Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 1 ( Enero de 1949)
- Date
- 1949-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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BOLETIN INFORMATIVO Ein Votirag von Manuel Graiver R.EIS.E DURCH ISRAEL Weit inhaltvoller noch, als der Titel versprach, war der leider nicht allzu gut besuchte Vortrag, den Manuel Graiver im Rahmen der Kulturveranstaltungen unserer Gemeinde hielt. Der Redner, suedamerikanischer Direktor des KKL, ein alter Freund der B’n§ Jisroel, gab nicht nur ein anschauliches Bila seiner juengsten Reise .durch Israel, sondern vermittelte eine so lebendige Fuelle von charakteristischen Details und Informationen, dass sich vor dem Zuhoerer gewissermassen plastisch das Gesicht des neuen Staates abzeichnete, In zeitgemaesser Abwandlung des Herzl-Wortes, dass der Judenstaat unterwegs ist, betonte er, dass jetzt das juedische Volk zu seinem Staate unterwegs ist, der einzigen Staette, an der die formell zwar ueberall beseitigten, aber praktisch doch weiterbestehenden Diskriminationsgesetze wirklich nicht vorhanden sind. Scharf geisselte der Vortragende die englische Mandats— und Nachmandatspolitik, deren verhaengnisvolle Folgen nur die weise Voraussicht und Vorsbrge unserer fuehrenden Maenner mit Erfolg abzuwenden vermochte. Das lange Zeit als besonders schwierig betrachtete AraoernroDlem nabe dadurch seine Loesung gefunden, dass nur etwa 70.000 Araber im juedischen Staate verblieben sind, denen man jeden staatsrechtlichen und religioesen Minderheitenschutz gewaehren werde. Besonders interessant waren die von Graiver gegebenen Einzelheiten ueber das Funktionieren des juedischen Staates und seiner Verwaltung. Mit 4.200 Beamten arbeitet die vor die gewaltigsten Aufgaben gestellte Staatsmaschine weit besser, als es die englische Administration mit einem Stab von 26.000 Koeofen tat. Anstelle des von den Judenstaat - Gegnern erwarteten Chaos ist ein hundertprozentig geordnetes, aufstrebendes, in voller Entwicklung befindliches, Staatswesen getreten, das zweifelsohne berufen ist, die kulturelle und industrielle Fuehrung im mittleren Orient zu uebernehmen. Mit zahlreichen Details aus allen Gebieten von Wirtschaft und Produktion (Transportwesen, Landwirts c h a f t, Industrie, Post, Polizei usw.) wurde diese These schlagkraeftig belegt. Ein besonderes Ruhmesblatt bei dem heldenhaften Einsatz des Ji. schuw in der Verteidigung unseres Bodens bildete, wie der Vortragende ausfuehrte, der uebermenschliche Kampf unserer Chawerim in Negba, deren erfolgreicher Widerstand Tel Aviv vor dem Feind gerettet habe. Fuer die moralische Qualitaet des neuen Staates kann es als bezeichnend angesehen werden, dass beispielsweise in Nazareth die geheiligten Staetten der anderen Religionen unter dem besonderen Schutz des juedischen Heeres stehen und von Posten der Haganah bewacht werden. Der Redner schloss seine von ueberzeugendem Optimismus getragenen Ausfuehrungen mit einem Appell an die Juden der Galuth, sich der Brueder des Jischuws wuerdig zu zeigen, die neben dem Einsatz ihres Lebens und vielen anderen Opfern durch freiwillige Beitraege nicht weniger als 35 Millionen Pfund fuer die Beduerfnisse des Staates Israel aufgebracht haben. C. S—r. Mitteilung der Redaktion An Stelle des infolge seiner Alijah ausscheidenden Herrn Walter Baron ist Herr Hans Kaufmann als Redakteur und technischer Leiter des redaktionellen Teils unseres Boletín Informativo verpflichtet worden. Acción Unificada Das bisherige Resultat dieser Aktion ist ausgezeichnet. Der groesste Teil unserer Mitglieder hat bereits beigetragen oder seine Zeichnung vollzogen, die den Notwendigkeiten dieser umfassenden Einheitscampa- ña entsprach. Etwa 15 % unserer Mitglieder hat sich trotz mehrfacher Aufforderung noch nicht gemeldet. Sowohl im Interesse der Aktion wie in ihrem eigenen — um naemlich die Moeglichkeit der monatlichen Quoten auszunutzen —■ bitten wir sie recht bald entweder in den Sprechstunden der Kommission (werktags 12-1 oder 19 bis 20 h) bei uns vorzusprechen oder ihren Beitrag telefonisch (33096) oder brieflich (Casilla 2487) anzugeben. Wir sind davon ueberzeugt, dass