Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1928
- Issue
- November 1928
- Date
- 1928-11-01
- Page
- Seite 66 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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66 Ueberraschung das Spiel vollkommen offen gestalten, und sogar nach 10 Minuten nach einer schönen Kombination des Sturmes durch Jacoby zum Führungstreffer gelangen. Bald machte sich jedoch eine deutliche üeberlegenheit Höchst, insbesondere im Stellungsspiel bemerkbar, dem unsere uneingespielte Elf nur nach wie vor einen Rieseneifer entgegensetzen konnte, der schließlich soweit reichte, daß der fabelhaft aufgelegte Höchster Sturm vor der Pause nur dreimal erfolgreich sein konnte. Unterdessen war auch unser Sturm nicht müßig, und was hier besonders zu loben ist, es wurde bei jeder sich bietenden Chance geschossen, wobei kurz vor der Pause unser Rechtsaußen Kahn einen wundervoll plazierten Flachschuß anbringen konnte, nach vorbildlichem Freispiel von Stenn. Nach der Pause machte sich der vorhergegangene Uebereifer unserer Leute stark bemerkbar, und es war daher nicht weiter verwunderlich, daß unsere (iegner, die immer die gewisse Sekunde schneller am Ball waren, in regelmäßigen Abständen zu weitern 4 Toren kamen. Wir waren also mit dem Schlußpfiff immerhin 7:2 geschlagen, jedoch berechtigten die gezeigten Leistungen zu der bestimmten Hoffnung, daß unsere 1. Mannschaft bald wieder den gewohnten gleichwertigen (iegner in der A-Klasse abgibt. Hpchst 12 BK. I. 4:4 Unentmutigt durch die letzte Woche auf eigenem Platz erlittenen Schlappe, fuhr unsere 1. Elf in bester Stimmung zum Rückspiel nach Höchst. Für die verhinderten Spieler: J. Jacoby, Kahn und Katz vervollständigten i). Jacoby, Dr. Weichsel und Silbermann die Mannschaft zur folgenden Aufstellung: üeminder, Formann, Dr. Weichsel, Biener, Flörsheim, Anschel, O. Katzenstein, Grünewald, K. Stern, Silbermann, D. Jacoby. Wie im Vorspiel, kamen wir auch diesmal wieder zum 1. Tor, indem Grünewald einen von hinten kommenden Ball aufnahm, eins, zwei Spieler überlief, und sehr scharf unter die Latte einsenden konnte. Unter stürmischer Aufmunterung ihrer zahlreich anwesenden Anhänger konnte Höchst jedoch bald ausgleichen, und auf 2: 1 erhöhen, jedoch blieb das Spiel jederzeit! vollkommen offen, und Urünewald konnte nach schönem Dreieckpaß Silbermann-Stern-Orünew ald kurz vor der Pause zum Ausgleich einsenden. Nach dem Anpfiff gelang es Höchst, uns kurz hintereinander zweimal zu überrumpeln, und nach 5 Minuten stand die Partie schon 4:2 gegen uns, aber unverdrossen und unentmutigt, und das sei als besonderes Lob für jeden der Elf gesagt, kämpften wir um den Ausgleich, der uns wirklich nach 2 weiteren unhaltbaren Schüssen von Qrünewald glückte, der sich zu einer Schußkanone ganz besonderen Formats entwickelt hat. Unser Hedad nach dem Schlußpfiff donnerte dieses Mal ganz anders wie sonst über den Platz. Den vielleicht zum ersten Male waren wir zu einem Erfolg gekommen, — denn das 4:4 gegen Höchst auf eigenem Platz bedeutet sogar ein großer Erfolg — nicht durch spielerische LIeberlegenheit wie sonst manchmal gegen leichtere Gegner, sondern durch den Eifer und vollkommene Aufopferung jedes Einzelnen bis zum Schlußpfiff. Es erübrigt sich damit jede andere Kritik. Hervorzuheben ist nur die außergewöhnliche Ballsieherheil, die unser Tormann üeminder dieses Mal an den Tag legte, sowie die bereits oben erwähnte Schußgewalt, die über unseren Erwin Griinewald gekommen ist. Formann war der gewohnte Turm in unserer Verteidigung. Ferner bedarf es wirklich eine besondere Erwähnung noch, daß die neu in der Mannschaft stehenden, Dr. 141 Millionen Reichsmark zahlten 1926 die Deutschen Privatkrankenversicherungen ihren Versicherten an Schäden aus. Warten Sie nicht bis Sie eine Krankheit befallen hat, denn dann ist es zu spät. 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Jacob und Silbermann sieh über Erwarten gut der Mannschaft angepaßt haben und wird es dem Spielausscfiuß kein Leichtes sein, für das kommende Verbaudsspiel gegen Langen die wirklich beste Elf auf die Beine zu bringen. Floh. „Bar Kochbd", Damen, gegen „Eintratht" 0:2 Am Sonntag, den 4. Nov. fand im Ostpark ein Handballspiel unserer Damen gegen die „Eintracht" statt. Während die „Eintracht" mit kompletter Mannschaft antrat, muhten wir mit Ersat? spielen. Die erste Halbzeit zeigte die gegnerischen Damen leicht in Front. Das Zu» sammenspiel, Ballfangen sowie der Sturm klappte anfangs bei den Gegnern, in deren Reihen bekannte Leicht» athletikgröfjen wie Fleischer, Köhler, Haux u. a. mitwirkten, etwas besser wie bei uns. Unsere Mannschaft zeigte aufopferndes Spiel und glich manches durch Eifer wieder aus. Trotj der oben genannten Vorzüge zeigte sich auch bei den gegnerischen Stürmerinnen Schwäche, so Unsicherheit vor dem feindlichen Tor. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit mußte Grete Ganz im Tor den Ball passieren lassen 1 : 0. Nach der Halbzeit »lieh „Bar Kochba,, mehr und mehr aüs. Unsere Mannschaft hatte einige Torchancen, doch wurde der Ball entweder von der Torhüterin gehalten oder er glitt knapp am feindlichen Tor vorbei. Während des let}ten Teils des Spiels zeigte sich leichte Härte in der Spielweise der (iegner, was der Massage, Körperpflege Frau Ilse Ziegler mi Bleichstrasse 52' Am Eschenheimer Turm