Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 10 (Octubre, 1949)
- Date
- 1949-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 A SERVICIO RELIGIOSO Sonnabend, 8. Oktober — 15. Tischrl; 1. Tag Sukkot. Sonntag, 9. Oktober — 16. Tlschri; 2. Tag Sukkot. Freitag, 14. Oktober — 21. Tischri; Hoschana Rabba. Sonnabend, 15. Oktober — 22. Tischri; Schemini Azeret. Sonntag, 16. Oktober — 23. Tischri; Simchat Torah. Sonnabend, 23. Oktober — 29. Tischri; Sidra: Bereschit (Neumondweihe;. Sonntag, 24. Oktober — 30. Tischri; 1. Tag Rosch chodesch. Montag, 25. Oktober — 1. Marcheschwan; 2. Tag Rosch chodesch. Sonnabend, 29. Oktober — 6. Marcheschwan; Sidra: Noach. Sonnabend, 5. November — 13. Marcheschwan; Sidra: Lech Lecha. ABENDGOTTESDIENSTE: Schabbat u. Werktage: 6.45 h. bis 3. November. MORGENGOTTESDIENSTE: Werktags: 7.30 h. Schabbat u. Jamim Towim: 9 h. Sonntage u. staatl. Feiertage: 8 h. Schabbat Mincha: nach Vereinbarung. Hoschana Rabba, den 13. Oktober, 9 h. abends das traditionelle Lernen im Gemeidehaus. Hoschana Rabba, den 14. Oktober, Beginn des Morgen- Gottesdienstes: 7 h. Waehrend der 4 Tage Chol Hamoed Sukkot, morgens: 7.15 h. Freitag, den 14. Oktober (Schemini Azeret) abends 1. Gottesdienst: 6.30 h. P. M. 2. Gottesdienst mit Maskir (Predigt und Chor): 7.30 h. P. M. Am Simchat Tora koennen die Kinder, sowohl abends wie auch vormittags (Sonntag), am Umzug der Thorarollen am Gottesdienst teilnehmen. -:o:- AUS DEB HEPRAESENTANZ Am 6. September fand eine Sitzung de? Repraesentanten-Kollegiums unter dem Vorsitz des Herrn May statt, in welcher zunaechst das Mitglied des Direktoriums. Herr Fernando O. Friedmann, nach seiner laengeren Abwesenheit von Chile von der Repraesentanz begruesst wurde. Der Vorstand teilte mit, dass als unsere Vertreter in der Exekutive des Comité Representativo die Herren Friedmann, Bab und Rosenfeld gewaehlt wurden. Herr Hoffmann stattete einen sehr interessanten Bericht ab ueber den Stand des Baus unseres Gemeindehauses, woraus hervorgeht, dass der Rohbau als beendet betrachtet werden kann und dass bereits an der Fertigstellung der Details gearbeitet wird. Von der Renraesentanz wurde beschlossen, aus der Sonntags-Sammlung einen Betrag fuer unsere Glaubensbrueder, die durch das Erdbeben in Ambato (Ecuador) Schaden gelitten haben, zu ueberweiscn. Auf Vorschlag des Vorstands beschloss die Repraesentanz einstimmig, aus derselben Sonntags-Sammlung dem Cisroco monatlich einen Betrag in Hoehe von $ 5.000.— zur Verfuegung zu stellen, damit diese Institution in einem Hospital Santiagos dauernd ein Krankenzimmer mit 2 Betten in wuerdiger und hygienischer Form unterhalten kann. Wenn man in Betracht zieht, dass bisher unterstuetzungsbeduerftige juedische Menschen im Falle einer notwendigen Hospitalisierung in primitivster und mit unserer religioesen Vorstellung kaum zu vereinbarenden Weise untergebracht werden mussten, kann man den Cisroco fuer seine Initiative und unsere Gemeindevertretung fuer ihre grossherzige Unterstuetzung nur beglueckwuenschen. RUDOLF LUSTIG, S. A. In Buenos Aires verstarb Herr Rudolf Lustig, der frueher lange Jahre in Chile gelebt hat und nach seiner Uebersiedlung nach Buenos Aires dort in unserer Schwestergemeinde, der J.K.G. (jetzigen “Asociación Cultural Israelita”), an fuehrender Stelle segensreich gewirkt hat. Er war ausserdem nicht nur Vertreter der J.K.G. in der argentinischen juedischen Snitzenorganisation. der D.A.I.A., sondern auch Mitglied zahlreicher philanthropischer Organisationen. Mit unserer Gemeinde verband ihn von jeher enge Freundschaft und er hat ihr auch nach der Verlegung seines Wohnsitzes nach