Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 23 (18.8.1838)
- Date
- 1838-08-18
- Page
- Seite 92 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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92 schon Wolf bemerkt, daß er den Autor nicht kenne. 6) ©ön l-fclUN deS Abarbanel, seine bekannte Abhandlung über die Glaubensartikel. 7) Commentar theosophischen Inhalts, auch die dem Moses geoffenbarten dreizehn Eigenschaften Gottes von R. Ascher ben Abraham ben David, nur 6 Blatter stark. 8) Kabbalistische Bemerkungen über das Gebet von einem Vorsänger R. Abraham. 9) Commentar der 10 Sephirot von R, Meir ben R. Nachman, auch nur einige Blätter zählend. — 92) Commentar des R. David Kimchi und des R. Levi ben Gerso n auf Josua, die Richter, die beiden Bücher Samuels und der Könige, geschrieben im Jahre 5198. — An dieser Handschrift ist zu bemerken, daß der Text, der in gewöhnlicher Kurrentschrift geschrieben ist, punktirt ist. — 93) 'r; niüfibM 'D des R. Levi ben Gerson. 94) Ein herrliches Manuscript in 4, das in einem Bande den ganzen babylonischen Talmud enthält. Der Tractat Berachot endigt den Seder Moed, und Söder Seraim ist ganz am Ende geschrieben. Raschi und Tosephot sind nicht beigeschrieben. Die Mischna, die an dem innersten Rande jeder Seite sieht, ist mit größern Lettern geschrieben, während der Text der Gemara unglaublich klein, doch keineswegs unleserlich geschrieben ist. Vor dem Anfänge des Talmuds nimmt eine Auszählung der biblischen Geschichte bis zur Abfassung des Talmuds einige Blätter ein; am Ende steht, dieOrdnung der Tanaim und Amoraim, und alle nothwendigen Formeln für ttmro, üY Eprri'äKi trattn, und die nöthigen Vollmachten, Wechsel, gerichtliche Ausfertigungen u. s. w. Geschrieben ist dieser höchst interesiante Codex im Jahre 530! von R. Salomon b. Simson ch e n M e t h a t h i a ben Joseph. 95) MjrbtM b von R. E!kana ben Jeruch am ben Avigd ud. Auch dieses ist nicht daS ro urit dem eö von den Gelehrten oft vertauscht wurde; denn auch sein Anfang, wie der des obenangesührten lauret Mbi'iD bi 'D* NÄQ Auch diese Handschrift ließ der genannte Widmanstätt auf eigene Kosten ansertigen, und sie ist sowol durch äußere Ausstattung als Schönheit der Schrift eine der herrlichsten in der hiesigen Handschriftensammlung. 96) Mi“i ■J-wp“1"), Mi1“, rPtlK'iz von M e nach em b e n Samuel abgeschrieben im Jahre 5178. — 97) von R. Schemuel Elieser bar Jehuda ha levi: die Handschrift des Werkes dieses in talmudischen Ausarbeitungen sehr fruchtbaren Autors ist von Moses b. Chajim Ebn Schebukah zu rrpMii “rsbibdr verfertigt. — 9g) Der Aloreh Nebochim des Ätaimonides. Ein altes, defectes Exemplar. — 99) Ein sehr wichtiger Codex! Jüdisch-deutsche Mährchen von Jsaac ben Jehuda und Benjamin ben Joseph erzählt; die erste Abtheilung enthalt die Geschichte eines Kaisers Holofernus; die zweite die Historien Eulenspiegclö. 100) Commentar des Kanons Ayicenna's. — 101) Dazu der Kanon, im arabischen Texte mit hebräischen Lettern. — v 102) mniM “UMS,, kabbalistischer Commentar auf dieAgadot des Talmud von R. Tod ros ha levi. 2) n'Xin '":?a von R. Menach cm R ekanati. — 103) Eine arabische Abhandlung über praktische Medicin von Maluchi (?); ebenfalls mit hebräischen Lettern. — 104) Der Kanon des Ebn Sin ah mit hebräischen Lettern und arabischem Texte. Ganz am Ende findet sich der Name des Autors; der Name des Schreibers, so wie einige Blätter am Anfänge fehlen.. — . 