Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 10 (Octubre, 1949)
- Date
- 1949-10-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 7 Eine interessante und historische Resolution Im Folgenden veroeffentlichen wir die Resolution der Weltkonferenz fuer Liberales Judentum, die kuerzlich in London stattgefunden hat. Diese Resolutionen wurden einstimmig angenommen. “Die “Weltunion fuer Liberales Judentum”, im Kongress vereinigt, bringt ausdruecklich ihre bruederliche Verbindung mit den Juden in aller Welt zum Ausdruck. Wir anerkennen die Errichtung des Staates Israel als ■ein Ereignis von hoechster Wichtigkeit und Bedeutung fuer die Zukunft der Juden und des Judentums. Diese Konferenz bringt ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass der neue Staat Israel, gegruendet und aufgebaut durch unsere juedischen Brueder, seine Zukunft auf jenen ewigen Werten aufbauen wird, die als fundamentale Prinzipien des Judentums anerkannt sind. Wir schaetzen die Bemuehungen unserer Brueder, welche das alte Land aufbauen, und gedenken derer, die in der Verteidigung des Bodens ihr Le. ben lassen mussten. Es ist unsere Ueberzeugung, dass ohne Religion Israels Leben nicht vollkommen ist, und wir sind sicher, dass der Boden von Israel so fruchtbar sein wird, wie er es immer gewesen ist, sodass auf ihm juedischer -Glaube wachse und sich entwickele. Wir anerkennen die Existenz verschiedener Formen des Judentums als gerechtfertigt und fordern, dass der Staat Israel dem liberalen Judentum dieselben Rechte und Privilegien zuerkenne, wie sie anderen Formen des Judentums zuerkannt worden sind. Wir appellieren an unsere Mitglieder in der ganzen Welt, dass sie der Weltunion fuer Liberales Judentum helfen, liberales Judentum im Staate Israel zu pflegen und dass sie grosszuegig die Aufstellung und Aufrechterhaltung von Schulen und liberalen Gemeinden im Lande Israel unterstuetzen. (Ueberstezt aus dem Portugiesischen, aus der Monatsschrift der Associacao Religiosa Israelita, Rio de Janeiro). Ohne heute zu den fundamentalen Unterschieden und Differenzen zwischen Orthodoxie und Liberalismus Stellung nehmen zu wollen, begruessen wir aus ganzem Herzen diese Resolution. Auch dem, der sich aus vielfachen Gruenden nicht mit dem liberalen Judentum identifizieren konnte, wird diese Resolution ein bedeutsames Ereignis in der Geschichte des modernen Judentums bedeuten. Wer die Geschichte des liberalen Judentums in den letzten hundert Jahren verfolgt hat, weiss, wie stark die Kraefte in dieser Bewegung gewesen sir-d, die sich gegen die nationale Erneuerung des juedischen Volkes ausgewirkt haben. Neben dem ohne Zweifel echt religioesen Motiv, das in vielen der Bannertraeger des liberalen Judentums zum Ausdruck kam, waren es haeufig auch opportunistische Motive, die diese Bewegung weitertrieben und daran hinderten, sich mit dem Zionismus zu verbinden. Die Tragoedie der letzten 10 Jahre hat auch diese Argumente fortgeschwemmt. Geblieben ist dei Glaube an die Entwicklungsmoeglichkeit religioesen Lebens in Ausdrucksformen, 'die dem modernen religioesen Gefuehl entsprechen. Damit hat das religiöse liberale Judentum den Weg gefunden, der ihm historisch gesehen zu. kommt. Schoepferisches rehgioeses Leben kann sich nur formen und .gestalten in der Mitte des juedischen Volkes. Dort, wo emanzipatorische und opportunistische Motive mitwirken, muss der Entwicklungstrieb in fremde Bahnen geleitet werden, — wie dies im 19. Jahrhundert nur allzuoft geschehen ist. InErez Israel muss das liberale Judentum durch sein Wirken an historischer Staette den Zusammenhang mit den Quellen juedischer Geschichte und j uedischem Traditionsgut festigen. Vor allem wird cs — mit dem Problem der Autor! taet (so wie es in den Jahren 1936.38 auch in den Konferenzen des liberalen Judentums lebendig war) erneut ringen muessen. Trotz aller Anerkennung der Bedeutung individueller religioeser Bedürfnisse muss echtes Judentum auf der Autoritaet derer