Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1982-1983
- Issue
- No. 50 (1982-1983)
- Date
- 1982-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Frau Margot Preiss, San Matteo, 932, Peninsula Ave. Apt. 304, Cal. 94401 zum Ableben ihres Mannes, Vaters u. Grossvaters, Dr. Harry Preiss der Mitte Januar ds. Js. heimgegangen ist. In dieser Zeitung ist ein Glueekwunsch zum 75ten Geburtstag von Margot Preiss geb. Suessbach, enthalten. Leider muessen wir diesen zu einer Trauernachricht umdirigieren. Dr. Harry Preiss war in Rosenberg O/S ein bekannter u. sehr beliebter Arzt, der Tag u. Nacht bereit war, seinen Patienten zu helfen. Im Jahre 1939 ist er mit Frau u. Sohn nach Manila ausgewandert und alle hatten waehrend des 2. Weltkrieges schwere Jahre durchlebt. Zuletzt, in Amerika, sind die Fruechte seiner Arbeit aufgegangen. Seine tuechtige Frau Margot, sein Sohn Ralph mit Gattin u. 4 Enkeltoechtern, haben ihm seinen Lebensabend verschönt. Wir nehmen tiefen Anteil an dem schweren Verlust. Siegmund Rothschild u. Familie, Rischon le Zion, Oleh Hagardom 4 zum Ableben der Gattin, Mutter u. Schwester Schoschana (Susi) Rothschild), die aeusserst beliebt, ihrem Gatten u. dem ganzen Hause einen Stempel der Liebe, Hilfsberitschaft u. Aufopferung aufdrueckte. 49 Jahre waren die Rothschilds Bewohner von Rischon le Zion, nachdem sie vorher im Kibbutz Giwat Haschloscha schwer arbeiteten. Siegmund Rothschild ist Vorsitzender des Vereins ehemaliger Dortmunder in Israel u. ueberall, wo er auftritt wegen seiner Tuechtigkeit u. grossen Bescheidenheit sehr beliebt. Der Sekretaer unseres Verbandes hat bei der Bestattung der Gattin im Rahmen der Centra warme Abschiedsworte gesprochen u. die grosse Verbundenheit zum Ausdruck gebracht, die alle Mitglieder der Familie umschliesst. Frau Lotte Kalmus geb. Markiewitz, Giwataim, Aronstr. 16, sowie ihren Toechtern und deren Familien, zum Ableben des Gatten, Vaters u. Grossvaters, Dr. Gerd Kalmus, der nach langem, schweren Leiden erloest worden ist. Eine ausserordentlich grosse Teilnehmerzahl besonders frueherer Breslauer, begleiteten ihn auf seinem letzten Wege. Erich Lewin, der Sekretaer unseres Verbandes, zeichnete in seinen Abschiedsworten die Familie Kalmus, die aus der Provinz Posen nach Breslau kam u. zu den angesehensten Familien dort gehörte. Der Heimgegangene, Rechtsanwalt von Beruf, war in Tel Aviv viele Jahre leitender Beamter in einer bekannten Grossbank, zeichnete sich durch Klugheit, Feinheit und Tuechtigkeit aus. Seine Gattin, aus der bekannten Familie Markiewitz stammend, ist noch heute, eine bekannte Klavierlehrerin u. hat durch ihre Kontaktbereitschaft sich einen grossen Kreis von Freunden u. Bekannten verschafft. Ihre Toechter u. Schwiegersoehne sind aeusserst beliebt u. alle haengen eng zusammen. Dr. Kalmus bleibt bei uns in ehrender Erinnerung. Familie Stern, Santiago De Chile, zum Ableben der Mutter Frau Edith Frankel geb. Wittenberg (früh. Breslau), Frau Fränkel entstammte der bekannten Familie Wittenberg aus Rawitsch, heiratete Landgerichtsrat Dr. Gerhard Fränkel (aus der bekannten Familie Fränkel—Leinenhaus Fränkel — aus Neustadt O/S), und hielt die Tradition der Familie Wittenberg bis zu ihrem Lebensende aufrecht. Als Vorsitzende d. Jüd. Frauenvereins in