Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1865
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 51)
- Language
- German
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47 Eifer, mit dem er sich nach allen Richtungen hin und insbesondere als Oekonom der Anstalt, den Interessen der Schule widmete, vornehmlich aber durch seine unermüdliche und umsichtige Thätigkeit, mit der er sich der Bauleitung des gegenwärtigen Schulhauses unterzog, überaus dankenswerthe und bleibende Verdienste um die Anstalt erworben hat. In Kundgebung, dieses Dankes, auf den sich der Verstorbene einen so gerechten Anspruch erworben hat, schlossen sich die Mitglieder des Schulraths, sowie eine Anzahl von Lehrern der Anstalt und die drei oberen Knabenklaffen seinem Leichenbegängniß an, und der Unterzeichnete versuchte in einigen Worten diesem Dankgefühl Ausdruck zu verleihen und die Erinnerung an seine Verdienste auch in das Herz der Jugend einzupflanzen, die sich der Segnungen seines Wirkens erfreut, ohne die Quelle zu kennen, aus der sie entstammen. Kurz nach seiner Bestattung erfuhren wir, daß er der Anstalt auch in seinem Testamente gedacht und dem Extrafond zur Anschaffung von Büchern für arme Kinder fl. 200, der Creizenachstiftung fl. 300 vermacht hatte, die von dem Bruder des Verstorbenen Herrn Emanuel Höchberg auf fl. l(ft)0 erhöht worden sind. Endlich hat die Anstalt noch einen schwer zu ersetzenden Verlust erlitten durch den am 23. December v. I. nach kurzem Krankenlager erfolgten Tod des Pedellen Caspar Sinner. Während eines Zeitraumes von 28 Jahren hat sich derselbe den Pflichten seines, bei dem stetig wachsenden Umfang der Anstalt und der für sie bestimmten Räumlichkeiten nicht leichten Amtes nicht nur mit immer gleichem Pflichteifer, sondern mit einem so warmen und lebhaften Interesse für die Anstalt hingegeben, daß ihm die unermüdliche Arbeit für dieselbe zur wahren Lebensfreude und zum Lebensbedürfniß wurde. So hat derselbe nicht nur die musterhasteste Ordnung und Sauberkeit in den zahlreichen Räumen der Anstalt zu erhalten und, soweit es im Gebiet seiner Wirksamkeit lag, die mannigfachen Bedürfnisse derselben immer rechtzeitig herbeizuschaffen und in Ordnung zu erhalten verstanden, sondern seine Theilnahme wandte sich in gleicher Weise auch den Kindern zu, denen er in seiner wohlwollenden Freundlichkeit und Dienstfertigkeit immer eine liebe angenehme Erscheinung war. Man kann von ihm sagen: Er ist inmitten