Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- IX (1947)
- Issue
- 5 (5.1947)
- Date
- 1947-05-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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BOLETIN INFORMATIVO Pág. 9 AUS DEM GEMEINDELEBEN J G A ESTE UNSERER GEMEINDE DER “JOINT” UND DIE JUEDISCHEN GEMEINDEN SUEDAMERIKAS. Ein Interview mit Herrn George Greenspun, New York Wir haben die Gelegenheit nicht versaeumt, den Gast unserer Kolektivitaet, Herrn George Greenspun aufzusuchen, um von ihm naehere Einzelheiten ueber die Arbeit zu erfahren, die der “Joint” augenblicklich leistet. Herr Greenspun ist einer der faehigsten Mitarbeiter des “Joint”, der sich auf einer Suedamerikareise befindet, um die Moeglichkeiten fuer eine naehere Zusammenarbeit dieser Organisation mit den juedischen Gemeinden in den Laendrn dieses Kontinents zu untersuchen. Herr Greenspun ist ebenfalls ein ueberzeugter Zionist, der mehrmals mit Dr. Weizmann und anderen juedischen Fuehrern in persoenlichem Kontakt gestanden hat. Herr Greenspun weist uns im Laufe der Unterhaltung auf die so tragische Notwendigkeit hin, die Ueberlebenden unseres Volkes, die noch heute in den Laegern Europas sind, so schnell wie moeglich an den einzigen Ort zu bringen, wo man sie mit offenen Armen erwartet: nach Palaestina. Nur dort, so fuehrt er aus, haben sie eine Moeglichkeit ihr (Leben wieder neu aufzubauen, sowohl in oekonomischer wie in kultureller Hinsicht. Dann berichtet uns Herr Greenspun von der Arbeit des “Joint”, dessen Etat heute groesser ist als der mancher selbststaendiger Staaten. Der “Joint”, so erklaert er, bemueht sich hauptsaechlich um die tausende juedisoher Waisenkinder, den Wiederaufbau der zerstoerten Zentren in Europa und die Wanderung nach den > ueberseeischen Laendern und Palaestina. Unser Gast schliesst seiine Ausfuehrungen mit einem warmen Aufruf an die Gebefreundlichkeit der in den Latein-Amerikanischen Laen. PROTOKOLL ueber die Sitzung der Repraesentanz am 8. April 1947, abends 7.30 Uhr, unter der Leitung ihres Praesidenten Franz Seligsohn, der zunaechst von dem Vice-Praesidenten, Nuta Nebenschoss, vertreten wird. Es fehlen entschuldigt die Herren Keller und Pereies, die sich im Ausland befinden. Der Vice-Praesident begruesst zunaechst das neu eingetretene Mitglied der Repraesentanz, Enrique Nussbaum, mit herzlichen Worten. Das Protokoll vom 11. Maerz wird nach Verlesung genehmigt. Herr Friedmann berichtet namens des Vorstandes: Es haben 4 Sitzungen des Vorstandes stattgefunden. Es wurde eine Erhoehung der Anzeigenpreise fuer das Mitteilungsblatt beschlossen. Mit der Ita (Juedische Telegraphen-Agentur) ist ein neues Abrommen geschlossen worden. BARUCH ZUCKERMAN Seit wenigen Wochen weilt unter uns Herr Baruch Zuckermann, der aus Nordamerika kommend, die diesjaehrige Einheitscampana fuer die juedischen Fonds leitet. Herr Zuckermann ist unseren Mitgliedern kein Fremder, war er doch bereits vor wenigen Jahren in Chile, und sind seine Faehigkeiten noch in frischer Erinnerung. Baruch Zuckermann, in Litauen geboren, wanderte schon als Jugendlicher nach den Vereinigten Staaten aus, wo er den groessten Teil I ■/ seines Lebens verbrachte. Trotz seines Rabbiner- Titels, schloss er sich ¡bald der zionistisch-sozialistischen Bewegung an, an deren Fuehrung er noch heute steht. Seit 1907 nimmt er aktiven Anteil an der zionistischen en Politik, und vertritt seine Partei “Poale Zion”, in fast allen zionistischen Weltkongressen. Baruch Zuckermann nahm spaeter an der Gruendung des “Juedischen Weltkongresses” teil, fuer den er oftmals Europa, und besonders Polen besuchte, um seinen juedischen Bruedern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Als Mitglied der Exekutive dieser Organisation, leitet er seit mehreren Jahren dessen suedamerikanische Abteilung, und in dieser Eigenschaft