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Bar Kochba · 1929-05-01 · Mai 1929 · p. Seite 151

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1929
Issue
Mai 1929
Date
1929-05-01
Page
Seite 151 (sequence 11)
Language
German
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151 lange darauf gelang es dem Mittelstürmer der Post den Ausgleich zu erringen. Lehmann brachte B. K., durch einen im Alleingang erzielten wunderschönen Treffer, erneut in Führung. Kurz vor Halbzeit ist der Halblinke der Post gut freigespielt worden. Gegen seinen Wurf war Herzheim machtlos. Beiderseitige Bemühungen vor llalb/.eit noch die Führung zu erringen, scheiterten an der glänzenden Arbeit der Torhüter. Nach Wiederanpfiff erzielte B. K. durch Feigenbaum (1) und Lehmann (2) drei weitere Tore, denen Postsportverein in den letzten 5 Minuten zwei Treffer entgegensetzen konnte, wobei aber das letzte Tor irregulär war, da der Mittelstürmer beim Werfen den Schlußkreis schon übertreten hatte. Bar Kochba hat damit seine Spielstärke, die von gewissen Seiten manchmal angezweifelt wurde, erneut unter Beweis gestellt und seinen Ruf als gute Mannschaft gerechtfertigt. Spielbericht vom 5, 5. 1929 Bar Kochba I — Sportverein 99 Offenbach I. 5:1 (1:1) Lachender Sonnenschein breitete sich über den Ostpark aus und viele Leute strömten auf den Sportplatz, um den Klängen einer Kapelle zu lauschen. Innerhalb dieses Rahmens betraten die Mannschaften den Platz, wobei unsere folgende Aufstellung aufwies: Herzheimer Fohrmann Isaak Silbermann Flörsheim Kurt Stern Fredy Kahn, Enoch, Lehmann, Feigenbaum, Grünewald Der Schiedsrichter Millerbild (Fußballsportverein) pfiff das Spiel an und es entwickelte sich ein spannender Kampf. Nach der Vorschau der Sportzeitungen zu urteilen, gab man uns keine allzugroße Chance gegen diesen guten Gegner, aber es kam wieder einmal anders. Bis Halbzeit war der Kampf fast ausgeglichen, was auch das 1:1 ausdrückt. Aber nach Halbzeit kam der für uns so günstige Umschwung. Angriff auf Angriff erfolgte, und gegen diesen Ansturm war die Läuferreihe und Hintermannschaft Offenbachs, die ebenfalls sehr gut spielte, machtlos. 4 Tore waren die Ausbeute. Mit 5:1 endete der wirklich auf hoher Stufe stehende Kampf. Sofort nach Angriff bekam Enoch den Ball, raste durch, schoß, und das erste Tor saß unhaltbar. Die Zuschauer, und es waren ziemlich viele, waren über diesen Erfolg unsererseits verblüfft, und der Gegner ebenfalls. Nun besann sieh aber Ofl'enbach und konnte durch schönen Angriff bald darauf den Ausgleich erzielen. Auf und ab wogte der Kampf und man spürte deutlich die etwas technisch bessere Reife unsererseits, aber auch die bessere körperliche Konstruktion des Gegners. Bis Halbzeit gab es auf beiden Seiten gute Chancen, die aber die guten Hintermannschaften zur Erfolglosigkeit vereitelten. Nach Halbzeit combinierte unser Sturm schön durch und Nr. 2 saß. Wieder erfolgte ein Angriff, der im 3. Tor endigte. Die Gegenoffensiven Offenbachs endeten meist bei unserer Läuferreihe, und was durchkam meisterte unsere Hintermannschaft. Tor Nr. 4 und 5 wurde erzielt, und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, die das Publikum zu Beifallsäußerungen veranlassten. Offenbach hatte einen guten Tormann, der aber durch ungestüme Angriffe unsererseits gegen Schluß nervös wurde. Die Verteidigung arbeitete gut, und besonders der körperlich sehr kräftige Rechte fiel oft angenehm auf. Die Läuferreihe war gut in der Abwehr, aber im Spielaufbau nicht ganz sicher. Der Sturm führte ein schnelles Spiel vor, war