Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1906-01-05 · 1 (5.1.1906) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
II.1906
Issue
1 (5.1.1906)
Date
1906-01-05
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/8295971-9045928-8207927--203-8189855
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

8 LITERATURBLATT No. 1 Notizen Buddhistische Weisheit König A s o k.a ,■ der eifrigste Förderer und Schutzpatron dies Buddhismus sagt in einem seiner inschriftlichen Edikte wörtlich: i,Das Hochpreisen der eigenen Sekte oder das Schmähen fremder Sekten soll ohne Grund nicht Vorkommen und (wenn es) aus dem einen oder anderen Grunde (gerechtfertigt ist), soll es mässig sein. Fremde Sekten müssen aber geehrt werden, (wenn dies) aus dem einen oder dem anderen Grunde (gerechtfertigt ist). Wer also handelt, fördert seine eigene Sekte ausserordentlich und tut auch fremden Sekten Gutes. Wer anders handelt, schadet seiner eigenen Sekte und tut fremden Sekten Übles . .... Eintracht frommt allen.“ Die Erblichkeit der Zuckerkrankheit Es ist eine bekannte Tatsache, dass die Zuckerkrankheit unter der jüdischen Rasse mehr verbreitet ist als unter der übrigen Bevölkerung. Dr. Loeb findet im ZENTRALBLATT FÜR INNERE MEDIZIN eine Erklärung für diese Tatsache darin, dass die Zuckerkrankheit, oder wenigstens die Veranlagung dazu erblich ist. Sie sei in einer besonderen Reizbarkeit des Nervensystems begründet. Gerade diese vererbliche Form der Zuckerkrankheit hat ihre charakteristischen Eigenschaften. Sie pflegt erst im späteren Mannesalter aufzutreten. Zunzstiftung Die Zunzstiftung unterstützt ausnahmslos nur söllchie Arbeiten, welche inhaltlich und methodisch die Wissenschaft des Judentums fördern. Nur Anträge, welche mit vollständigen, leiin Urteil ermöglichenden Unterlagen versehen simdi, wenden beriicksiilchtigt. Dieselben sind bis zum 1. Mai 1906 dem Unterzeichneten': Vorsitzenden einzureichen. Für das Jahr 1906 sind überhaupt 1700 Mark verfügbar. Berlin, 2. Januar 1906. Das Kuratorium der Zunzstiftung. Dr. S. Neu mann, Prof. Dr. F. Lieb ermann, Vorsitzender, Schriftführer. Kurfürstenistr. 126. Zum Aufsatz „Vorgeschichtliches vom Zionismus“ Herr Dr. William Zeitlin in Leipzig teilt uns folgendes mit: In Ihrem „Vorgeschichtliches vom Zionismus“ (LITERATURBLATT No. 20, p. 157, Zeile 17): „der Dichter des schönen Liedes Hagbähä“ ist Moses H a a.r b II e i c h e r, Sekretär der jüdischen Gemeinde zu Hamburg (gest. 25. September 1869). Vgl. für 5606. Herausgegebiein von Reggio und Busch). Wien 1845, wo, wenn ich nicht irre — das Buch iist mir hier nicht zugänglich — zwei hehr. U eher Setzungen des Liedes „Hagbähä“ abgedruckt sind. Briefkasten Von verschiedenen Seiten werden regelmässig Gesuche an die Redaktion der JÜDISCHEN RUNDSCHAU gerichtet, für einen Vortrag das einschlägige Material zusammenzustellen, die Literatur anzugeben, und ähnliche Bitten gerichtet. Dazu hat leider die Redaktion nicht die nötige Zeit, und' bittet, solche Fragen freundlichst an geeignetere Stellen richten zu wollen. Es wäre wünschenswert, wehn sich hierfür ein besonderes Komitee bilden würde, vielleicht vom Präsidenten des Zentralkomitees autorisiert. In allen Organisationsfragen wolle man sich an das Zentralliueau, Berlin W., Mauerstrasse 2, wenden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.