Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 4/5 (Abril/Mayo, 1949)
- Date
- 1949-04-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/8553624-8553773-9191112--0164-8553821- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Lod 2× ep/1045074
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
8 BOLETIN INFORMATIVO Juni: Heldenhafter Widerstand Am 2. Juni wird der Waffenruhe- Befehl des Sicherheitsrates angenommen, doch die gleichen Kraefte, die auch die Durchfuehrung des Teilungsbeschlusses sabotiert hatten, wollen zumindest vor der Einstellung des Feuers die Stadt Jerusalem in Abdullas Hand sehen. Nachdem die kleine Altstadt am 28. Mai nach uebermenschlichem Widerstand gefallen war, halten sie die Einnahme der Neustadt in wenigen Tagen fuer moeglich. Der Graf Bernadotte verschiebt den Termin der Waffenruhe Tag um Tag. Am 6. gelangen die Aegypter nach Isdud, Grenze ihres Vormarschs, nehmen Japhne ein und beginnen die Belagerung und Bombardement von Negba. Doch an der Zentralfront gelingt es am Tage darauf, einen Convoy von Nahrungsmitteln und Munition nach Jerusalem zu bringen und den Druck auf Latrun zu verstaerken. Am 11. g-'bt der Vermittler endlich den Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten. Fast das gesamte Territorium des juedischen Staates ist in Hand der Hagana. England stellt seine Einmischung in den Konflikt erneut unter Beweis, als es bekanntgibt, dass es den in Zypern gefangen gehaltenen Fluechtlingen auch weiterhin die Einwanderung nach Israel verweigern wird. Trotzdem nimmt die Alija ihren Fortgang. Am 19. Juni fliegen 49 “Soldaten” der UN nach dem Vorderen Orient ab, um das Beobachtungspersonal des Vermittlers zu verstaerken, das seine Kontrollmission bezeichnenderweise fast ausschliesslich auf israelischem Gebiet durchfuehrt und in nur voellig unzulaenglicher Form in den arabischen Staaten. Am 23. sehen sich Streitkraefte der Hagana gezwungen, ein in offener Rebellion von den Terroristen des Ezel gebrachtes Schiff mit Waffen zu versenken. Der Zwischenfall der “Altalena” staerkt die Zentralgewalt der Regierung ueber die Terrorgruppen. Ungarn, Finnland, Panama, Rumaenien und Venezuela erkennen den Staat Israel an und der erste Sonderbevollmaechtigte des Praesidenten Truman, Mac Donald, trifft in Haifa ein. Am 30. macht Bernadotte einen Friedensplan bekannt, in dem Ostpalaestina und Jerusalem dem britischen Vasallen Abdulla zugesprochen werden und Israels Recht auf Selbstbestimmung, freie Einwanderung und Entwicklung offen I in Abrede gestellt werden. Die Notwendigkeit, in Anbetracht der Nachlaessigkeit der Mandatsregierung eine Selbst- 1 Schutzorganisation zu schaffen, j gereichte dem Jischuw und mit! ihm, dem gesamten juedischen j Volke, zum Segen: aus dem alten j Haschomer erwuchs das Wunder j der Hagana. Als die Stunde der i Pruefung anbrach, erfuellte sie ] ’ die grandiose Aufgabe, das Schicksal des juedischen Volkes an einem seiner Wendepunkte zu entscheiden. Spaete Nachkommen der Makkabaeer und der Aufstaendischen Bar Kochbas, Urenkel aller Maertyrer, die fuer den Kiddusch Haschern gefallen, Kameraden der Helden des Warschauer Ghettos und ihrer aller wuerdig, hielt die Hagana der zahlenmaessigen und materiellen vielfachen Ueberlegenheit der anglo-arabischen Koalition stand. In Mischmar Haemek und der Altstadt von Jerusalem, in Ramie und Lydda, in Kfar Ezion und in Negbagrad erhaertete die neue juedische Generation unser aller Recht auf ein freies