105) Aristoteles: miHüWM bl b) b mit einem Commentar des Ebn Rofchd c) üpriM bl ebenfalls mit einem Commentar desselben Autors; d) nsmri bl e) b, £) M>Lori.ri o» — 106) iMEipM biüi von R. Jsaac be.n Salomon ben Sahola. Wolf bemerkt in einer Note gegen die jüdischen Chronologen, daß für MblMS gelesen werde Mb'ttS nach einem am Rande stehenden Gedichte; allein diese Handschrift weist gegen Wolf für die jüdischen Schriftsteller aus, weil es in derselben: MblMi ■’ifcs heißt. Daö Buch ist, wie bekannt, in fünf Theile getheilt, und handelt im ersten vom Lobe der Erkenntniß, im zweiten von der Buße, im dritten von der Klugheit, im vierten von der Leutseligkeit und im letzten von der Furcht. Die Handschrift ist vor jeder Fabel mit einer Vignette geziert. 2) niOMM b von R. Abraham ben Chasdai ben Samuel halevi. Dieses Werk, daS beabsichtigt, den Juden die Ansichten der griechischen Gelehrten über Unsterblichkeit der Seele beizubringen, ward, wie schon R. Gedaljah eingesteht, fälschlich dem Aristoteles beigeschrieben. Aristoteles wird darin krank angeführt; die Gelehrten strömen hinzu, ihn zu besuchen, und er durch den Geruch eines Apfels, den er in der Hand hielt, gestärkt, bespricht sich mit ihnen über daS zukünftige Leben und die Unsterblichkeit der Seele. Als ihm der Apfel entfällt, entflieht seine Seele. Freilich keine sehr poetische Veranlassung zur Betitelung eines Buches. Diese Einführung deS kranken Ariftoteles war, wie sich von selbst versteht, die falsche Ursache, warum er als Autor des Buches, das nur eine Compilation aussden griechischen Philosophen ist, angeführt ward. 3) -22.N o von R. Jehuda ben Salomon Charisi; ein Gespräch des Walenus mit seinem Freunde und Schüler Moriah über Körper, Seele und das intellektuelle Vermögen, von Charisi aus dem arabischen ins hebräische übersetzt; daS Werk, oder vielleicht nur einen Commentar über dasselbe soll in arabischer Sprache R. Abraham ChaSdai geschrieben haben. 4) yblSNl von Abu eli Alehasin Jbn Sina. die Aufschrift der hiesigen, wie die Vaticaner, lautet NMü. Das Werk handelt in 16 Kapiteln: 1) von der Materie. 2) Regen, 3) am Himmel sind keine Körper, 4) nie findet eine Veränderung in den Himmelskörpern statt. 5) Zweck des Regens. 6) Es giebt nur Eine Welt. 7) Keine körperliche Kraft bewirkt die Bewegungen am Himmel. 8) Ucber die Gestalt des Himmels. 9) Ucber die Gestalt der Erde; 11) der Himmel macht täglich dieselbe gleiche Bewegung. 12) Es giebt viele Dunstkreise. 13) Von den Sternen.^ 14) Die Luft wird von den Strahlen der Sterne (Himmelskörper) erwärmt. 15) die Himmel, nicht die Sterne bewegen sich, 16) die 4 Elemente. — 5) ■pnitSM b von R. Jom tob Lippman, eine polemische Schrift gegen die Christen, Sadd.ucaer, Epikuräer und andre Sekten. Das Buch behandelt fast ganz Tenach, und bringt die dort in Nummern getheilte Abschnitte in folgende siebentägige Ordnung. Sonntag: gegen das Christenthum. Montag: über die Gerechten. Diensitag: über die Bibelverse, aus denen die Trinität:c. bewiesen wird. Mittwoch: über den rationellen Grund der mosaischen Gesetze. Donnerstag: über Verse verschiedenen Inhalts aus der Bibel. Freitag: Widerlegung der verschiedenen Sekten. Samstag: über die wichtigsten Dogmen der jüdischen Religion. — (Fortsetzung folgt.) Redakteur: Dr, L. Philippson. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. — Druck von Z» B. Hrrfchfeld.