aber nicht ideenreich genug, um mehr Erfolge zu erzielen. Bei unserer Mannschaft war Herzheimer im Tor kaum zu bezwingen. Das einzige Tor Offenbachs war nicht haltbar. In der Verteidigung hatte Fohrmann einen ganz großen Tag, und er war einer der Besten auf dem Platze. Harry Isaak spielte ebenfalls ein sehr nützliches Spiel und ergänzte dadurch die Verteidigung zu einer fast unüberwindlichen. In der Läuferreihe war Kurt Stern der Beste. Sein taktisches Verstehen ist glänzend und die Ballbehandlung läßt kaum etwas zu wünschen übrig. Flörsheim spielte ebenfalls gut, hat aoer den einen Fehler, die Flügel zu wenig zu bedienen. Silbcrmann ist ein sehr eifriger und ausdauernder Läufer. Im Sturm wollte es trotz der vielen Erfolge doch nicht recht klappen. Es wurde zuviel Einzelspiel getrieben und die Flügel zu wenig beschäftigt. Lehmann war ein sehr guter Sturmführer und ihm zu Seiten standen Enoch und Feigenbaum. Enoch schoß sehr gut, während Feigenbaum einmal eine sehr große Gelegenheit unausgenützt vorübergehen ließ. Fredy Kahn auf rechtsaußen wurde viel zu wenig beschäftigt, aber wenn er etwas bekam, war die Sache für den Gegner brenzlich. Linksaußen war Grunewald, der schneller abgeben muß, und nicht immer allein Alles machen soll. Wenn die Mannschaft öfters zusammenspielt, werden sich diese Mängel ausmerzen lassen und wir werden mit diesen Leuten, die auch durch genügend Ersatzspieler abgelöst werden können, noch schöne Erfolge erzielen. Mit Eifer und gutem Willen und vor allem genügendem Training dürfen wir auf Vergrößerung unserer Leistungen rechnen. Artan! Spielberichte vom 21. April B. S. C. Offenbach 99 — Bar Kochba 2:2 (2:0) Die Vorschau in den Sportzeitungen prophezeite uns eine sichere Niederlage: Man wird mit Bar Kochba wenig Federlesens machen---auf der Rosenhöhe sind «eine Lorbeeren zu ernten. Mit diesen netten Aussichten stieg unsere Mannschaft dennoch in bester Stimmung hinauf zur Offenbacher Rosenhöhe, zum schön angelegten Sportplatz des B. S. C. Nur sehr wenige Schlachtenbummler begleiteten unsere Elf. Die Mannschaftsaufstellung mußte wiederum eine Aenderung erfahren. Der Halbrechte^ Stürmer war wegen einer Verletzung zur Ruhe gezwungen, für ihn spielte II. Goldschmidt — unser rechter Verteidiger Dr. Weichsel hat uns endgültig verlassen, an seine Stelle trat Harry Isaac. Im Tor stand Herzheimer. \ on Anfang an wurde ein sehr flottes Spiel vorgeführt. Schon bald zeigten sich die „Prophezeiungen" als nicht zutreffend: unsere Elf spielte besser zusammen und war leicht überlegen. Das Spiel lag zum größten Teil im Felde des Gegners. Dennoch kam B. S. C. bald zu einem Erfolg. Unsere Läuferreihe war zu weit aufgerückt, der neu eingestellte Verteidiger war nicht zur Stelle und schon konnte Offenbach — für unseren Torwart unhaltbar — einsenden. Unsere Mannschaft nahm dieses Tor sehr gelassen hin. Ebenso einen zweiten Erfolg des Gegners, der fast auf dieselbe Weise zustande kam, nur daß dieser Ball zu halten gewesen wäre. Unsere Sturmreihe konnte zu keinem Erfolge kommen. Scharfe Schüsse fanden an der Latte ihr Ziel. — Endlich läuft sich unser Mittelstürmer frei, er erhält den Ball und schießt so scharf an die Innenkante des rechten Torpfostens, daß der Ball wieder herausspringt. Es war ein glattes Tor, das aber vom Schiedsrichter, der irgendwo im Felde herumlief, nicht gegeben wurde. Bald war Halbzeit und die Partie stand 2:0 gegen uns. Nach kurzer Pause legten wir unser bekanntes Tempo vor — jetzt wollten wir unsere Feldüberlcgen-

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