Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
- Volume
- 1858
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 57)
- Language
- German
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55 3 untersten Klaffen erhielten Unterweisung im Stricken, Häkeln und Straminarbeiten (Fräulein Schuster). In der 4. Klaffe wird Nähen, Stramin- und Weißsticken und Perlenarbeit gelehrt (Fräulein Rupp). Die 3. Klaffe erhielt Unterricht im feinen Nähen, Filetarbeit, in Anfertigung von weißen und farbigen Stickereien (Frau Bonn). Die beiden obern Klaffen, die eine geringere Stundenzahl haben, setzen den Unterricht der 3. Klaffe fort und lernen auch noch Stopfen und Spitzenarbeit (Frau Beer). — Im Allgemeinen nimmt die größere Hälfte der Schülerinnen an diesem Unterricht Theil und sind die Resultate deffelben am besten aus den für die Prüfungstage im Schulgebäude ausgelegten Arbeiten der verschiedenen Klaffen zu beurtheilen. Schulnschrichten. Die Zahl der Zöglinge betrug im Schuljahr 1856/57 615, im abgelaufenen Schuljahr 642 — Aufnahmen fanden im Ganzen 137 während deffelben statt. Die im vorigen Jahre für die obere Abtheilung der dritten Klasse angeordnete Theilung ging in dem abgelaufenen Jahr in derselben Weise auf die untere Abtheilung der zweiten Klaffe über. Das Lehrerpersonal betreffend, erwähnen wir zunächst den Eintritt der Fräulein Cahun aus Paris für Frau Krause zur Leitung der französischen Conversation in der ersten Mädchenklaffe. Es wurde dieser Unterricht zugleich für Lektüre klassischer Werke und zur Anfertigung freier Compositionen benutzt, und daher in der ersten Klaffe 2 Stunden demselben zugewiesen und auch bereits für die erste Abtheilung der zweiten Klasse eine vorbereitende Stunde für französische Conversation eingerichtet. — In derselben Weife ist die Lektüre klassischer Werke und die Uebung in freien Compositionen auch in der ersten Knabenklasie und für das Englische in der ersten Knaben- und der ersten Mädchenklaffe behandelt worden. Sonst bemerkenswerthe Veränderungen haben im Unterrichtsgange der Anstalt nicht stattgefunden. Dagegen