aufgebaut sein, die dieses Judentum leben und verstehen. Diese Resolutionen haben historische Bedeutung, weil sie einen gichtigen Faktor unseres juedischen Volkes mit unserem Aufbauwerk in Israel verbinden. Das muss auch der anerkennen, der nicht in allem ein ueberzeugter Anhaenger liberales Prinzipien ist. Zwei Jahrtausende musste das juedische Volk innerhalb des Zaunes leben, der um die Tora gelegt worden ist, weil dieser Zaun auch die Einheit des juedischen Volkes in aller Welt sicherte. Jetzt, nachdem wir in Israel unseren Mittelpunkt wiedergefunden, treten wir fuer eine .energische Behandlung der religionsgesetzlichen Probleme im . Sinne unserer Zeit ein, zumal auch nur so die Kluft zwischen dem, religioesen Judentums und jenen, die heute abseits Stehen, ueberbrueckt werden kann. Aber diese Entwicklung des religioesen Judentums muss zur Voraussetzung die Loesung des Problems der Autoritaet im Judentum haben. Damit wird sich hoffentlich auch eineAnna'eherung zwischen dem gesetzestreueri Judentum und dem religioesen Liberalismus vollziehen, die nur im Interesse des gesamten Judentums liegen kann. Auch die Orthodoxie sollte die religioese Kraft anerkennen, die im Liberalismus ruht und die das Abgleiten ihre:- Bekenner in den ideologischen Materialismus verhindert. Wir sind ueberzeugt, dass die Realitaet Israels die beiden Stroemungen einander naeherfuehren wird, und sie zur Anerkennung ihrer berechtigten Interessen fuehrt. Unser Staat kann nur aulgebaut "werden auf der Grundlage unserer jahr tausende alten Geschichte: auf' seiner Tora.'Aber wir muessen verstehen, dass sie im Einklang mit unserer Gegenwart gebracht werden muss. Loewenstem WIR SEHEN; HQEREN, LESEN... DAS WIRTSCHAFTSDELIKT Die “Editorial Jurídica de Chile” hat vor wenigen Tagen die Doktorarbeit des Anwalts Rodolfo Borzutzky veroeffentlicht, die von den pruefenden Professoren der Juristischen Fakultaet der Universidad de Chile mit “máxima distinción” ausgezeichnet wurde. Sie behandelt die Frage des “Delito Económico” und stellt nach Ansicht der gesamten Presse, die sich damit befasst hat, einen ausserordentlich wertvollen und erschoepfenden Beitrag zum Studium aller rechtlichen und sozialen Fragen dar, die von diesem seit einigen Jahren aktuellen Komplex erfasst werden. RASSEN¬ DISKRIMINIERUNG? Die Wochenschrift “Ercilla” fuehrt seit einem Monat eine Kampagne gegen einen hohen Funktionaer der Konsular- Abteilung des hiesigen Aussenministeriums, den sie beschuldigt, dem Negersaenger Richard Roberson, der von einer “Boite” der Hauptstadt verpflichtet wurde, aufgrund seiner Rassenzugehoerigkeit das Einreisevisum nach Chile verweigert zu haben. Da der besagte Beamte, statt diese Beschuldigung, den herrschenden Gepflogenheiten entsprechend, abzustreiten, sich ihrer angeblich in privaten Aeusserungen geruehmt haben soll, haben die Angriffe von seiten “Ercilla” an Schaer. fe zugenommen. KLASSISCHE BILDUNG Folgender Witz wird in Israel erzaehlt: Einer Touristin wird vorgeschlagen, per Auto von Dan bis Ber Schewa zu fahren. —Ach, bin ich dumm!, gab die ueberraschte Dame zu. Dän und Ber Schewa sind also Ortschaften? Und ich war Zeit meines Lebens fest davon i ueberzeugt, sie seien Mann I und Frau, wie... Sodom und Gomorra. EIN WIEDERSEHEN Ein unerwartetes, erfreuliches und stolzes “Wiedersehen” feierten alle, die das Glueck hatten, den. neuen Israel-Film “Memorándum de una Victoria” zu sehen, der am 22. September im Rahmen einer Veranstaltung der “Acción Unificada” zur Auffuehrung gelangte. Der Film zeigt gut gelungene Ausschnitte aus der heldenhaften Verteidigung des Kibbuz’ Negba — genannt Nagbagrad—, die den aegyptischen Vormarsch in Richtung Tel Aviv zum Stocken brachte. Dabei konnten wir eine Anzähl der Chawerim des Haschomer Hazair Chile wiedererkennen, was s e 1 b s t v e rstaendlich sowohl den Realismus des Films erhoehte, wie auch eine mehr als freudige Ueberraschung darstellte. Es waere sehr zu wuenschen, wenn dieser