steht er dieses Mal wieder an der Spitze einer Sammlung, die der Not unserer Brueder in Europa und dem Aufbau in Erez Israel gewidmet ist. Baruch Zuckerman hat heute bereits seinen Wohnsitz in Palaestine, von wo aus er auch am letzten Weltkongress in Basel teilnahm. Danach begab er sich nach Suedamerika, wo er die Lateinamerikanische Konferenz des Weltkongresses vorbereitet, die in wenigen Wochen in Montevideo, stattfinden wird. dern lebenden Juden, die heute eine entscheidende Rolle im Leben unseres Volkes spielen, und die durch ihreiHlilfe fuer ihre Brueder im Grunde nur sich selbst helfen. Die Municipalidad hat die Vorpruefung des Bauprojekts zufriedenstellend abgeschlossen. Die Ausschachtungsarbeiten sind Herrn Gregorio Silbermann uebergeben worden. Herr Ebstein berichtet namens der Finanzkcmmission. Die Finanzkommission billigt den vom Vorstand vcrgelegten Etat fuer 1947 unveraendert bis auf folgende Positionen: , Ziff. 11: Der Zuschuss fuer den Cisroco soll auf $ 36.000.— erhoeht werden; der Zuschuss fuer unvorhergesehene Miete und Umzugsfaelle auf $ 50.000. Zur Deckung des Defizit sollen die Beitraege um 50% erhoeht werden. Trotzdem bleibt nach den vorgelegten Zahlen ein Defizit von $ 228.178 bestehen. Herr Lehmann berichtet namens der Kulturkommission. Es hat eine Sitzung unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Herrn Landau, stattgefunden, der ein umfangreiches Protokoll vorgelegt hat, das allgemeine Billigung gefunden hat; u. a. ist ein juedischer Kongress vorgesehen, ueber dessen Ausgestaltung in eingehender Aussprache Einigung erzielt wird. Herr Danziger berichtet namens der Pressekommission. Es beklagt, dass an den Sitzungen 6 Mitglieder nie teilnehmen. Die Drucklegung ist erheblich teurer geworden. Die Mitglieder der Repraesentanz werden aufgefordert, Artikel zur Verfuegung zu stellen. Herr Danziger berichtet ebenfalls fuer die Kultuskommission. Sodann findet eine eingehende Aussprache ueber den Etat statt. Herr Stern begruendet den Haushaltpian. Herr Hollaender bemaengelt, dass der Betrag von $ 20.000.— fuer die Campaña Unica zu gering sei und beantragt Erhoehung auf $ 40.000. Herr Nussbaum unterstuetzt diesen Antrag waermstens, der sondann einstimmig angenommen wird. Herr May regt sodann eine bessere Staffelung der Mitgliedsbeitraege auf der Basis des Einkommens der Mitglieder an. Die Idee wird eingehend besprochen und findet erhebliches Interesse. Auf Antrag des Herrn Rosenthal wird folgendes einstimmig besschlossen: Der Vorstand wird beauftragt, bis zum 31. Juli einer ausserordentlichen Generalversammlung' ein Projekt zur sozialeren Ausgestaltung der Beitraege nach der Leistungsfaehigkeit der Mitglieder vorzulegen. Unter Punkt “Verschiedenes” wird die folgende vom Vorstand vorgeschlagene Verteilung aus einem Bestand von $ 40.000.— des Emergencia-Fonds gebilligt; 100 Dollar der Kwutza Ziegenhain bei Kassel durch Vermittlung des Joint. 50 engl. Pfund dem Chief Rabbi’s Emergency Council in London. 40 engl. Pfund dem Chief Rabbi Hertzog in Palaestina. 40 engl. Pfund dem Chief Rabbi Hertzog zur Weiterleitung an das Fluechtlingscomité fuer juedische Lehrer und Rabbiner. Schluss der Sitzung: 22.30 Uhr. Einweihung des Denkmals fuer die verbrannten Thorarollen Am Donnerstag den 5. Juni 1947, vormittags 11 Uhr, (staatlicher Feiertag) findet auf dem Juedischen Friedhof in Conchali die feierliche Einweihung des Denkmals fuer die in unserer Synagoge San Diego verbrannten Thorarollen t *>'•' x-, , 28! durch die ¡beiden Institutionen Jevra Kedischa und Sociedad Cultural Israelita “B’ne JisroeP statt. Im Hinblick auf die Bedeutung des feierlichen Aktes bitten wir um rege Beteiligung Seitens unserer Mitglieder. Micros stehen zur Verfuegung (Einzelheiten sind aus dem Inserat in dieser Nummer des Blattes zu ersehen). REPRAESENTANTEN - VERSAMMLUNG