Buenos Aires unverbruechlieh die Treue gehalten. Auch zur Foerderung unseres Synagogenbaues hat er mit einer schoenen Spende beigetragen. Der Familie des Verstorbenen und der J.K.G. sprechen wir zu dem schwören Verlust, den sie mit dem Hinscheiden Rudolf Lustigs erlitten haben, unser herzlichstes Beileid aus. Direktorium und Repraesentanten-Kollegtum der S.CJ. “B’ne Jisroel” 75. GEBURTSTAG Campaña Unificada 1948 Auf Grund der in der vorigen Nummer dieses Blattes erschienenen Aufford e r u n g hat Herr Herbert Lewenberg seinen Beitrag zur Campaña Unificada geleistet. Zentral-Comité der Campaña Unificada Serrano 202 Simchas - Thora-Ball Unsere Gemeinde veranstaltet am 12. November ln saemtlichen Raeumen ihres Hauses einen Simchas-Thora- Ball, der ein grosses gesellschaftliches Ereignis zu werden verspricht. Bar, Tombola, Tanzwettbewerb, Ueberraschungen verschiedener Art und ein ausgezeichnetes Tanzorchester werden fuer Stimmung und Unterhaltung sorgen. Wir bitten alle unsere Mitglieder und Freunde diesen Abend fuer den Simchas-Thora-Ball freizuhalten und einige dem Frohsinn und der Heiterkeit gewidmete Stunden bei uns zu verbringen. Wir verweisen auf die besondere Anzeige an anderer Stelle dieses Blattes und wegen des Naeheren auf die demnaechst ergehenden besonderen Ankündigungen. Praesidlum der S.C.I. “B’ne Jisroel" Monatliche Haussammlung i Die naechste monatliche Haussammlung unseres Hilfs- Merkes fiyr die Judennot in der Welt findet im Monat Oktober ausnahmsweise nicht an einem Sonntag, sondern jam Mittwoch, den 12. Oktober (“Dia de la Raza”) statt. Wir bitten unsere Mitglieder, ihre Spenden wie immer bereit zu halten. Eroeffnung der Acción Unida Mit dem Eintreffen des Direktors der Vereinigten Aktion 1949. Gedalia Zakiff. haben die Arbeiten fuer dieselbe in der gesamten Kollektivitaet, begonnen. Herr Zakiff traf am Montag, den 19. September, in Los Cerrillos ein, wo er von den Vertretern der Spitzenorganisationen und der verschiedenen Institutionen begruesst wurde. Am. 20. abends, wurde er in der Federación Sionista empfangen und sofort darauf konstituierte sich das Arbeitskomitee unter Leitung des Dr. Luis Lamas, um mit dem Delegierten den Aktionsplan ohne jeden Zeitverlust zu entwerfen. Am Donnerstag, den 22. wurde die Aktion 1949 in dem ueberfuellten Teatro Principal j proklamiert. Herr Dr. Lamas stellte den Gastdelegierten I vor und dieser eroeffnete den I Zweck seiner Mission in ei- 1 nem brillanten Vortrag. Mit der Vorfuehrung der Filme “Memorándum de una Victoria”, der von dem heroischen Widerstand des Kibbuz Negba handelt, und “Mañana será un día maravilloso”, endigte die ausserordentlich erfolgreiche Veranstaltung. Am 29. September feierte in London seinen 75. Geburtstag Herr Dr. Willy Gotthilf, Vater unseres Mitglieds Enrique Gotthilf. Herr Dr. Gotthilf, der in Kassel als Arzt taetig und als solcher waehrend des ersten Weltkriegs einer der hoechsten juedischen Sanitaetsoffiziere und spaeter der einzige juedische Gerichtsarzt in Preussen war, leistete auch im Rahmen vr juedischen Interessen Vorbildliches sowohl in seiner Heimatsgemeinde wie darueber hinaus, als Vorsitzender der Ferienkolonie der B’ne Berith-Loge. JUEDISCHE PFLICHTERFUELLUNG! Der juedische Mensch und ein jeder von uns glaubt die juedischen Pflichten zu erfuellen, sei es durch seine Mitgliedschaft oder Mitarbeit in den juedischen Organisationen, sei es durch den Besuch der Synagoge, séi es durch Beteiligung an Campañas; das letztere gilt als die dringendste Pflicht. Das Fundament des Jude-Seins bildet jedoch das Juedische Wissen, das Aufgehen in unserer Lehre. Leider besteht heute