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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde · 1856-01-01 · 1856 · p. [Seite]

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Bürger- und Real-Schule der Israel. Gemeinde
Volume
1856
Date
1856-01-01
Page
[Seite] (sequence 47)
Language
German
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IRI
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Bürger- und Realschule der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. Allgemeine Uebersicht des Lehrpensums und des Lehrganges in den verschiedenen Unterrichts-Gegenständen nach den vier Hauptgruppen der Klaffentheilung geordnet & o Religion. Lesen. Schreiben. Deutsche Sprache. Rechnen. Hebräisch. Französisch. IVIII. o' 5 VII. 3 Lautiren u. mechanisches Lesen. Richtig u. geläufig Lesen. Memoriren kleiner Gedichte. (7) Uebung in den einfachsten Formen u. Bestandthcilen d. deutschen und englischen Kurrendschrift. (6) Anschauungs - und Sprechübungen. Denk- und Sprachübungen. Anfang derUebungen im Rechtschreiben. (?) Allgemeine Uebung » im Zählen bis 100. Z Anschauung der Zah- Zlenverhältmffe. Zu- " und Abzählen, Ver- §f vielfachen u. Theilen. » ii> I Lesen. (6) Vorbereitender Unterricht im Lesen. (2) Naturgesch. Geographie. Geschichte. Mathematik. Physik. Englisch. Zeichnen. Gesang. Turnen. VI. t V. IV. Biblische Erzählungen. Zusammenhängende biblische Geschlchte bis zur Theilung des Reichs, verbunden mit Lernen von kleinen Bibelsprüchen. (2) *) Erklärendes Lesen von kleineren Stücken in Poesie und Prosa mit Memorir-Uebungen Regelrechtes Lesen und Recitiren, verbunden mit Wiedererzählen u. Selbsterkären. (3) Methodisch geordnete Buchstabenformen. Zusammensetzung von Buchstaben und Wörtern in größerem Maßstabe. (5) Uebung im Zerlegen |? und Zusammenfügen A von einfachen Sätzen. J Unterscheidung der " Satzglieder des ein- ^2 fachen und nackten AZ Satzes und Uebung im Bilden einfacher HZ- Sätze. (5) J’g' Unterscheidung der Redetheile. Lehre von der Wortbildung und Z- Wortbiegung, (For- % menlehre). (4) e« Allgemeine Uebung im Gebrauch? f d. Zahlen b. 1000. §£ Zahlen - Lesen und g § Schreiben. Addiren, Subtra-ß^ß hiren, Multiplici- Z Z ren, Dividiren mit gg unbenanntentu. be- ‘ «§ nannten Zahlen. ZJ (4) |f Geläufiges Lesen und allmähliges Einüben im Uebersetzen'leicht. Stücke aus den 5 Büchern Mosis und den wichtigsten Gebeten, verbunden mit Hinweisung auf die grammatischen Eigenthümlichkeiten der hebr. Sprache. (D Fertigkeit im Lesen. Die gesammte Formenlehre der franz. Sprache mit fortgesetzter Uebung in der Anwendung derselben durch Uebersetzung aus dem Deutschen ins Französische u. umgekehrt u. durch Memorirübungen der übersetzten Stücke. Anleitung zum Verstehen u. Sprechen kleiner beim Unterricht häufig vorkommender Sätze. (6) Im Sommer Elementar- Pflanzenkunde und im Winter Elementarnaturgeschichte des Thierreichs. (2) Heimatkunde. (1) Allgemeine Uebersicht über Verkeilung vom Festland und Wasser in den fünf Welttheilen. (2) Alte Geschichte in biographischer Form. Linearzeichnen mit Erklärung v. dem Verhältniß der einzelnen Theile gegeneinander und deren Auffindung. (2) Singen einstimmiger Lieder nach dem Gehör. Notenkenntniß. (2) III b. Fortführung der biblisch.Geschichte bis zur Zerstörung des zweiten Tempels. Bibelkunde und eingehendes Erklären und Memoriren v. Kernsprüchen. (2) Entwickelung d. Religions-u.Sittenlehre im Anschluß an die gelesenen Bibelftükke.Psm. Sprüche. Hiob. Proph.