Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1929
- Issue
- März 1929
- Date
- 1929-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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kR KOCHBA Offizielles Organ De* |uüffri]en ^mrmSpmtwrnm Bar kodiba e.V. franfefurf a.fl2. >*>w >» März 1929 Anschrift der Redaktion: FRANZ EHRMANN, Leerbachstrahe 72, Telefon Amt Zeppelin 54S32 Anschrift für Anzeigen: LUMARGO-VERLAG, Frankfurt a. M„ Kronprinzenstr, 6 Hansa 767Q, Druck: FIXDRUCK, Drudterei-Ges. Fix & Co., Langestr. 25, Telefon Hansa 2211, Römer 1342 Schewat 5689 INHALT Purim...............Seite 117 Unsere Aufgabe..........., 117 Die Aufgabe der B.-K......... „ 117 Meine Ansicht über die^Aufg. d. B -K. „ 118 Hallensportfest am 2. März....... 118 Tischtennis............. ,. 119 Handball..............Seite 120 Etwas vom Singen . . . . Erlauschtes aus dem B.-K. Ausflug.......... Aus dem Verein..... Unsere Uebungszeiten . . 120 122 122 124 126 Purim Wir wollten diesmal ganz modern sein mit unserer Zeitung und hatten daher — warum sollen das die großen Zeitungen allein können — eine Rundfrage: „Wie stelle ich mir die Aufgabe des Barkochba vor" veranstaltet. Leider sind nicht sehr viele Antworten eingelaufen, aber auch an diesen Wenigen können unsere Leser erkennen, daß für uns das Sprichwort: „Das ganze Jahr schicker, an Purim aber nüchtern" bestimmt nicht gilt. Wir können halt auch einmal andersrum. Und hier das Resultat unserer Rundfrage: Unsere Aufgabe Von P. K. Als vor über 30 Jahren Nordau in Basel die Idee des Muskeljudentums schwungvoll prägte, ahnte er nicht, welche Wurzeln dieser Gedanke einerseits in den Herzen der Juden schlagen würde, Wurzeln, deren Auswüchse wir erst heute erkennen; aber andererseits müssen wir, die junge Generation, uns heute fragen, worin kann unsere heutige Aufgabe bestehen, wie soll der Barkochba aussehen, den sich die ersten Makkabim mit glühender Begeisterung erahnt haben? G. s. D. haben wir schon lange das Turnen aufgegeben und die damit verbundene straffere Disziplin. Für den modernen Sportler darf es kein Kommando mehr geben, nach dem er üben soll und Unterordnung wäre lästiger Zwang für unsere freie Jugend. Aber Sport allein genügt nicht, was für Sport müssen wir fragen, und hier scheiden sich die Wege. Sollen wir weiterhin dem Beispiel jener Sportler folgen, die vielleicht zweimal in der Woche auf der Bahn oder dem Rasen trainieren und womöglich im Winter gar noch Skilaufen? Sollen wir es fernerhin dulden, daß sie versuchen, die Jugend abzuhalten von dem Lesen der roten oder grünen Sportzeitungen und dadurch die geistige Weiterbildung dieser Jugend verhindern? O, wir kennen diese traurigen Gestalten, die noch nie gewagt haben einen richtigen Kampf — und sei es auch mit Schirmen oder Stöcken — auf dem Fußballfelde auszutragen; wir haben sie gehört, wenn sie im Cafe schweigen mußten, als wir über die neuesten Fußballergebnisse und über die letzten Vorfälle im Leben unserer prominenten Profis diskutierten! Cafehaussportler wäre der richtige Ausdruck für sie und selbst diese Bezeichnung vermag nicht die ganze jämmerliche Waschlappigkeit ihres Daseins aufzuzeigen. Ich würde sie mit Verachtung übergehen, wenn sie nicht gerade das zerstörende Gift an der Blüte unserer Jugend wären und wie ein Wurm an den Wurzeln unseres Glaubens nagen würden. Der jüdischen Jugend aber geziemt anderes. Sporttreiben heißt Kämpfen, und wer einmal beim Sechstagerennen den Mögen Dovid in Front sah, wird diesen Anblick nie mehr vergessen. Hart ist die heutige Zeit und teuer; auch unsere Jugend muß Geld verdienen; soll man sie daher von Fußball und Sechstagerennen — der einzigen Möglichkeit auf anständige Art Geld zu verdienen — abhalten? Nein und abermals nein! Jüdische Jugend treibe Fußball, renne 6 Tage, werde hart und verdiene. Fußball und Sechstage-Rennen, das sei unsere Losung für das kommende Jahr! Die Aufgabe des „Barkochba" Von F. G. Dem Wunsche der Redaktion meine Ansicht über die Aufgabe des Barkochba zu äußern, komme ich um so lieber nach, als ich glaube, hiermit wirklich Allen