Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 3 (Marzo de 1949)
- Date
- 1949-03-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 AUS DEM GEMEINDELEBEN Einladung zur ordentlichen Generalversammlung Hiermit lade ich die Mitglieder der Sociedad Cultural Israelita “B’né Jisroel”, gemaess Art. 22 der Satzungen zur. Ordentlichen General - Versammlung fuer Sonntag, den 24. April 1949, 9.30 Uhr vorm, ln das Gemeindehaus, Monjitas 690, ergebenst ein. Falls zu der vorstehend festgesetzten Zeit nicht mindestens 20% der Mitglieder anwesend sein sollten, wird die Generalversammlung eine Stunde spaeter, also um 10.30 Uhr, abgehalten und zwar mit der Zahl der alsdann anwesenden Mitglieder (Art. 24 der Satzungen). Zutritt zur Generalversammlung haben nur Mitglieder und deren im Fragebogen aufgefuehrte Familienmitglieder, letztere ohne Stimmrecht. Tagesordnung 1.) Verlesung und Annahme des Protokolls der letzten Generalversammlung. 2. ) Rechenschaftsbericht des Praesidentem 3. ) Kassenbericht des Schatzmeisters. 4. ) Antraege und Verschiedenes. Allgemeines ” Der Finanzbericht ueber das Geschaeftsjahr 1948 liegt vom 17. April ab im Gemeindesekretariat zur Einsicht fuer die Mitglieder aus. Antraege bitte ich bis spaetestens 17. April schriftlich (Casilla 2487 oder Sekretariat) einzureichen. Ferner bitte ich, von Fragen ueber Einzelheiten der Geschaeftsfuehrung, die in der Generalversammlung gestellt werden sollen, bis spaetestens 21. April dem Gemeindesekretariat Kenntnis zu geben, damit rechtzeitig vorher aus den Akten die erforderlichen Unterlagen entnommen und die Auskuenfte in der Versammlung ohne Verzoegerung erteilt werden koennen. José Hirschberg, Praesident. Santiago, den 18. Maerz 1949. Citación a la Junta General Ordinaria De acuerdo con el artículo 22 de los Estatutos, cito a los socios de la Sociedad Cultural Israelita “B’né Jisroel” a la Junta General Ordinaria, que tendrá lugar en su Hogar Social, Monjitas 690, el día domingo, 24 de Abril de 1949, a las 9.30 horas A. M. El quorum para sesionar es el 20% de los socios, y si este quorum no se reuniera a la hora fijada, la Asamblea sesionará una hora más tarde (10.30 horas), con el número de socios que asista (Art. 24 de los Estatutos). Pueden asistir sólo los socios y los familiares de éstos indicados en los cuestionarios, los últimos sin derecho a voto. TABLA 1. ) Lectura y aprobación del acta de la última Asamblea General. 2. ) Memoria del Presidente. 3. ) Informe del Tesorero sobre el estado de la Caja. 4. ) Mociones y Varios. El estado de Caja referente al año 1948, estará a disposición de nuestros socios en la Secretaría, Monjitas 690, desde el día 17 de Abril del año en curso. Ruego remitir mociones para la Asamblea, por escrito, para que lleguen a más tardar el 17 de Abril (Casilla 2487 o Secretaría). Además, ruego indicar en Secretaría, a más tardar el 21 de Abril, las preguntas sobre el giro de la Sociedad que deseen hacer en la Junta General, para que se pueda disponer en la Asamblea misma de los documentos necesarios para dar informes rápidos y completos. José Hirschberg, Presidente Santiago, 18 de Marzo de 1949. TRAU'ERFEIER Am 9. Maerz fand eine Trauerfeier fuer Herrn Bernardo Pincus statt, in der das Andenken an diesen wertvollen Menschen im Kreise der ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Gemeinde und einer Anzahl seiner engeren Freunde in wuerdiger Weise geehrt wurde. Harmoniumspiel mit dem Vortrag des Haendelschen Largo durch Herrn Dr. Walter Rheinheimer eroeffnete die Feier. Es folgte das Lied von Schubert “Ueber allen Wipfeln ist Ruh”, stimmlich schoen von Frau Ruth Weissenberg zu Gehoer gebracht. Anschliessend ergriff der Praesident unserer Gemeinde, Herr Dr. José Hirschberg, das Wort zu einer Gedenkrede, die nach Form und Inhalt der Bedeutung der Feier in vollem Umfange gerecht wurde. In tiefeinfuehlender Weise zeigte er Wesèn und Wirken des so jaeh aus dem Leben Geschiedenen auf und entwarf ein Bild seiner Persoenlichkeit, das in lebensvollen Zuegen nochmals all das Grosse und Schoene, das dem Leben von Bernardo Pincus in so reichem Masse zu eigen war, vor den Hoërern erstehen liess. Herzensguete und stete Hilfsbereitschaft, Klarheit im Denken und Verantwortungsbewusstsein in allen Handlungen, Konzessionslosigkeit sich selbst gegenueber und Lebensfuehrung als Pflichterfuellung — dies waren die charakterlichen Qualitaeten, die wie der Redner im Rahmen seiner Gesamtanalyse ausfuehrte, Bernardo Pincus besonders auszeichneten und deren Verbindung ihn zu einem Mènschen