(3) I. Abschließender J* ReligionS-Unterricht. Uebersicht d. I| ReligionS-u.Sitfe tenlehre. Fortge- »Z, setztes Lesen und Z.% Erklären biblischer HZ Schriften u.nach-Gs bibl. Aussprüche, £,§> verbunden mit historischen Erkläa» rungen u. erbauli- »8 chen Betrachtungen. (3) Jf Lese- und Memorirübungen zur _ Kenntniß u. zum g Berständniß der | faßlichen poetia schen und prosai- Z schen Werke deutscher Klassiker. Z. Aneignung eines guten Vortrags 3 mit allge. literar- H historischer Kenntniß der wichtig- Z, ften Schriftsteller. (2) Weiterbildung des Vorigen. (4) Zusammengesetzte Formen der Buchstaben. (3) Uebergang mr kleineren Schrift .Schnelleres Tempo im Schreiben. (2) Schnellschreiben. Bei fähigern Schülern siehe erste Klasse. (2) 6> Allgemeine Repetition sr. und Ueberschau der For« menlehre u. der gesammten S g Lehre vom einfachen Satz. Syntar ■ Lehre von der L 3 Rektion der Verba u. der H-.Z Präpositionen; Gebrauch ZZ der Zeiten und des Modus, " Pronomina, Adverbia etc. « 2 Lehre von den Verhält« Z Z nisten der Unterordnung int p2 Satze; von den Satzarten ' und deren Wortstellung. — 3 Von dem Hauptsätze—von ~ den Nebensätzen u. ihren £ Arten u. Formen (Verkür- „ jung, Verwandlung) ihre c Stellung und Bedeutung, Gebrauch deS Imperfekts Z. 2' u. d. Cvniunctivs. Beiord« nung, Zusammcnziehung, 2^ mehrfache Zusammenzie, hung. (4) P V Wiederholungen. 2 Die 4 Spezies mit § Brüchen. *§ Proportionslehre. Regula de tri in allen ihren Formen. Wälsche Praktik. (4) Dezimalbrüche regula quinque u. inversa. Kettensatz. Zins-, Gesellschafts-, Gewinn-u. Verlust-, Münz- und Cours- Rechnungen rc. (3) Hebräische Grammatik, soweit dieselbe zur Kenntniß des allgemeinen Geistes der Sprache und zur Fähigkeit führt, mit Hülfe des Lerikons leichtere hebräische Schriften zu verstehen. (3) Fortgcs. Uebersetzung von Lesestücken aus den 5 Büchern Mosis und dem Gebetbuch und Einführung in den Geist der Urschrift durch sachliche und sprachliche Erklärung. (2) Deutsche Literaturgeschichte. Freier Vortrag klassischer Musterstücke in Poesie u. Prosa. Erläuternde Lektüre größerer klassischer Dichtungen. Das Wichtigste aus der Metrik und Poetik. (2) Möglichste Ausbildung der deutschen u. englischen Schrift zu einer gefälligen Schnellschrift.BeiTal entvölkeren, kalligraphische Schönschrift: Fraktur, Gothisch, Ronde, Batarde und verzierte Schriften.(2) Lehre vom Perio- 8 denbau, von der Be- ,*2 stimmtheit u. An ge« HZ mesfenheit des Aus- -p-’S drucks u. der Satzbildüng. Synonymen, a.p Reinheit des Aus-1?^ drucks. Fremdwörter. Lehre von den logi- LZ. fchenGesetzend.Sprag>| che. Schönheit des L5 Ausdrucks u. d. Dar- JZ stellung durch Kenntniß u. Erklärung von AZ. Musterbeispielen a. d. Klassikern erläutert. HZ Redefiguren Wohllaut u. Ebenmaß. (4) Z Das spezefisch kaufmännische Rechnen in seinem ganzen Umfange mit spezieller Einübung aller insbesondere im Bank- Geschäft vorkommenden Rechnungsarten mit den üblichen Abkürzungen, wie solches für alle Vorkommnisse im Geschäftslebcn ausreichend ist. Einfache u. doppelte Buchführung. (6) Lektüre a. d. historischen ».prophetischen Schriften u. den Psalmen im Anschluß an den Religionsunterricht. (2) Befestigung in der Formen« lehre durch fortgesetzte Uebungen im Uebersetzen ins Fran« zösische. Die verschiedenen Theile der Syntar t Gebrauch u. Stellung der Eigenschaftswörter, d. PronomS,der Zeiten u. Modus. Wortstellung u. s. w. (6) Forschreitende Uebung in der Sicherheit und Richtigkeit des Ausdrucks durch Uebersetzung in'S Französische mit zunehmender