Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1865
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 47)
- Language
- German
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43 verdanken und wir dürfen die gründliche Kenntniß der französischen Sprache und die Sicherheit im Gebrauch derselben, die hier in diesen Kreisen verbreitet ist, hauptsächlich als sein Verdienst bezeichnen. Obwohl schon seit längerer Zeit körperlich leidend, hat derselbe aus Liebe zu seinem Beruf und aus gewisienhaftem Pflichteifer seinen Unterricht mit seltener Unterbrechung und mit unvermindertem Erfolg fortgesetzt, bis er der unabweisbaren Nothwendigkeit nachgab, sich von demselben in den wohlverdienten Ruhestand zurückzuziehen. — Möge unser verehrter Kollege beim Scheiden aus seiner ehrenvollen Wirksamkeit, die Ueberzeugung mit sich nehmen, daß er in der Anstalt, der er so lange angehörte, ein ehrendes Andenken zurückläßt und daß ihm die Hochachtung seiner Amtsgenossen, die Verehrung seiner zahlreichen Schüler und Schülerinnen und die allgemeine Anerkennung auch in die Zurückgezogenheit vom öffentlichen Wirken folgen wird, in die er jetzt eintritt. Mögen ihm in diesem wohlthuenden Bewußtsein noch viele Jahre eines glücklichen Alters vergönnt sein. An Stelle des Fräulein Thucquet ist für den mit französischer Konversation verbundenen Handarbeitsunterricht in den beiden oberen Klassen Fräulein B i z e t getreten, welche in ähnlicher Weise schon seit längerer Zeit in dem Institut R o o s (vor'mals Schierenberg) mit bestem Erfolge thätig ist und bei dem unerwartet stattgehabten Rücktritt des Herrn Neville, hat dieselbe provisorisch auch einen Theil des französischen Unterrichts in der ersten und zweiten Mädchenklaffe übernommen, wogegen die übrigen Unterrichtsstunden desselben vorerst an die Herren Bürgin und Trefousse übertragen wurden. Fräulein Bizet hat auf beiden Gebieten des provisorisch von ihr übernommenen Unterrichts, so gründliche Sachkenntniß, so viel Sicherheit und Gewandtheit im Unterricht und einen so lebhaften Eifer für ihren Beruf an den Tag gelegt, daß wir von ihrer fortgesetzten Wirksamkeit an unsrer Anstalt nur den besten Erfolg erwarten dürfen. Die Lücke, die durch den Austritt des Herrn Leopold Beer in unserm Lehrerkollegium eintrat, ist im Laufe des verflossenen Schuljahres, wie bereits erwähnt, bis auf die von Herrn Schlimbach übernommenen Unterrichtsstunden, durch die übrigen Herren Kollegen ausgefüllt worden.