes-Plan sieht ferner die Sammlung von Wasser aus Fluessen und Quellen in einen ausgetrockneten See, westlich des Kinnereth-Sees, vor. Hier wird das Hauptreservoir sein. Durch Tunnels und Kanaele wird Wasser west— und suedwaerts geleitet werden, das Kanalsystem wird ausserdem die Gewaesser des Jarkon auf dem Wege zum Negew aufnehmen. Gruen sind die Fluren von Galilaea