Anwendung der französischen Sprache beim Unterricht. überall verbunden mit 1-sotur« franf&ise vom Leichteren zum Schwereren und von der Prosa zur Poesie fortschreitend. Auswendiglernen einzelner gelesenen und übersetzten Stücke. (8) Weitere Ausführung der Pflanzen» künde nach d. linneisch. System mit allgemeinen Andeutungen a. der Pflanzenphysiologie. Die Naturgeschichte des Thierreichs in allen Klassen, abschließend mit d. Natur» geschichte des Menschen-(2) Uebersichtliche Kenntniß der Topographie, sowie der politischen und physikalischen Geographie der 5 Welttheile nebst speziell. Kenntniß von Europa und besonders v. Deutschland sowie von den Haupt-Kulturländern d. fremden Welttheile. Kartenzeichnen. (2) Mittlere ».besonders deutsche Geschichte in allgemeiner Übersicht. Alte, mittl. u. neuere Geschichte in spezieller Darstellung, mit besonderer Berücksichtigung der Deutschen Geschichte. Vorbereitende Anschauungslehre. Geometrie bis zum Abschluß der Planimetrie. Algebrabis zu d. Gleichungen ersten Grades mit mehreren, und zweiten Grades mit einer unbekannten Größe. (4) Fertigkeit und Sicherheit im französisch Lesen, Schreiben und Sprechen. Callioismos und Redefiguren. Freie Erercitien. Uebung in der kaufmännischen Korrespondenz. Lektüre von Mufterwerken der klassischen u. neueren Literatur. (5) Handelsgeographie u. Repetition des gesammten Unterrichtsgebiets der früheren Klassen. Kartenzeichnen. (2) Die neueste Geschichte u. Repetition d. gesammten früheren Kursus. Stereometrie. Lehre v. d Potenzen u. Wurzeln, arith« methifcheu. geome« irische Proportio« nen, arithmetische und geometrische Reihen. Logarith« men u. Anwendung derselben auf Zinseszins u. Rentenrechnung. Für den zweiten Kursus ist die ebene Trigonometrie u. die Lehre von den kubischen Gleichungen bestimmt. (4) Allgem.Eigenschaften d. Körper. Mechanik mit besonderer Beziehung, auf die Anwendung ihrer Gesetze im Leben. (2) Elektrizis'f tät,Galvag f nirmus u. || Magnetismus. (3) 8es Lesen und 2 Formenlehre mit fortschrei- « tend. Uebun- A gen im Ueber- 3 setzen i. Eng- | lisch e u. um- & gekehrt. (4) % Lehre vom! Licht u. der Wärme. Elemente M d. Chemie. || Mathematische Geo- £3, graphie.(4) || Absolvirung der Grammatik. Lektüre englischer Prosaiker. Erercitien u.freieAusarbeitungen. Kaufmännische Briefe. Uebung im englischSprechcn. (4) Uebergang v. d. graden Linie zu d. gebogenen. Umriffe vonGesichts- Theilen. Köpfe u. Figuren in Umriffen. Arabesken. Anfänge des Schattirens. Geometrisches Zeichnen. Ausgeführte Köpfe und Landschaften. Perspective. (2) Kenntniß u. Einübung der Tonleitern. Notenlesen. Treffübungen. Mehrstimmige Gesänge. (2) Zeichnen v. Ornamenten, ausgeführte Köpfe, Figuren und Landschaften. Perspektivisches Zeichnen weiter entwickelt. Aufnehmen von vorhandenen Gegenständen und größeren Gebäuden. (3) Die vorstehende Uebersicht kann nicht mehr als ein allgemeines Bild der einheitlichen und organischgegliederten Gesammtleistung geben, die von der Anstalt erstrebt wird. Die spezielle Ausführung und Regelung dieses allgemeinen Planes, wie sie auf Grund der mehrfach erwähnten Konferenzen vorbereitet wird, hoffe ich im nächsten Programm mittheilen zu können. Der Lehrplan für die Mädchenklaffen wird sich nach den betreffenden Bemerkungen im Tert aus dem Obigen leicht ergänzen laffen. *) Die beigefügten Ziffern bezeichnen die Zahl der wöchentlichen Lehrstunden für jeden Unterrichtsgegenstand. (Zum Schulprogramm 1856.)

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