von besonderem Format werden liessen. Und wie alle solche seltenen Menschen habe auch er keine Halbheiten gekannt, sondern sich ln Freund. Schaftsdiensten und Hilfeleistungen DER GEMEINDE stets voll ausgegeben und allzeit reinste Treue gegenueber seiner Familie, seinen Freunden, seinen Mitmenschen und seinem eigenen Gewissen gewahrt. Herr Dr. Hirschberg schilderte sodann, wie Pincus, ohne an dem pulsierenden juedischen Leben seiner frueheren Heimat Anteil genommen zu haben, als junger Mann nach Chile kam, wo er kein juedisches Milieu und keine Aufgaben fuer einen Juden vorfand, und wie er dann den Mangel an aeusserem Kon. takt durch geistige Verbindung, die Vertiefung in Geschichte und Literatur unseres Volkes, ausgehend von den ethischen und geistigen Werten unserer Bibel, zu ersetzen suchte. Er schilderte sein Ringen um die Erkenntnis der juedischen Lage, als im Jahre 1933 der Nazismus zunaechst nur mit verhaeltnismaessig schwachen Mitteln — die angeblich eisernen Fundamente der Juden in Deutschland aus den Angeln zu heben begann. Damals habe sich seine Haltung gegenueber diesem Ereignis nicht bloss in organisatorischer und materieller Hilfe erschoepft. Er habe vielmehr mit der ihm eigenen Klarheit gesehen, dass es sich um die Aufrollung der Judenfrage in ihrem ganzen Ausmasse, also nicht um ein Problem der Juden Deutschlands oder Europas, sondern um ein Problem der ganzen juedischen Welt handele, dass die Judenfrage nicht individuell, sondern kollektiv bedingt sei und nur kollektiv geloest werden k o e n n e, dass die Assimilation weder — wie es erforderlich gewesen waere — von beiden Seiten gewuenscht wurde noch bei der Eigenart unserer Gemeinschaft durchfuehrbar war. Daraus habe er, wie er das als Verpflichtung jedes denkenden Juden verspuerte, die Folgerungen fuer seine eigenen Beziehungen zum Judentum gezogen, in der juedischen Gemeinschaft das Volk, ein Volk erkannt und damit den Weg zu seinem Volke gefunden. Schliesslich habe dann der 29. November 1947, der. ihm ein ungeheures seelisches Erlebnis bedeutete, fuer ihn auch die Befreiung von der quaelenden Sorge um die Zukunft unseres Volkes gebracht, und getreu seiner Linie, den geraden Weg zu gehen, sei er seinen Erkenntnissen gefolgt und in die Union Sionista eingetreten. Eine Wuerdigung der hingebungsvollen erfolgreichen Arbeit, die Bernardo Pincus als frueherer erster Praesident und spaeterer Ehrenpraesident des Cisroco sowie als Mitglied der Repraesentanz, Bau — und Finanzkommission der Gemeinde geleistet hat, rundete die Skizzierung der Persoenlichkeit und Verdienste des Entschlafenen in treffender Gestaltung ab. Im Namen der Gemeinde und zugleich im Aufträge des Cisroco beschloss Herr Dr. Hirschberg seine Rede mit dem Versprechen, das Andenken an Bernardo Pincus in Ehren zu halten. Dieses Versprechen werde uns Verpflichtung sein, in ihm ein leuchtendes Vorbild zu sehen in Allem, woran sein Herz gehangen habe. Nur so koenne ihm die Treue vergolten werden, die er uns gehalten habe. Beethovens Lied “Herr, Deine Guete reicht so -weit”, ebenfalls von Frau Hennig-Weissenberg ausdrucksvoll gesungen, und Harmoniumspiel Dr. Rheinheimers, der auch die Gesaenge anschmiegsam am Harmonium begleitete, liessen die Feier, die alle Teilnehmer tief beeindruckte, in erhebender Weise ausklingen. G. GEMEINSCHAFTSSEDER Nachdem die bisherigen gemeinsamen Sederabende guten Anklang gefunden haben, beabsichtigen , wir, bei genuegender Beteiligung auch diesmal wieder einen solchen Gemeinschaftsseder im Gemeindehaus zu veranstalten. Dieser Seder soll am 1. Abend P e s s a c h (Mittwoch, den 13. April), stattfinden. Anmeldungen bitten wir bis spaetesten 6. April muendlich oder schriftlich an das Gemeindesekretariat, Monjitas 690, zu richten. Das Gleiche gilt von Antraegen (mit Begruendung) auf Preisermaessigung oder kostenfreie Beteiligung. Falls aus Raummangel nicht alle Bewerber beruecksichtigt werden koennen, ist die Reihenfolge der Anmeldungen entscheidend. Direktorium der Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” VERTEILUNG VON MAZZOTH Die Gemeinde wird auch in diesem Jahr wieder Mazzoth an Beduerftige zur Verteilung bringen. Entsprechende Wuensche bitten wir im Gemeindesekretariat, Monjitas 690, anzumelden. BEKANNTMACHUNG Hierdurch wird bekannt gegeben, dass unter Aufsicht hergestellte Mazzoth (Koscher schel Pessach) nur durch die Chewrah Kedischah San Francisco 1028 Fono: 34002 und im Sekretariat der S. C. I. “Biné Jisroel”, Fono: 33096, zu erhalten sind. Kaschruth - Kommission der S. C. I. “B’né Jisroel”