Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 8 (Agosto, 1949)
- Date
- 1949-08-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 17 10 Jahre Haschomer Hazair Chile Es war im Jahre 1939, inmitten des Krieges, als ein Teil der juedischen Jugend in Chile sich dazu entschloss, eine “Jugendgruppe” zu gruenden, die ihnen gewisse Befriedigungen geben sollte, die sie in ihrem Elternhause und in der Schule nicht bekommen konnten. Zehn Jahre sind nun inzwischen vergangen, zehn Jahre der Arbeit und des Kampfes um die Erfuellung einer Idee und eines Zieles. Aus der Jugendgruppe, in der man sich gemuetlich unterhielt und tanzte, entstand die “Kidma”, in der das “Judesein” und “Zionist sein” langsam seinen Wert erhielten. Die Gruppen wurden groesser, geschlossener, die Arbeit ging systematischer vor sich. Was einst zur Unterhaltung diente, hatte jetzt andere Aufgaben. Lange, erregte Diskussionen ueber die politische Situation innerhalb des Zionismus ueberzeugten langsam die Mehrheit der Chawerim, dass man eine feste Linie, einen festen Weg brauche. Und schliesslich schloss sich die Kidma der Weltbewegung des “Haschomer Hazair” an, Bewegung die sowohl in Israel wie auch in der Galuth eine klare Linie vertritt, die nicht nur mit Worten, sondern vor allem mit Taten fuer ihre Ideen eintritt. Die Sommerlaeger wurden groesser und ereignisreicher, unsere Chawerim fester und staerker. So konnten wir im Jahre 1945, nach langen Diskussionen und Anstrengungen, die erste Hachscharä in Chile eroeffnen, durch die bereits drei Irgunim mit mehr als 75 Chawerim gegangen sind, von denen sich bereits ueber 40 in den Kibuzim Negba, Maabaroth und Sarid befinden. Heute hat der Haschomer Hatzair ueber 350 Chawerim, zwischen 10 und 20 Jahren, die in 28 verschiedene Gruppen (kvutzot) eingeteilt sind. Jede von diesen Gruppen hat mindestens 12 Chawerim und fuehren sie eine selbstaendige Arbeit durch, die von der “Hanhaga Haraschit” ueberwacht wird. Wenn wir die bis jetzt getane Arbeit uebersehen, duerfen wir sagen: Viel haben wir geschaffen, erneuert und errungen. Aber noch viel viel mehr steht vor uns. Die Gruendung des Judenstaates ist nicht das Ende, sondern der Anfang unserer Arbeit die noch lange, lange nicht zu Ende ist. Programm des Zehnten Jubilaeums des Haschomer Hazair Freitag, den 12. August (10 P. M.).— Radio-Sendung durch “Hora Hebrea”, C.B. 130. Mitwirkung des Chores des Haschomer Hassair. Sonabend, den 13. August (9 1|2 P. M.).— Eroeffnungsakt. “Mifkat” der grossen Ausstellung, die einen grossen Teil des Saales des Círculo Israelita einnehmen wird. Ausserdem wird man an diesem Akt des Chavers Jascha Ghinesim gedenken, der vor einem Jahre auf den Feldern Negbas gefallen ist. Sonntag, den 14. August (5 P. M.).— Akt fuer Jugendliche und Kinder im Círculo. Auffuehrung zwei kleiner Theaterstuecke palaestinensischer Schriftsteller. Ausserdem wirkt der Chor der Kindergruppen dabei mit. Sonntag, den 14. August (9 1)2 P. M.).— “Estampas del Kibutz” eine kleine Theaterauffuehrung an Hand von Szenen aus dem Leben in den Kibbuzim. Ausserdem Mitwirkung, des Chores. Montag, den 15. August (7 P. M.).— Musiknachmittag, an dem Chawerim unserer Bewegung klassische Musik vortragen werden. Unter anderem werden unsere jungen Komponisten die Gelegenheit haben, ihre letzten Arbeiten zu praesentieren. Dienstag, den 16. August.— Erstauffuehrung des soeben aus Israel gekommenen Kurzfilms ueber den heldenhaften Kampf um Negba. Der Film heisst: Memorandum de una Victoria. In diesem Film spielen verschiedene Chawerim aus Chile mit, die sich zur Zeit des Kampfes in Negba befanden. Dieser Film wurde grosszuegigerweise uns von der Federación Sionista zur Verfuegung gestellt. Mittwoch, den 17. August (9 1|2 P. M.)