Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 49)
- Language
- German
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45 unserer Anstalt thätig, hat derselbe durch seine umfassenden Kenntnisse, durch seine anregende Lehrmethode stets aufs Erfolgreichste gewirkt und sich durch die Ehrenhaftigkeit seines Charakters und durch die Humanität seines Benehmens die Liebe seiner Schüler, die Achtung seiner Kollegen und die Anerkennung' seiner Vorgesetzten Behörde erworben. Sein Scheiden aus der Anstalt ist daher von allen Seiten auffs Innigste bedauert worden. Doch können wir zu unserer Freude mittheilen, daß das körperliche Befinden unseres werthen Kollegen zur Zeit ein günstigeres ist; und so dürfen wir vielleicht die Hoffnung noch nicht aufgeben, denselben später einmal wieder zu den Unsrigen zu zählen. Endlich ist auch der seit einigen Jahren an den beiden untern Mädchenklassen mit dem Schreibunterricht betraute Lehrer, Hr. Junker, aus der Anstalt geschieden und hat seinen Aufenthalt in Wien genommen. Seine Sicherheit in der Handhabung der neuern Unterrichtsmethoden, die Ordnung und Pünktlichkeit, zu welcher er seine Schüler anzubalten wußte, haben seinem Unterricht einen sichtbaren Erfolg verschafft. Die Lehrstunden desselben sind von dem Schreiblehrer der obern Knaben- und Mädchenklassen, Herrn Müller, übernommen worden. Dagegen ist seit dem 1. Mai v. I. Herr Dr. Ludwig O elsner aus Bernstadt in Schlesien mit der vollen Zahl von 30 Unterrichtsstunden in unsere Anstalt eingetreten und hat in verschiedenen Knaben- und Mädchenklassen den Unterricht in der Geschichte, Geographie, deutschen Sprache und biblischen Geschichte übernommen. — Der bestehenden Sitte gemäß giebt derselbe über seinen bisherigen Lebenslauf folgende Mitthcilung: „Ich bin am 22. Dezember 1831 zu Bernstadt in Schlesien geboren. Im December 1837 zogen meine Eltern nach Breslau und ich besuchte daselbst erst die Friedrich-Wilhelmsschule, eine israelitische Lehranstalt, seit 1845 aber das Gymnasium zu St. Maria Magdalena. Im April 1849 bezog ich, mit dem Zeugniß der Reife versehen, die Universität Breslau