Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1861
- Date
- 1861-01-01
- Page
- Seite 54 (sequence 58)
- Language
- German
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senlehrer übernommen hat. Ueber seinen bisherigen Lebenslauf theilt derselbe Nachstehendes mit: „Ich bin am 11. April 1833 zu Diersburg, einem Dorfe im badischen Oberlande, geboren. In der Elementarschule meiner Heimath sowie durch Privatunterricht vorbereitet, besuchte ich von meinem 11. bis 14. Jahre eine talmudische Lehranstalt zu Schirhoff in Frankreich und gleichzeitig eine französische Schule, dann bis zu meinem 16. Lebensjahre die höhere Bürgerschule zu Breisach. Im April 1849 trat ich in das evangelische Lehrerseminar zu Karlsruhe und erhielt 1851 nach bestandener Prüfung sowie nach Absolvirung des Religionsexamens die Hilfslehrerstelle an der israel. Stadtschule daselbst. Außer den Lehrgegenständen dieser Schule waren es besonders die neueren Sprachen: Französisch, Englisch und Italienisch, deren gründliche Kenntniß ich mir durch fortgesetzte Studien anzueignen suchte. Im Oktober 1855 gab ich die Stelle in Karlsruhe aus, um in Frankfurt meine Lehrthätigkeit fortzusetzen. Ich bekleidete hier in einem Privatinstitute die Stelle eines Lehrers und Erziehers und übernahm seit dem Januar 1856 als Hilfslehrer eine Anzahl von Unterrichtsstunden an der israel. Realschule. Durch Dekret des wohll. Schulrathes vom Oktober 1860 wurde ich in der Eigenschaft tzines außerordentlichen Lehrers an dieser Anstalt angestellt." Jsaac Blum. Herr Ve8 Co8te8 wird, nachdem er sein 71. Lebensjahr und eine 39jährige Amtsthätigkeit in unserer Anstalt in ehrenvollster Weise zurückgelegt, mit Beginn des nächsten Schuljahrs beit französischen Unterricht nur noch in den beiden obersten Knabenklassen ertheilen, und ist an dessen Stelle Herr P. Bürgin für die Anstalt gewonnen worden. Jngleichem wird Herr Dr. Geiger von hier mit dem neuen Schuljahr in das Lehrerkollegium eintreten, um die durch den Tod des Herrn vr. Jost in den Lehrkräften der Anstalt entstandene Lücke wieder auszufüllen. Bon beiden Männern dürfen wir mit Zuversicht tüchtige Leistungen und einen erfreulichen Zuwachs der Lehrkräfte unserer Anstalt erwarten, nachdem dieselbe so schwere und schmerzliche Verluste erlitten hat. Die Mittheilungen über den bisherigen Lebenslauf