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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-09-22 · 27 (22.9.1838) · p. Seite 108

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
27 (22.9.1838)
Date
1838-09-22
Page
Seite 108 (sequence 4)
Language
German
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108 Literarische Correspondeiiz. München, 15. Mai. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München, von Lilie nthal. (Fortsetzung.) 107) Jbn Roschd, Commentar in die Physik des Aristoteles; 2) in das d'imii-ij'D; 3) in das nösj-it-n i-pinsi '2; 4) in das -niav^h mm« '2; 5) in das VINVNI '2; geschrieben von MoseS ben Samuel ben Iehuda, 1510. — 2) Der 30ste Abschnitt aus Aristoteles Physik commentirt von Themistäus 5126; dabei ist in der Aufschrift die Bemerkung: In dem griechischen Texte fehlt dieser Abschnitt. 3) Jbn Roschds Commentar in die Metaphysik des Aristoteles. 4) Commentar auf das hohe Lied von R. Levi ben Gerson, vom Jahre 5201. 5) Einige Abhandlungen über Jbn Roschds Commentar des 'ö des Aristoteles von R. Moses ben Josua Jsai ben David aus Narbonne. 108) rnbTül msipnin '2 von R. Abraham ben Schemuel S acut. Wolf führt dieses Werk unter dem rn2T nsidn auf, das in 19 Kapiteln über Astronomie handelt. Diesem beigebunden ist 2) ülV^ri 2‘“iS5 pIQ von demselben. Dieses ist das bei Wolf unter dem Namen, Almanach perpetuum omnium planetarum raotuum angeführte Werk, wobei er schon bemerkt, daß dieses von seinen astronomischen Tabellen nicht ver- . schieden sei; denn dieses besteht, einer kurzen Einleitung ausgenommen, nur aus Tabellen. — 109) tTdldiyd!-; riliis von Abu Achmed Algazali, schon unter No. 63 angeführt. — 110) rfiNID'n '2 von Maimonides. Er führt in Hilchot Deot v. VI. §. 21 dieses Werk an, in dem er in 25 Abschnitten Regeln, zur Erhaltung der Gesundheit aufstellt. In diesem ganzen Codex ist er immer unter dem Namen aufgeführt 2) 'd von demselben, gewöhnlich j-riaü ip'-iD genannt. Die Meinung des Bartolo ccius, der dieses Werk mit den Ü222NZ trp-iEi für identisch hält, ist ganz falsch; denn dieses Werk, das R. Serachja ben Jsaac ben Schealtiel aus Barzelona in's Hebräische nach Aussage dieser Handschrift zu Rom 1536 übersetzte, handelt in 4 Kapiteln mit besonderer Berücksichtigung auf die Körperconstitution des Sultan, für den und in dessen Auftrag er es bearbeitete, von Unterleibsbeschwerden, a) Allgemeine Regeln zur Erhaltung der Gesundheit; b) Hausmittel und Verhalten, wo keine ärztliche Hülfe zu haben ist; e) Verhaltungsregeln für den Sultan; d) medicinische Heilmittel gegen eingetretene Beschwerden mit beigefügten Vorsichtsmaßregeln. — 3) Abhandlungen vo'n Maimonides über Vergiftungen: a) durch Schlangenbiß in 6 Kapitel, 6) durch Gifttränkö in 4 Kapitel. — 3) Abhandlungen über den Beischlaf, für den Sultan verfertigt. — 4) Abhandlungen über verschiedene Arten des Aussatzes von R. Salomon ben Joseph Ebn Job aus Spanien, übersetzt 5025 zu HÜ'Yld; das Manuscript ist geschrieben 5090 von Ezechiel ben Salomon ben Joab. — 5) Einige Recepte und Uebersetzung der arabischen Medicamente. 6) ril^N '2, Hippocratis Prognostiken. Es ist das wahrscheinlich dasselbe, das Juchafin demMaimonidcs zuschreibt, und das Wolf mit dem oben angeführten '2 identisirt. — 7) Abhandlung über die Beschwerden beim Uriniren. 8) G alen u s '2, von R. Chanin ben Jsaac aus dem Arab. in'S Hebräische übersetzt. — 111) rrrtlütt von R. Elias ben Benjamin, wahrscheinlich atd ij-pba 'l von Gernesheim. Ein sehr interessantes Schreiben, das eine Propädeutik zur Kabbala ist, und höchst schätzbare Bemerkungen zu einer jüdischen Literaturgeschichte enthält. Am Anfänge behauptet er, das Buch ‘nrnt wäre nicht auf uns gekommen (in seiner ursprünglichen Reinheit.) — So bemerkt er ferner unter andern», der sei gegen den 2^2122 des Maimonides geschrieben. Von R. Moses de Reate führt er ein Buch unter dem Namen 2212 2)2^72 an, das eine Untersuchung der griechischen Philosophie rc. enthält, das , der Autor, der sich später der Theosophie und Mystik ergab, wieder verwarf. — 2) Ausführlicher kabbalistischer Commentar des Gebets von R. Menachem Rekanati. — 3) Kabbalistischer Commentar auf Ruth. 4) 2272 des Nachmanides. 5) Die 10 ErsViü der Kabbala. 6) Unter dem Titel 'h ^2 die verschiedensten mystischen Abhandlungen über die beliebigsten mannigfachsten Gegenstände. Geschrieben von Paulus Emilius 1538 in Gradoli. 112) Commentar des Nachmanides auf das 3., 4. und 5. Buch Mosis. 113) Der Pentateuch vom 1. Buch Mosis 64s Capitel bis zu Ende Leviticus, hebr'äisch, chaldäisch und arabisch. Diese drei Sprachen sind Vers für Vers untereinandergeschrieben in drei - Colonnen auf jedem Blatte. Im Chaldäischen sind einige abweichende Lesearten vom Paraphrasten. Das Arabische ist die Uebersetzung des R. Saadjah Gaon. Am Rande ist auch die Masora beigeschrieben. — Die Zahl, wann dieser schätzbare Codex geschrieben wurde, ist nicht angegeben. — 114) '2 von Emiliuö Paulus 1538 herrlich geschrieben. 115) Vier ziemlich starke Abhandlungen über einfache Arzneimittel, arabischer Text mit hebräischen Lettern. Von dem Namen des Autors ist auf dem defecten und korrupten Titelblatte nichts weiter als das Wort Graaphar zu lesen. — 116) ^22 niäll) des Rabba bar Nachmani, von R. Jsaac ben Elieser hacohen 5193 geschrieben. 117) ll27272N *ni£2 von R. Jacob ben Ascher, ein ' herrlicher Codex, mit einem Index am Anfänge, geschrieben von I ose pH Jom tob 5161. 118) N2172NN '2 ein kabbalistisches Buch, ohne Angabe des Autors. Diesem beigegeben ist 2) die Antwort des R. Hai Gaon auf die an denselben gerichtete Frage: Nach kabbalistischen Grundsätzen sollten die Sephirot und Midot sich entsprechen, und diese wären doch 13, jene nur 10? (Fortsetzung f olgt.) Redacteur vr. L. Philippson. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B Hirfchfeld

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