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Bar Kochba · 1929-04-01 · April 1929 · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1929
Issue
April 1929
Date
1929-04-01
Page
Seite 131 (sequence 3)
Language
German
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131 . und abends nach Geschäftsschluß zum Sommertraining! Hebräisch sil>t uns erst den Zugang zu dem jüdischen Schrifttum, der Kristallisation einer Jahrtausende alten Geschichte unseres Volkes. Ueberset/.ungen auch die besten aus jeder Sprache— sind nur Surrogate. Wer in eine Kultur eindringen will, muß die Sprache der Mensehen kennen, die sie geschaffen haben; nur so kann man sie verstehen. Ks ist eine nationale Pflicht für uns Juden, unsere eigene Vergangenheit, unsere Geschichte kennen zu lernen. Hier gewinnen wir wieder Verbindung mit Jüdischem, hier finden wir Entwurzelte uns wieder. Die Kulturschätze des jüdischen Altertums, das so reiche Schrifttum des Mittelalters, sind heute noch dem Europäer eine reichlich unbekannte Sache. Die wechselseitige geistige Beeinflussung /wischen Juden und nichtjüdischer Umwelt, deren Forschung schon so hochinteressante Tatsachen ergeben hat, ist uns ebenfalls kaum bewußt. Wenn nicht wir Juden, wer sollte es denn sein, der sich mit diesen Dingen beschäftigt? Sollen wir die Kenntnis unserer Kultur, unserer Geschichte, die für unsere Zukunft von so gestaltender Kraft sein kann, nur dem niehtjüdischen Gelehrten und einigen Wenigen unter uns überlassen? TM/W^EUCH SELBST lNUl Z I UND DEM K. K. L durch Abschluss von Versicherungen bei der Versicherungsabt. des Keren Kajemeth / Generalagentur der Phönix ALFRED ADLER / FRANKFURT AM MAIN Telefon: Zeppelin 54461 — Reuterweg 71 Wer als Jude bewußt mit der jüdischen Gegenwart, mit der Renaissance-Bewegung unseres Volkes leben will, muß Hebräisch verstehen. Vor 20—30 Jahren war das noch nicht so notwendig. Was heute in Erez-Israel vorgeht — dem heute wichtigsten Ort jüdischen Geschehens, kann man nur verstehen, wenn man palästinensische Zeitungen liest. Will man sich informieren über Palästina, jüdische Gegenwartskunde, politische, soziale, religiöse, wirtschaftliche und andere Fragen des heutigen Judentums, so muß man heute hebräische Bücher, Zeitschriften und dergl. mit heranziehen. In Palästina erblüht heute eine junge hebräische Literatur, im Galuth weiß man kaum etwas davon, weil — zur Schande unseres Volkes muß es gesagt sein — sie nicht gelesen wird. Das werdende Palästina kann sich nur erhalten — auch kulturell — wenn es im Galuth Abnehmer seiner „Produkte" findet. Auch diese ,,Tozereth-Haarez" Propaganda ist notwendig. Wie kann eine Erneuerung des jüdischen Volkes von Palästina aus geschehen, wenn die Juden im Galuth nicht teilnehmen an den Geschehnissen dort, wenn sie nur, bestenfalls interessierte Zuschauer sind? Für einen modernen Juden, der am Leben seines Volkes Anteil nehmen will, ist es einfach ein Manko seiner allgemeinen Bildung, wenn er nicht hebräisch kann. Das läßt sich auf keine Weise wegdisputieren. Für uns Galuthjuden, die wir aus behaglicher Ferne dem Ringen in Palästina zuschauen, ist unsere heutige Inh. Hermann König Waldschmidtstr. 111 Greif-Apotheke ^^HMMMHHBBHHm^HM^HHMBi^BHIi^^MiHH (Ecke Rhönstraße) 0085 sämtliche Artikel für Massage im Sportbetrieb Lieferung frei Haus! Zusendung such auf telef. Anruf Carolus 47974 PHILIPP KELLER § erstes Geschäft am Platje PRIVAT AUTO VERMIETUNG f. Sladt u. Reisei. In« u. Ausl. Frankfurt a. M. Ederstrafje 6 Telefon: Amt Maingau 73463 FRAUND © ECKHOFF FRANKFURT AM MAIN, Kaiferßrafce 31 Telefon Hansa 381 u. 4010 Das bekannte Versicherungsbüro + Ich bin da, ich helfe Euch! Fort mit Giften und schädlichen Arzneien bei: Dhaiimaficmiic Gicht, Ischias, Nervenschmerzen nilGUIIIdM&mUb sowie Schlaflosigkeit. I—I i I f pi finden auch Sie bei alteren, hartnäckigen Leiden durch I I l I I v> mein neues» einziges schnellwirkendes Spezialmittel, Schmerzen verschwinden innerhalb weniger Minuten. 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