Film erneut bei einer Gelegenheit vorgefuehrt werden koennte, die weiteren Kreisen die Moeglichkeit gibt, ihn zu sehen. * K. ZUSCHRIFTEN Die Pressekommission wendet sich hiermit an alle Mitglieder der S. C. I. und Leser des “Boletín Informativo” mit der Aufforderung, an der Ausgestaltung des Blattes aktiven Anteil zu nehmen und damit den Kontakt zwischen Redaktion und Leser —und wohl auch indirekt, zwischen der Gemeinde und ihren Mitgliedern— enger zu gestalten. Kritik, Anregungen, Mitteilungen, Artikel aus eigener und fremder Feder, Polemik, Nachrichten: alles ist willkommen. Wir bitten nur, dass die jeweiligen Zuschriften bis zum 15. des Monats (moeglichst mit Schreibmaschine, einseitig und mit grossem Zeilenabstand geschrieben) im Gemeindesekretariat abgegeben werden. Also: Sie haben das Wört und im Voraus besten Dank.! SUCESOS POLITICOS 4. —Los árabes plantean en Lausana, sus “exigencias” territoriales, las cuales abarcan nada menos que toda la Galilea, el Neguev, Jerusalén Moderna, el Corredor y Jaffa, o sea, un tercio de la superficie asignada al Estado Judío en la resolución de la NU., del 27 de Noviembre de 1947. 5. —Observadores bien informados señalan que el Gobierno Norteamericano se halla bajo presión militar en las cuestiones concernientes al Medio Oriente. 7.—La negativa egipcia de visar los pasaportes de los delegados israelíes a la Conferencia Regional de la Organización Mundial de Salud de las Naciones Unidas, influirá posiblemente en que ésta no se realice en Alejandría, sino en una ciudad neutral, quizás en Turquía. 10.—El Canciller Sharett declara que el Plan Marshall es inaceptable para Israel y que se mantendrá una política de estricta neutralidad entre Oriente y Occidente. 20.—Son designados los delegados de Israel a la Conferencia de la UNESCO. 22.—En un estúpido discurso antijudío, el Canciller del Irak pidió a la Asamblea de las Naciones Unidas “reforzar su autoridad sobre los judíos para hacerlos reconoce» los derechos árabes en Palestina”. EL PROBLEMA DE CIUDAD SANTA 10.—La Sub-Comisión para Jerusalén de la Misión de Conciliación ha evacuado su informe y recomendaciones para el futuro de la ciudad, las cuales serán elevadas a la consideración de la Asamblea General de la NU. En ella se esboza un sistema de internacionalización, restringida autonomía local, prohibición de la inmigración y otras medidas cuya inaplicabilidad ya se ha hecho patente en el curso de los aconteci- ' mientos. 13. —Los delegados árabes de Lausana se pronuncian contra el plan de internacionalización de Jerusalén. Siria, Líbano y Egipto, consideran que el plan confiere demasiada autonomía a los judíos jerosalimitanos y Transjordania opina que el sector árabe de Jerusalén debiera ser unido al Reino de Abdulla. 14. —Declarando que “la propuesta de la Comisión de Conciliación será rechazada por iodos los judíos como injusta e impracticable” Louis Lipsky, puntualiza la oposición del Consejo Sionista Norteamericano contra el pian de internacionalización de Jerusalén. 1 17. —’En conferencia de prensa, el Canciller Sharett, anuncia que la delegación de Israel en la NU., se opondrá tenazmente a la internacionalización de Jerusalén. - 19.—La Jerusalén Judía inicia campaña contra el plan de internacionalización, anunciándose que su población resistiría activamente las órdenes de cualquiera administración nojudía, negándose inclusive al pago de los impuestos. 21.—Dean Acheson, Secretario de Estado y Presidente de la Delegación Norteamericana, declara en Flushing Meadows, que la Asamblea “deberá adoptar un plan práctico para la instauración de un régimen internacional permanente en el área de Jerusalén, encaminado a la protección del libre acceso a los Santos Lugares”. 26.—Un artículo aparecido en “II Quottidiano”, órgano de la Acción Católica de Italia, da a entender que el Vaticano no quedará satisfecho con la internacionalización de los Santos Lugares, sin incluir toda Jerusalé» en el régimen.