Vina del Mar leistete-sie viel auf sozialem Gebiete. Familie Fränkel war mit Kindern u. Enkeln aufs engste verbunden. Familien Goldschmidt, Jerusalem, Bar Or, Tel Aviv, Schneller, Rechowoth und Pri-Chen, Kfar Maimon, zum Ableben der Gattin und der Schwester Susi Goldschmidt geb. Schneller, Jerusalem. Sie war die Aelteste aus dem Hause Kurt Schneller, Breslau, mit dem der Redakteuer unseres Blattes eng verbunden war. Nach Absolvierung der Rhedigerschule in Breslau, ging die Heimgegangene 1934 auf Hachschara nach Enschede in Holland und kam bereits 1935 nach Jerusalem. Sie war Babyschwester in der Wizo, ihr Mann (ad mea weesrim) ist der bekannte und beliebte Fritz Goldschmidt, der viele Jahre im Rahmen der Chorebschule erfolgreich arbeitete. Die Familie Goldschmidt ging dann nach Sde Elijahu, um wieder nach einer gewissen Zeit nach Jerusalem zurueckzukehren. Susi wurde Fremdenfuehrerin, besonders fuer die deutschsprechenden Touristen. Sie verstand es mit besonderer Waerme die religioese Seite von Israel (auch Christen) nahe zu bringen. Eine riesige Korrespondenz und viel Anerkennung konnte sie zugleich mit Geldspenden fuer wohlaetige Zwecke erhalten. Sie bleibt bei uns unvergessen. Wie' wir erfahren ist Frau Noemi Ullmann plötzlich verschieden. Unser innigstes Beileid gilt dem Gatten Schlomoh Ullmann sowie den Schwiegereltern Kurt und Dora Ullmann geb. Hirschberg in Clifton, U.S.A. Auch Dr. Walter Goldstein, Jerusalem hat uns verlassen. Über das umfangreiche literarische Werk Dr. Goldsteins berichteten wir seinerzeit im Mitteilungsblatt, und erst vor kurzem erlebte er noch das Erscheinen seiner 3 letzten Bücher. Ein erfültes Leben hat seinen Abschluss gefunden. Er bleibt bei uns unvergessen. Unsere innigste Anteilnahme gilt seiner Gattin Eva und der weiteren Familie. Den Angehoerigen von Recha Freier zum Ableben ihrer Mutter, die in Jerusalem im Alter von 92 Jahren heimgegangen ist. In Breslau studiert, heiratete sie den bekannten Rabbiner Dr. Freier, der in Breslau geboren ist. Der Redakteur unserer Zeitung hat ca. 10 Jahre mit Dr. Freier Sitz an Sitz in einer kleinen Synagoge (Landschul) gebetet. Der Lebensweg von Dr. Freier war: von Eschwege ueber Grossrabbiner von Bulgarien und spaeter Berlin. Recha, Freier hat bereits im Jahre 1932 erkannt, dass es hoechste Zeit ist Kinder nach dem damaligen Palaestina zu ueberfuehren, da sie die grosse Gefahr fuer das deutsche Judentum erkannte. Sie war die Begründerin der „Jugend Alijah” noch vor dem Wirken von Henriette Szold. Unsere Zeilen reichen nicht aus, die Leistungen dieser grossen Frau im Laufe ihres langen Lebens zu beschreiben. Immer war sie zur Stelle wo Gefahr drohte, hat viele Tausende von Kindern und Jugendlichen, legal, oder illegal ins Land gebracht, war hochmusikalisch und hat einen Fond fuer israelische Komponisten gegruendet. Alle 4 Kinder nehmen im Leben Israels bedeutende Positionen ein. Ein erfuelltes Leben hat seinen Abschluss gefunden. Recha Freier bleibt in ehrendem Andenken weit ueber Israel hinaus. Familie Schefet, Jerusalem, zum Ableben ihrer Mutter Channa Scheftelowitz geb. Gottschalk, die Witwe unseres so beliebten und unvergesslichen Heinz Joel Scheftelowitz, der in unserem Blatt immer wieder erwaehnt wurde, zumal er als wahrer Chalutz nach Eretz Israel auswenderte und hier der hervorragende Experte fuer Gefluegelzucht war. RÄBBANIT JENNY BOHRER GEB. LAKS, s. a. Es ist uns eine Ehrenpflicht dieser ausserordentlich feinen, edlen und gottesfuerchtigen Frau einige Zeilen zu widmen. Sie war die Witwe des bekannten und ausserordentlich beliebten Rabbiners Mordechai Bohrer aus Gailingen in Baden, einem kleinen Platz an der Schweizer Grenze, der eine ausserordentlich starke juedische Gemeinde aufwies. Mordechai Bohrer war Hoerer des Hildesheimer Rabbiner Seminars in Berlin und nach Beendigung seiner Studien ging er noch 6 Jahre in die bekannte Jeschiwa in Telsch (Litauen). Er heiratete Jenny Laks, Tochter eines bekannten Kaufmanns aus Koenigsberg, uebernahm die Leitung der Koenigsberger Talmud Thora und wurde 1927 als Rabbiner nach Geilingen berufen. Der Oberrat der Israeliten Badens, seine Gemeinde und alle, die mit ihm in Beruehrung kamen, ehrten den Rabbiner und Seelsorger, der zugleich ein grosser Gelehrter war. Eine kinderreiche Familie, die, unter der Leitung seiner Gattin ein offenes Haus fuer jedermann führte, stand im Mittelpunkt der Gemeinde. Trotz schwerster Verfolgung bereits im Jahre 1933 blieb Rabb. Bohrer in seiner Gemeinde, trotzdem es fuer ihn ein Leichtes gewesen waere, in die Schweiz einzuwandern. Am 9. November 1938 wurde er verhaftet und nach Dachau transportiert. Es ist aeusserst tragisch, dass er in der selben Stunde, in der er das Certificat nach Palästina erhielt, in Dachau verschieden ist. Seine Gattin, mit einer grossen Anzahl von kleinen Kindern, kam im Jahre 1939 nach Palaestina und hatte ungeheuer viele schwere Einwanderungsjahre. Mit allem war sie zufrieden, jede Arbeit nahm sie an. Ein starkes G’’ttvertrauen, eine Natur, die ihr Ziel mit einer gewissen Kraft verfolgte, liess sie langsam sich einordnen. Ihre Kinder erzog sie im Geiste des ueberlieferten Judentums und im Geiste ihres Mannes. Mit unserem Verband war sie aufs Engste verbunden. Sie las unsere Zeitung staendig, war aufgeschlossen fuer alles Schoene und machte nach ihrer Arbeit noch Krankenbesuche. Wir standen mit ihr in engster Verbindung. Hunderte von Menschen begleiteten sie auf ihrem letzten Wege. Der Sekretaer unseres Verbandes leitete die Beerdigung und sprach am Grabe warme Abschiedsworte. Ihr Andenken wird bei uns in allen Ehren gehalten. Den Verwandten von Ferdinand Friedland in London, zum Ableben dieses teuren Menschen, der immer mit grossem Interesse an unserer Arbeit teilgenommen hat. Vor einigen Jahren haben wir in unserer Redaktion mit ihm und seinem Sohne, der in Israel lebt, einen angenehmen Abend verbracht und viele Erinnerungen an Breslau ausgetauscht. Den Angehoerigen von Frau Lotte Bing geb. Matzdorff, sowie deren Schwester, Kaete Kruse geb. Matzdorff, Baden-Baden, die leider innerhalb weniger Monate verschieden sind. Beide Heimgegangenen waren mit uns aufs Engste verbunden. Korrespondenz, Telefone und viele Anfragen haben uns bewiesen, wie sehr sie unsere Arbeit geschaetzt haben. Familie Abramowitz, Tel Aviv, zum Ableben ihres Gatten u. Vaters, David Abramowitz, dem ruehrigen Vorstandsmitglied der Centra u. -des Verbandes ehemaliger Frankfurter. Der Heimgegangene war aeusserst beliebt und hat viel in beiden Vereinigungen geleistet. 41