das allgemeine Interesse der Mehrheit in profanen Dingen —sie brauchen nicht im einzelnen aufgefuehrt zu werden—; hingegen fuer die geistige Fortbildung in echt juedischem Sinne, fuer die Vertiefung in unsere Torah ist das Interesse ausserordentlich gering. Welche Zeit aber waere mehr dazu geeignet als die unsrige, nach dem gewaltigen Verlust juedischer Substanz, das Torah-Studium als einen Bestandteil unseres Lebensprogramms zu betrachten? Unsere Weisen sagen: Der juedische Mensch soll Zeiten fuer das Torah-Studium festlegen; wer jedoch aus triftigen Gruenden verhindert ist, kann oder soll das “Lernen” durch finanzielle Unterstuetzung foerdern, um so dem juedischen Menschen Gelegenheit zu geben, sich mit der Torah zu beschaeftigen. , Unsere Grossen haben die Beschaeftigung mit der Lehre als eine der heiligsten Pflichten des juedischen Menschen bezeichnet. So heisst es im 1. Psalm Davids (1-3): “Wohl dem Manne, der nicht wandelt im Rate der “ Gottlosen noch tritt auf den Weg der Suender noch sit- " zet, wo Spoetter sitzen, sondern Lust hat zum Gesetze “ des Herrn und redet von seinem Gesetze Tag und Nacht; “ der ist wie ein Baum, gepflanzet an Wasserbaechen...” usw. In den Spruechen der Vaeter hat Simon der Gerechte folgenden Ausspruch getan: “Auf drei Dingen beruht die Welt: auf der Gotteslehre, “ auf dem Tempeldienste und auf der Uebung von Liebes- “ werken”. Wir wissen, das hier von diesen drei Dingen viele die dringende Pflicht der Naechstenliebe erfuellen, dass hingegen die zwei erstgenannten Dinge fast voellig vernach- .aessigt werden. Ferner heisst es von unserem grossen Lehrer Moscheh: “Denn gute Lehre gebe ich Euch, meine Unterweisung - verlasset nicht. Ein Baum des Lebens ist sie den an ihr Festhaltenden, und wer sie erfasst, ist selig gepriesen”. Der Talmud sagt: “Wer den Sohn seines Naechsten in der Torah unter- ‘ richtet, ist ebenso gut, als haette er ihn geschaffen. Sei '* in allen Deinen Anspruechen genuegsam, nur nicht in Deinem Forschen in der Torah”. Im Mussafgebet von Pessach, Schewuoth und Sukkoth 'ieisst es u.a.: “Und um unserer Suenden willen, indem wir die Torah “ verlassen, sind wir verbannt aus unserem Lande und “ vertrieben von unserem Boden...” etc. Wir, die wir das grosse Glueck haben die Zeit der Erneuerung des Judentums zu erleben und unseren Staat Israel mit auf bauen zu duerfen — und ein jeder baut ihn fuer sich; das hat uns die Vergangenheit zur Genuege gelehrt, das lehrt uns auch die Gegenwart, weil ueberall in der Welt Amalek, der Judengegner, wieder in Erscheinung i.ritt—, wir sollten endlich beweisen, dass wir die Zeitzeichen verstanden haben, indem wir unsere Leberwgestaltung grundlegend aendern. Dies sollte ganz besonders bei unseren jungen Pionieren der Fall sein. Schon in Europa war es das grosse Manko, dass bei der Erziehung unserer Jugend das Torah-Studium und die Torah-Kenntnisse meist hintangestellt wurden, weil hierfuer keine Zeit mehr uebrig war. Leider konnte man dann snaeter von diesen Menschen in Bezug auf unser juedisches Gesetz nichts erwarten, weil sie nichts gelernt hatten. Man kann diese Menschen auch nicht verurteilen, aber man kann und muss wiedergutmachen. Schaffen wir, unter dem Motto: “Zurueck zur Tradition” ein Beth-Hamidrasch, ein Lehrhaus oder 'Lernkurse! Versuchen wir, Alt und Jung, einzudringen in unsere Lehre mit ihren Ewigkeitswerten! Erscheinen wir in Mengen am Brunnen der Torah, um aus ihm zu schoepfen und um danach zu leben und zu wirken! Wir sind nicht ein Volk wie andere Voelker, sondern wollen unserer Bestimmung gemaess auf unserem heiligen Boden ein. heiliges Volk sein. HEEVIAN ABRAMCZYK.