Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... statt habenden öffentlichen Prüfung in der Bürger- und Realschule der Israelitischen Gemeinde
- Volume
- 1836
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
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15 sie anwendet, wird den Genuß kennen gelernt haben, der mit diesem Gebrauche verbunden ist und sich die Gewohnheit des Forschens und Untersuchens angeeignet haben, eine Gewohnheit, die, in der materiellen Welt gebildet, zur Folge haben wird, daß es in der Zukunft mit Sicherheit und ohne sich mit bloßen Worten zu begnügen, die Region der geistigen Ideen umfasse. Die Periode von vier bis sieben Jahren ist daher unschätzbar, um das Kind für künftige Studien zn interessiren. Jene so unschuldigen, so reinen Neigungen, dem Besitzer ein so großes Glück im Leben, das sicherste Bewahrungsmittel gegen die Leidenschaften, jene Neigungen, die den Wissenschaften, selbst den trockenen Schwierigkeiten derselben einen gewissen Reiz verliehen, sie haben ihre Quelle in der Ferne, in den Unterhaltungen der ersten Lebensjahre. .Ein Kind, das niemals eine Vorliebe für solche Gegenstände empfunden hat, die, unserm Geschmacke nach, nicht geeignet scheinen zu gefallen, wird nur von den sinnlichen Genüssen einen starken und dauerhaften Eindruck empfangen. Die materiellen Vergnügungen, für die man stets empfänglich, die, in ihrer Weise, immer reell sind, diese Vergnügungen, deren Reize die Erziehung nicht zu erhöhen braucht, sie werden sich ausschließlich seinen Gedanken darbieten und die Thätigkeit seines Geistes wird keinen andern Zweck haben, als sie zu erlangen. Der Leidenschaften mächtige Stimme ertönt in der Jugend, die der Eitelkeit zu allen Zeiten, aber den geheimen Zauber der unschuldigen Neigungm nimmt die flüchtige Imagination der Kindheit in ihrem schnellen Fluge mit sich und zugleich die unschätzbaren Seelenfreuden, die ihnen beistesellt sind.