sich auch diesmal niemand seinen Verpflichtungen entziehen und nach seinen Kraeften die Fonds fuer Israel, fuer Europa und fuer die lokalen Institutionen durch seine Beteiligung an der Acción Unificada unterstuetzen wird. A N G EKUENDIG TE NEUERSCHEINUNG Im “Boletín de la Academia Chilena de Historia” ist vor kurzem eine Arbeit von Herrn Guenter Boehm, ueber “Los Judíos en Chile durante la Colonia” erschienen. Herr Boehm, der zu unserem Kreis gehoert und. bis vor kurzem in Concepción wohnte, hat bereits frueher interessante Arbeiten ueber die Geschichte der Juden in Chile geschrieben, die in “Judaica” (Buenos Aires) erschienen. Die jetzige Abhandlung umfasst 13 Kapitel, von der Rolle der Juden in der Entdeckung Amerikas bis zu den Beziehungen des Befreiers O’Higgins zu den Juden und ninmt 80 Seiten des Boletins ein. Wie wir erfahren, wird sie in Baelde als Buch erscheinen, wobei wir selbstverstaendlich die Gelegenheit wahrneh- ¡ men werden, uns ausfuehrlich mit I ihr zu befassen. i Enrique Rotszyld im Negev gefallen Bei Redaktionsschluss wird uns die traurige Nachricht bestaetigt, dass Enrique Rotszyld, Sohn einer alteingesessenen Familie, bei den letzten Kaempfen im Negev gefallen ist. Er begab sich vor Beginn der Feindseligkeiten im vorigen Jahre nach Israel und kaempfte in den Reihen der Palmach. Mit seinem Tode hat der chilenische Jischuw, nach Ernst Mueller und Jascha Ghinesim, sein drittes Opfer im Kampfe! um die Freiheit Israels zu beklagen.! Wir werden in unserer naechsten Summer auf naehere Einzelheiten eingehen. “MUNDO JUDIO” 14 Jahre alt Das Organ der Federación Sionista blickt mit seiner ersten Ausgabe dieses Monats auf ein vierzehnjaehriges Bestehen zurueck. Seine Spalten, die Woche um Woche in viele juedische Haeuser gelangen, spiegeln in lueckenloser Folge eine der dramatischsten Zeiten juedischer Geschichte wieder. “Mundo Judío” hat eine wichtige und wertvolle Arbeit in informativer, orientierender und auch erzieherischer Hinsicht geleistet, indem er immer wieder die brennenden, unser Volk betreffenden Tagesfragen an unsere Menschen herangetragen hat. Gerne erinnern wir uns an die deutschsprachige Beilage, die in den Jahren 1939 und 40 erschien und von dem Bemuehen getragen, war, dem neu eingewanderten Element seine Einordnung in die “colectividad” zu erleichtern. EINE VERDIENTE EHRUNG Unser Mitglied Heinz Gotthilf ist von der “Asociación Atlética”, der alle hiesigen Sportverbaende angeschlossen sind, zum Vize-Praesidenten gewaehlt worden. Herr Gotthilf ist langjaehriges Mitglied des Sportklubs Green Cross und erfreut sich dank seiner unermuedlichen Taetigkeit allgemeiner Anerkennung und Beliebtheit. Selbstverstaendlich gehoert er zu den Gruendern und eifrigsten Foerderern des Makkabi. dessen Idee er in Chile seit vielen Jahren verficht. Die Sportnachrichten und Kommentare des “Mundo Judío” entstammen seiner Feder. Wir gratulieren auf diesem Wege Herrn Gotthilf zu der Ehrung, die ihm zuteil geworden ist. INGENIEUR LOMNITZ NACH U. S. A, Im Anschluss an eine hervorragende Abschluss-Arbeit (ueber Kanalisations-Fragen) hat unser Mitglied Cinna Lomnitz den Ingenieurs-Titel der Universidad de Chile verliehen bekommen. Tage darauf begab sich Herr Lomnitz nach Denver, Colorado, w0 er auf einer landwirtschaftlichen Versuchsstation der nordamerikanischen Regierung Bewaesserungsprobleme studieren wird. Nach Ablauf eines Jahres wird er von dort nach Israel wandern, um sich niederzulassen. ^iiiiiMMiMiiiiNiiiiiiHiiMiiiiiiiiiiiiiniuiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiimiimiiiimmiiimiHiiiiiiiimimiiiiiiiiiiiiimmimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiHiiiiiiiii^ I FEBRUAR 1939 I TALLER DE FEBRUAR 1949 | RELOJERIA f 110 JAHRE UHRMACHER NACHMANN I | HUERFANOS 757 4<>, PiSO, OFICINA 406 FONO 36464 | 1 Cteatro maximD | | Sorgfaeltige Ausfuehrung aller Reparaturen unter Carantie zu maessigen i reisen, | .TiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiitiiiHiiiiMiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiimiimHtiHhiuiiiimiiiiiimiiiiimiimimiiiiiimmiiimiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiimmiiiiiiiiiiiiiiir