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Einladungsschrift zu der öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde · 1867-01-01 · 1867 · p. Seite 60

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Journal
Einladungsschrift zu der öffentlichen Prüfung der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
Volume
1867
Date
1867-01-01
Page
Seite 60 (sequence 66)
Language
German
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IRI
…/9643687-7658552--65-7658615
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60 gegründeten „ Kunkel'schen Gesangverein". Seit Oktober 1864 ist mir auch die Direktion der „Euterpe", eines Vereins für gemischten Gesang, übertragen. Etwa zwanzig kleinere Compositionen von mir sind im Druck erschienen. Auch habe ich mehrere Orchestersätze und größere Vokalwerke geschrieben, wovon einige bereits zur Aufführung gelangten. Musikalisch-literarische Arbeiten von mir finden sich in verschiedenen belletristischen und musikalischen Zeitschriften. Seit Ostern 1866 bin ich an der israelitischen Realschule als Gesanglehrer thätig, und im Oktober desselben Jahres wurde ich durch Beschluß wohllöblichen Schulraths zum außerordentlichen Lehrer an dieser Anstalt ernannt. Die durch den Rüktritt des Herrn Hornstein vacant gewordenen Unterrichtsstunden wurden Provisorisch besetzt. Der betreffende Unterricht wurde hauptsächlich von den Herren Bodo v. Glümer und Dr. Röder übernommen und seitdem mit erfreulichem Erfolge ertheilt. Ein anderer Lehrer, Herr Levy, der bei diesem Anlasse seine Wirksamkeit an unserer Anstalt begann, ist uns leider schon nach kaum vier Monaten durch den Tod entrissen worden. Er starb am 24. August v. I. Das Leichenbegängniß fand am 26. unter Betheiligung sämmtlicher Lehrer der Anstalt, sowie der Schüler der I., 11*. und Y. Knabenklasse statt. Durch seinen Berufseiser, sowie durch seine Leistungen, ganz besonders aber durch sein freundliches und herzliches Wesen, hatte er sich die Zuneigung seiner Collegen und die Liebe seiner Schüler in vollem Maße erworben. Herr Director Dr. Stern sprach am Grabe die Gefühle Aller, die dem Verblichenen näher standen, mit warmen Worten aus. Mit dem 1. Januar d. I. hat Herr Julius Schlösser, dem hauptsächlich der Zeichenunterricht in.der Knabenschule und in letzterer Zeit auch der Unterricht in der Formenlehre übertragen war, seine Stelle niedergelegt. Nach einer anerkennungswerthen achtjährigen Lehrthätigkeit hat er sich einem andern Berufe zugewendet. Bei seiner Wirksamkeit an unserer Anstalt hatte er sich seinen unvergeßlichen Vater, der sein Vorgänger war, zum Vorbilde genommen. Seine bisherigen Collegen bewahren ihm ein freundliches Andenken. •— Den Zeichenunterricht ertheilten inzwischen die Herren Krug, Schuster und St ix, denen die Anstalt für ihre freundliche Bereitwilligkeit und für den von ihnen bewiesenen Eifer zu aufrichtigem Danke verpflichtet ist.

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