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Jüdische Rundschau · 1906-05-04 · 10 (4.5.1906) · p. Seite 88

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
II.1906
Issue
10 (4.5.1906)
Date
1906-05-04
Page
Seite 88 (sequence 8)
Language
German
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SS LITERATURBLATT No. 10 stinas. Herausgegeben von F. Oppenheimer. S. Soskin, O. Warburg. No. 2 enthält: Syrien als Wirtschafts- und Kolonisationsgebiet. Von Prof. Dr. O. Warburg. Grundriss des türkischen Verfassungsrechts. Von Dr. Bruno Blau. Orient-Ferienkursus am Friedrichs-Polytechnikum zu Cöthen. Von Dr. Bruno umlwhaoumlhwyohfskpzohbmflhwyahumhyl äwjä ääzj der Kommission zur Erforschung Palästinas. Palästina und Nachbarge־ biete. Neue Literatur. Vermischtes. JAHRBUCH FÜR JÜDISCHE GESCHICHTE UND LITERATUR. Herausgegeben vom Verbände der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschland. Neunter Band. Mit Beiträgen von W. Bacher, .1. Cohn, K. E. Franzos, G. Karpeles, M. Philippsohn, L. Rahmer, M. Schlechter, L. Stein. Verlag von M. Poppelauer. ■׳Berlin 1906. Notizen Dia Juden und die Nervenkrankheiten In einem Artikel von Georg Lomer: ״Die Beziehungen von Selbstrnord und Geisteskrankheit zur Rasse“ im Aprilheft der POLITISCH- ANTHROPOLOGISCHEN REVUE finden wir folgende auf die Juden beziigliehen Ausführungen: ״Einer gesonderten Besprechung bedarf die weisse Allerweltsrasse der Juden. Sie gehören — das unterliegt keinem Zweifel, — im ganzen betrachtet, zu den begabtesten Rassen der Welt. Vermöge des ihnen aufgedrungenen intensiven Kampfes ums Dasein haben sie äusserst widerstandsfähige Typen herangezüchtet, in denen sich Intelligenz und Rasseneigenart vereinigt. Die von ihnen absichtlich sehr bevorzugte Inzucht setzt sie indessen auch den mit konsanguinen Ehen untrennbar verbundenen Gefahren bezüglich körperlicher und geistiger Gesunderhaltung in höherem Grade aus als andere Rassen. Sie verfallen geistigen Erkrankungen v i e r- bis. sechs mal häufiger als der Durchschnitt der Kulturnationen, in deren Mitte sie leben. Unter den Krankheitsursachen spielen geschlechtliche Ausschweifungen und Lebensnot eine besonders grosse, Alkoholismus eine geringe Rolle. Minderwertigkeit und Perversion findet sich häufig in der Jugend, ja, bereits die Kinder leiden oft an hochgradiger Neurasthenie. Letztere ist überhaupt unter den Juden sehr verbreitet, insbesondere beim männlichen Geschlecht während das weibliche mehr zur Hysterie neigt.1) Durchschnittlich erkranken die Männer mit 37, die Frauen mit 36 Jahren, während das Durchschnittsalter psychischer Erkrankung sonst 43 Jahre ist! Epilepsie ist selten. Dagegen nimmt die Paralyse einen höheren Prozentsatz ein als bei der andern Bevölkerung (etwa 21 v. H. sämtlieh er jüdischer Anstaltsaufnahmen, gegen 10—13 v. H. der ander n). Merkwürdigerweise stellen die Frauen das grössere Krankheitskontingent.2) Nach den Untersuchungen von A. Pilcz3) ist auch zur Verrücktheit (Paranoia) eine erhöhte Neigung vorhanden, was um so bemerkenswerter ist, als diese Affektion allermeist auf degeneiativer Grundlage entsteht. Im Gegensatz zu den Juden zeigen die reihen Angehörigen dei semitischhamitischen Rasse diese hohe Krankheitsziffer nicht. ״So die Ägypter, Araber. Abyssinien.“4) U Auch dem Kulturvolk der Franzosen sagt man, worauf hier hingewiesen sei, eine erhöhte Neigung zur Hysterie nach. 2) Vergl. Buschan. ") A. Pilcz, Sur les psychoses chez les Juifs. 1902. 4)Gleiches wie für die Juden gilt für die alten Hebräer und Phönizier.

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