Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1864
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 49)
- Language
- German
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45 der Musterschule Hierselbst, durch 3jährigen Besuch des Lehrerinnenseminars in Callnberg bei Zwickau ihre Ausbildung zum Lehrberuf erhallen hat. Nachdem wir von dem Umfang und der Sicherheit ihrer Kenntnisse wie von der Lehrtüchtigkeit, die sie sich auf diesem Bildungswege erworben hat, ausreichende Ueberzeugung gewonnen, dürfen wir hoffen, daß sie in ihrer Wirksamkeit für unsre Anstalt ebenso erfreuliche Erfolge erzielen wird, wie die bereits in Thätigkeit befindlichen Lehrerinnen derselben. Seit Ostern v. Z. ist an die Stelle der Frau Agathe Beer, über deren Rücktritt von ihrer bisherigen Wirksamkeit wir im vorjährigen Programm berichtet haben, Fräulein Rosa Thuquet von hier getreten, die es übernommen hat, in den beiden obersten Mädchenklassen den Handarbeitsunterricht mit französischer Konversation zu leiten. Wir freuen uns, berichten zu können, daß die Resultate dieses Unterrichts nach beiden Richtungen, unfern Erwartungen durchaus entsprochen haben, indem insbesondre eine dadurch erzielte größere Gewandtheit und Sicherheit der Schülerinnen in französischer Konversation nicht zu verkennen ist. Ich darf es nach den Erfahrungen, die wir nun in unsrer Anstalt auf diesem Gebiet bereits gewonnen haben, als bewährte Ueberzeugung aussprechen, daß in Mädchenschulen das Hinzutreten tüchtiger, für ihren Beruf durchgebildeter weiblicher Lehrkräfte zu den nrännlichen den Unterricht in keiner Weise benachtheiligt und für die erziehliche Wirksamkeit der Schicke vom günstigsten Erfolg begleitet wird. Mit dem Abschluß des gegenwärtigen Schuljahrs verliert die Anstalt einen ihrer ältesten und bewährtesten Lehrer, Herrn Leopold Beer, der nach 34jähriger segensreicher Wirksamkeit an unsrer Schule sich veranlaßt gefunden hat, diese Wirksamkeit aufzugeben intb sich in's Privatleben zurückzuziehen. So herzlich wir uns mit ihm freuen, daß es ihm vergönnt ist, sich vor Abnahme seiner Manneskraft von den Mühen seines schweren Berufs frei zu machen und sich einer selbstgewählten freien Thärigkeit hinzugeben, so sehr bedauern wir für unsre Schule den Verlust einer so tüchtigen und bewährten Lehrkraft, für uns das Scheiden eines uns allen so lieb und werth gewordenen