— Vortrag unseres Chawers Juan Aufrichtig aus Valparaiso (in deutscher Sprache) ueber das Thema: Gedanken zur Juedischen Erziehung. Ausserdem wird der Film ueber Negba wiederholt werden. Zu dieser Veranstaltung laden wir vor allem die deutschsprechenden Freunde ein, zu deren Ehren wir sie organisieren. Donnerstag, den 18. August (9 1|2 P. M.).— Grosse Kulturveranstaltung, an der bekannte Kraefte unseres Jischuvs in Chile mitwjrken werden. Ausserdem Teilnahme unseres Chores. Das genaue Programm wird noch bekannt gegeben. Sontag, den 21. August (3 P. M.), — Besuchsonntag der Hachschara Kidma in “La Granja”. Gymnastische Vor. fuehrungen und sportliche Nummern werden dort von den jugendlichen Elementen gebracht werden. Die Micros werden vom Circulo Israelita abfahren. Unsere Bewegung gleicht jenem Baume, der tief in der Erde verwurzelt, von Generation zu Generation waechst und sich ausdehnt. Seme Wurzeln gehen tief in die Vergangenheit und seine Zweige ragen auf, der Zukunft entgegen. gata: Nicht immer gruen ist dieser Baum. Nacn dem Fruehling kommt der Herbst, seine Blaetter welken; aber nach dem Sturm und dem Regen kommt, der Fruehling wieder. Unsere Bewegung ist wie dieser Baum, gleichzeitig alt und jung. Jung an Jahren unseres Bestehens, alt durch die tausendjaehrige Geschichte unseres Volkes. Unsere Chawerim in Israel Nun sind bereits ueber 45 Chawerim in Israel, welche durch unsere Bewegung ge gangen und durch sie naci Eretz kamen. Die meiste: Chawerim des Irgün Ale. welche ueber ein Jahr in Neg ba waren, sind heute in Maa baroth, wo sie sich zur “Hit jaschwut” (selbstaendige Kc Ionisierung) vorbereiten. Di letzten Chawerim des Irgü Bet haben ihren Garin in Sa rid, Kibutz inmitten de Emek, wo sie sich an ihr neue;. Leben gewoehnen. Auch die 5 Chawerim, die zur Haganah gingen, sind heute in Sarid. * ALIJA! VERÖFFENTLICHUNGEN: Waehrend dieser Festwoche wird die diesjaehrigen Revista Kidma in Extra-Format erscheinen, in der ein sehr interessantes Material ueber unsere Jugendbewegung, ihr Leben und ihre Geschichte veroeffentlicht wird. Ausserdem Briefe unserer Chawerim in Maabaroth und Sarid, sowie Kunstbeilage. Ausserdem wird eine Sammlung hebraeischer Poesien auf spanisch veroeffentlicht, mit Werken von Schimonovicz, Schlonsky, Bialik, Alterman, Rachel, Elischeva, etc. Der Haschomer Hazair laedt alle Freunde und Eltern zu diesen Veranstaltungen ein, und hofft, auch diesmal mit der Anwesenheit des chilenischen Jischuvs zu rechnen. Da der Saal des Circulo Israelita, in dem alle die obengenannten Vorfuehrungen stattfinden werden, durch die Ausstellung nur eine geringe Aufnahmefaehigkeit haben wird, bitten wir unsere Freunde, puenktlich zu erscheinen, um das Programm in disziplinierter Form durchzufuehren. Unsere Hachschara Unsere Hachscharä in “La Granja”, ca. 18 Kilometer von Santiago, hat vor wenigen Monaten ihren vierten Geburtstag gefeiert. Sowohl die Haeuser wie auch die Staelle sind heute in einem normalen Zustand. Vor wenigen Monaten bauten unsere Chawerim noch ein Lesezimmer und eine Milchwirtschaft, die sogar mit einer elektrischen Buttermaschine versehen ist. Auch besitzt heute die Hachschara einen eigenen Lieferwagen, der zum Transport der landwirtschaftlichen Produkte dient. §§l||| ' f Die Hautprodukte der Hach scharä sind nach wie vor Milch, Eier, Huehner und die Fruechte und Weinernte. Unsere Freunde sind herzlichst eingeladen am Sonntag den 21. August die Hachscharä zu besuchen. Die Micros gehen nachmittags vom Círculo Israelita ab. Unser groesster Erfolg Unser groesster Erfolg, der fuer die Meisten unerwartet kam, waren die Wahlen zum Zionistischen Weltkongress, der im Dezember 1946 in Basel stattfand. Zum ersten Male in Chile gewann eine Jugendbewegung mit einer gewaltigen Mehrheit, sodass die einzige Delegierte von Chile Minna Gelerstein war, die an dem Kongress teilnahm. Ihr WirKungskreis war nicht nur politisch, sondern sie interessierte sich auf fuer viele andere Probleme, u. a die geplante “illegale” Alija der ersten Gruppe.