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Bar Kochba · 1928-10-01 · Oktober 1928 · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1928
Issue
Oktober 1928
Date
1928-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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R KOCHBA Offizielles Organ des Mdifchen Turn-uLportveremsLarKochba c-V. frankfurk a.M. Oktober 1928 Anschrift der Redaktion: FRANZ EHRMANN, Leerbachstraße 72, Telefon Amt Zeppelin 54832 Anschrift für Anzeigen: LUMARGO-VERLAG, Frankfurt a. M,, Kronprinzenstr, 6 Hansa 7679, Druck: FIXDRUCK, Drutkerei-Ges. Fix & Co., Langestr. 25, Telefon Hansa 2211, Römer 1342 Marcheschwan 5689 Der XII. Jüdische Turnlag Richlung unserer Arbeit Jüdische Sportbewegung B.-K. und Zionismus . . Kritik. INHALT: Seite 33 .. 36 .. 38 .. 42 » 44 Die „Weiße Kunst“. Seite 45 Aus dem Verein. „ 46 Terminkalender ■ Haifa-Fond,Photo-Ecke „ 47 Rätsel-Ecke. .. 48 Die moderne Fußbodenpflege ... ,,49 Der XII. Jüdische Turntag Der Turntag ist vorüber. Ein Turntag von hohem Niveau. Ein Turntag von größter Bedeutung und Tragweite für die gesamte jüdische Turn- und Sportwelt, insbesondere die Jugend. Das jüdische Breslau hatte sich für den XII. jüdischen Turntag wohl vorbereitet und bereits Freitag Abend in der „Storch“-Synagoge hatte sich der größte Teil der Teilnehmer für den Sonntag und Montag stattfindenden Turntag eingefunden. Alle Gäste (ca. 400) waren in Privatquartieren glänzend untergebracht. Eine Leistung der Breslauer Juden, die der Nachahmung wert ist. Wir Frankfurter werden nächstes Jahr schon den Beweis zu erbringen haben, daß wir den Breslauern in Gastfreundschaft und Organisation nicht nachstehen. Doch hierüber noch später. Dank gebührt aber auch an dieser Stelle unserem 1b. Turnbruder Rudolf Löwy, der die ganze technische Leitung famos erledigte. Samstag morgen im „Storch“ hieß der orthodoxe Gemeinderabbiner Dr. Hoffinann, die Tagungsteilnehmer herzlich willkommen. Sprach von der Bedeutung des Sportes für den jüdischen Menschen. Eine schöne Geste. Der offizielle Teil wurde Samstag abend in der Hermann-Loge mit einem Lichtbilder-Vortrag von Trb. Turnlehrer Rosenthal, Haifa, eröffnet. Gute Bilder von der Biram’schen Realschule in Haifa, vom Sport- und Wanderleben an der Schule, wechselten in bunter Fülle. Alles in allemein gelungener Aufruf für das Protektorat. Man wußte nun, für was man zu zeichnen hat. Dafür wird man gerne zeichnen. Dann die allgemeinen Begrüßungsansprachen, die Dr. Juliusburger für den Bar Kochba Breslau eröffnete. Es hielten weitere Ansprachen die Vertreter der Rabbinate, der Gemeinde, der zionistischen Ortsgruppe, der verschiedenen Vereine und als Letzter der Festredner betrat Kurt Blumenfeld, der Präsident der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, das Podium. Er sprach von der Sympathie, die die Z. V. f. D. dem Bar Kochba entgegenbringt und mit welch ehrlichem Interesse sie an der Entwicklung des Bar Kochbas teilnimmt. Seine Ausführungen waren dauernd von größtem Beifall begleitet. (Die Begrüßung durch Kurt Blumenfeld war wohl der beste Beweis dafür, daß der B. K. den „Ruf nach Anerkennung“, von dem er so lange und oft gesprochen hat, bei der Z. V. f. D. bereits gefunden hat). Sonntag waren die Meisterschaften, über die bereits in der vorigen Nummer berichtet wurde. Der Montag brachte ernste Auseinandersetzungen. Man unterhielt sich nicht mehr über unsere früheren „revolutionären“ Bestrebungen, wie Zusammenschluß zu spezifisch jüdischen Vereinen, über die Pflicht, den Beweis zu erbringen, daß der Jude fähig ist, auch in körperlichen Leistungen seinen Mann zu stellen. All diese Forderungen sind längst Selbstverständlichkeiten geworden, und wurden von allen anderen jüdischen Sportvereinen bewußt oder unbewußt übernommen. Es ging nicht um Vereinsmeierei, oder um das Nur sportlicher Höchstleistungen. Es geht um ein Mehr! Um ein Mehr, das der Makkabi allen anderen jüdischen neutralen Sportvereinen voraus hat. Menschen zu erziehen zur Mitarbeit an der Erneuerung und der Renaissance des jüdischen Volkes. Eingeleitet wurde der Turntag mit dem Tätigkeitsbericht von Dr. Blum und dem Kassenbericht von A. Rosenberg, sowie Referaten von Dr. Meschner (Keren Kajemeth), Heinrich Kuhn und einem sehr objektiven Turntagsreferat Nathan Kaminskis. Dann ergriff unter größter Spannung Kurt Blumenfeld das Wort. (Sein Referat „Bar Kochba und Zionismus“, sowie

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