Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 1 ( Enero de 1949)
- Date
- 1949-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 7 ZUM ABSCHIED Nachfolgend bringen wir die Ansprache Walter Barons, in der er Worte des Abschieds an .die bei der Chanukka- Veranstaltung der Union Sionista anwesenden Mitglieder richtete. Chawerim Vechaweroth: Im Namen der Chawerim der letzten Gruppe des Kibuz Alijah Alef des Haschomer Hazair in Chile, will ich Herrn Rabbiner Loe»'enstein und Herrn Dr. Hirschberg fuer Ihre so herzlichen Abschiedsworte danken. Es ist kein Zufall, dass diese Abschiedsfeier der “Unión Sionista’’ die erste ist, die unserer Gruppe zu teil wird. Seit den — jetzt schon der Geschichte angehoerenden Zeiten — der Gruendung der Jugendgruppe durch Norbert Meyer, waren die Chawerim der “Unión Sionista” stets die ersten, wenn es galt unsere Arbeit zu unterstuetzen. In einer Zeit, als die hiesige Kolektivitaet uns noch als faschistisch verschrie, weil wir am Erew Schabbat weisse Hemden trugen, halfen uns die Chawerim der “Unión Sionista”, damals unter dem Namen der “Amigos de la Kidma”, die Schaffung eines Kens, eines Heims, in der Strasse Ricardo Sta. Cruz zu ermoeglichen. Und als wir spaeter an die Vorbereitungen der ersten suedamerikanischen Hachschara traten, verlacht und verspottet von vielen der heutigen Neu-Zionisten, waren es wiederum dieselben Freunde, die uns zur Seite standen, um diese Idee zu verwirklichen. Und als schliesslich vor nun schon 1 112 Jahren aie_ ersten neun Chawerim unseres Kibuz Alijah Alef sich zu ihrer geheimen Alijah ruesteten, da waren es wieder einmal die selben Chawerim der “Unión Sionista”, die uns nicht nur mit schoenen Worten, sondern mit Taten unterstuetzten. und die so einen Anteil an j enem historischen Schritt haben. Wenn wir nun heute von Ihnen Abschied nehmen, dann wollen wir nicht versaeumen, Ihnen allen fuer diese stete und uneigennützige Hilfe unseren tiefsten Dank auszusprechen. Wir sind uns gewiss, dass Sie das alles getan haben, weil Sie es fuer Ihre Pflicht als wahre Zionisten hielten, weil fuer Sie Israel noch nie ein Problem war, sondern inmer eine Tatsache. Und Sie gaben die einzige Antwort, die in diesen schweren Jahren, die hinter uns liegen, gegeben werden konnte, die Antwort des “Ja” der Pflicht. Und darum ist unser Dank an Sie ebenfalls ein “Ja”, ein “Ja” unserer Pflicht. Wir gehen nicht nach Israel, um Heldentaten zu vollbringen, nicht wir, noch die Chawerim, die vor uns fuhren. Unsere Alijah ist die logische Konsequenz unseres Weges und unseres Ideals, um dessen Verwirklichung wir ringen. Wir gehen nach Israel, um unsere Haende, und alle unsere Kraefte hinzugeben, um ein neues Leben fuer unser Volk zu schaffen, um zu bauen, zu konstruieren und um das Geschaffene zu verteidigen, und schliesslich, um unseren persoenlichen Beitrag zur Loesung der Judenfrage beizusteuern. Wir gedenken in diesem Moment unserer teuren Chawerim Ernst Mueller und Jascha Ghinesim, die wir nicht mehr bei unserer Ankunft begruessen werden koennen. Wir gedenken ihrer mit dem einen Trost, dass wir unser Versprechen, das wir ihnen in die Hand gegeben haben, als wir von ihnen Abschied nahmen, jetzt einloesen werden. Wir setzen ihren Weg fort, den sie angebahnt haben und fuer den sie ihr Leben Hessen. Und unsere Gedanken schweifen auch hinueber zu jenen Chawerim, die heute wiederum in Negba, in jenem Negba, das sie so heldenhaft verteidigt haben, und das bereits in die Geschichte eingegangen ist, auf der Wacht stehen, und wir danken in ihrem Namen fuer das Geschenk, das Sie zur Wiederaufrichtung dieses Kibuzes uns heute hier uebergeben haben. Dies ist uns £,0000000000000000000000000003 ein erneuter Beweis, dass wir, auch wehn wir uns physisch von Ihnen verabschieden, weiterhin verbunden bleiben, und dass unser Schicksal und unsere Hoffnung auch die Ihren sind. Das staerkt uns in unserem Wege uncT gibt uns die Gewissheit, dass wir verstanden werden und nicht alleine stehen. Und wir erwarten, dass jeder Jude in dieser historischen Zeit, dip unser Volk miterlebt, erfasst und mitgerissen wird und sich unserer grossen Gemeinschaft anschliesst. Wir sollen mit grossen Worten sparsam sein, aber hier muss es gesagt werden: Wenn diese Stunde nicht begriffen und nicht erfuellt wird, wenn diese einmalige Gelegenheit, die uns die Geschichte geboten hat, durch Lauheit, durch Engherzigkeit, durch Eigensinn nicht genuetzt.'und damit vernichtet werden koennte, dann haette unser Volk keine Existenzberechtigung mehr. Darum rufen wir Ihnen in diesem Moment des Abschieds jene Worte zu, die Matathija, der Hasmonaeer, vor zweitausend Jahren zu Modln rief, “Wer den Bund halten will, ziehe aus, uns nach!” Und wir hoffen, es werden uns viele, viele folgen — vielmehr, sie werden sich selber folgen. Denn sie werden den Weg der inneren Befreiung betreten, und sie werden erkennen, dass es fuer den sich wahrhaft befreienden Juden keine Wege gibt, sondern nur einen Weg. In diesem Sinne: Lehitraoth!... und gedenkt, wenn Ihr wiederum im abendlichen Daemmer Eurer Haeuser die Chanukahlichter entzuendet, jener alten und doch so aktuellen Wprte: “Ziehet aus, uns nach!” BEZUG — STOFFE fuer Ihre DAUNENDECKEN ln grosser Auswahl am Lager Frau Ilse Philipp Colo Colo 982, Tel. 47892 und 46649 ¿IOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOQOOOOOOOOOOOOOOO vOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOC® Vertreter gesucht zum Besuch vom Llbrerias Ir Santiago. Base Comislön. Hans Gruenberg. Qullpue. ESMERALDA 442. 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