Leben. Als die aegyptischen Panzerstreitkraefte in das bereits am Ende seiner Kraefte angelangte Nezanim eindrangen, fanden sie ein grosses Schild: Nicht die Tanks machen Geschichte, sondern der Mensch. Heute sind die Tanks bereits wieder ln Kairo und Nezanim ist frei und wird wieder aufgebaut werden und gruenen und bluehen, denn der Mensch hat triumphiert! Juli: Waffenruhe und Gegenoffensive mm¡ mmt FAHNE Die stolze blau’weisse Fahns der Zionistischen Bewegung ist zur Flagge des Staates Israel geworden. Am ersten Jahrestage der Proklamation der Unabhaengigkeit werden alle Gebaeude die Farben des Staates hissen. August: Konsolidierung des Staates Zum ersten Male glaetten sich im Monat August die Wogen des Kampfes. Am 5. ersucht der Aussenminister Schertok den Vermittle*- die arabischen Staaten zu direkten Friedensverhandlungen mit Israel aufzufordern; am 14. lehnen diese das Anliegen ab. Sporadische Zwischenfaelle veranlassen den Sicherheitsrat, vor Verletzungen der Waffenruhe zu warnen. Das israelische Staatsschiff wird weiter flott gemacht. 25.000 Einwanderer sind bereits seit dem 14. Mai angekommen; 16 neue Kolonien sind gegruendet; eine 20-Millionen Staatsanleihe ueberzeichnet; eigenes Geld in Umlauf. Der Sowjet-Botschafter Jerschow ueberreicht seine Kredenzialen und Goldie Meyerson geht .nach Moskau. Tn Jerusalem tritt das Zionistische Aktionskomitee zusammen, be- schliesst die Trennung von den j'Behoerden des Staates und waehlt iBerl Locker zum Vorsitzenden. In der ersten Nachtstunde des 1 Juli marschieren israelische Kraefte im Haifaer Hafenviertel ein, das eine Stunde zuvor von den Englaendem geraeumt worden war: das Ende eines klaeglichen Vertragsbruches und einer nicht minder klaeglichen Schreckensherrschaft. Die Empoerung der juedischen Oeffentlichkeit ueber den Bernadotte-Plan kommt in der schroffen Ablehnung seiner Vorschlaege durch die israelische Regierung zum Ausdruck (4. Juli). In den Morgenstunden des 9. und 48 Stunden vor Ablauf der einmonatlichen Waffenruhe, wird diese von aegyptischen Kanonen unterbrochen. Am 10. verallgemeinert sich der Kampf, wobei den Vermittler und den Sicherheitsrat, in dem ein gewisser Sektor immer noch arabische Siege erhofft, ein geruettelt Mass Schuld trifft, da sie sich nicht dazu aufschwingen konnten, eine Verlaengerung der Waffenruhe zu diktieren, geschweige denn die arabischen Staaten gemaess der UN-Charter als Angreifer zu brandmarken. Am 12. gelangt der epische Widerstand von Negba auf seinen Hoehepunkt und bleibt damit der Weg nach Tel Aviv fuer die Aegypter gefaehrdet. Doch im arabischen “Dreieck” (Jenin, Nablus, Tulkarem) und im Galil geht die Zvat Hagana Israel (Verteidigungsheer Israels), zur Gegenoffensive ueber: Lydda, Ramie und Nazareth fallen in juedische Hand. Der Druck auf Latrun verstaerkt sich..., doch1 wird eine neue Waffenruhe angeordnet und diesmal ohne Zeitverlust aufgezwungen: sie soll unbegrenzter Dauer sein. Am 20. Tamus gedenkt Israel seines grossen Propheten: die Hagana marschiert in Parade durch Tel Aviv am Todestage Theodor Herzls, dem ersten Staatsfeiertage Israels. i Andante maestoso njjprin HAllKVAH Letra:’ M. H. Imber ffr'N * J Pjfi £ i£ol odba-le-vav p’—ni - ma, ne-fesh ye-hu-di ho-mi-ya - r-7^-/= —a— H ■ W-« \à -p—l-=i M-- » $ ul’ - faa-te mis-raj ka - di - ma a - yin 1’ zi - on tzo - fi - ya. *=-- - - - od lo a’v-da tik-va - te - nu ha - tik va ha - no - sha - ná, la t «= m £ shuv l’-e - retz a - vo * tenu la ir oahDa-vid ja-na.