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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1961-01-01 · No. 1 (1961) · p. [Seite]

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1961
Issue
No. 1 (1961)
Date
1961-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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U R v \ \ i A JUDA!' A mVpia >*7iy MITTEILU im« my>"r> N G E N DES VERBANDES EHEMALIGER BRESLAUER IN UND SCHLESIER GEGRUENDET 1958 <rr oim IN TEL-AVIV ISRAEL fC 3 0 4 Brief Adresse; Dr. Wilhelm Freyhan, Tel-Aviv, 4 Lord Byron St. Zahlungen an: Emst Tauber, Bet Itzchak oder Dr. W. Freyhan, Tel-Aviv. Aktions-Comile; Dr. William (Seew) Boss, Arthur Dcmbrowsky, Dr. Wilhelm Freyhan, Dr. B. Grzebinasch, Dr. Th. Rosenthal Tel-Aviv, Heinrich H. Cohn, Dr. Joseph Marcus, Ramat-Gan, Ernst Tauber, Bet Itzchak. Damen-Comife: Anschrift: Ilse Steinitz-Dombrowsky, T.A., Jean Jaures 4. ZUM GELEIT / Rückblick und Ausblick Seit Anbeginn vollzieht sich das Leben Israels im Spiegel der alljährlich wiederkehrenden Feiertage. Auf dem ewigen Wege, den wir seit dem Auszuge aus Ägypten beschreiten, erscheinen die Feste als Meilensteine, die den Blick in die ferne Vergangenheit lenken. Aber nicht nur Rückblick allein in die Jugendzeit unseres Volkes bedeutet jüdisches Fest für uns: als Wegweiser in die Zukunft gewährt es dem Gläubigen Ausblick auf ein kommendes Zeitalter, das durch Ausgleich politischer und nationaler Gegensätze sowohl Israel wie der Gesam.tmenschheit die Erfüllung messianischen Friedens bringen soll. Als erster und ältester aller Feiertage ist PESSACH am geeignetsten, uns diesen Doppelsinn jüdischer Geschichte zu illustrieren. Damals schlug den Jahrhunderte lang geknechteten Kindern Israels am vierzehnten des Monats der Ährenreife die Stunde der Freiheit: Durch himmlischen Beistand entstand im Schmelztiegel ägyptischer Sklaverei ein neues Volk, das von Gott dazu ausersehen war, den Nationen der Menschheit die Grundlagen der Religion, Moral und Ethik zu übermitteln. Zu allen Zeiten soll sich der Jude betrachten, als ob er selbst aus Ägypten gezogen wäre: Nationale und individuelle Erneuerung sollen Hand in Hand gehen; das ist wohl der Sinn jenes am Sederabend im jüdischen Hause citierten Wortes. Leicht sinkt der Mensch im Getriebe des Alltags zum Sklaven seiner Arbeit herab und vergisst dadurch seinen höheren Daseinszweck, dem Leben einen Inhalt zu geben. Daher sind die alljährlichen Feiertage eine Mahnung für uns, dieser unserer Lebensaufgabe gerecht zu werden. Eine der wichtigsten Lehren des Pessachfestes weist auf die socialen Werte der Thora hin: Indem wir uns alljährlich von neuem die schutz- und hilflose sociale Lage unserer Väter in Ägypten vergegenwärtigen, werden wir an unsere WINTER FRÜHER BEUTHEN o/S. Tel-Aviv, Schenkin 4. Pflicht gemahnt, allen jenen zu helfen, die unsere Hilfe bedürfen. Aber nicht immer reicht die Hilfe des einzelnen aus. Daher bemüht sich der „Verband ehemaliger Breslauer" als Gesamtorganisation dort cinzugreifen, wo der einzelne zu schwach ist, um die notwendigen Leistungen zu erfül'en. Unter den socialen Aufgaben, die sich der Verband gestellt hat, erscheint uns als eine der vordringlichsten, den Alten und Schwachen zu helfen. Ihnen, die gerade in unserer Generation die schwersten Leiden zu ertragen hatten, wollen wir einen sorgenlosen Lebensabend bereiten. Wir hoffen, dass uns dies mit der geplanten Errichtung eines Altersheims möglich sein wird. Ein jeder helfe uns bei der Erfüllung dieser grossen socialen Aufgabe nach seinen besten Kräften. Unserer Generation war es Vorbehalten, noch einmal die Rohheit und die Erniedrigung der ägyptischen Sklaverei zu erleben. Möge es unserer Generation auch Vorbehalten sein, unseren Familien und Kindern, Volk und Staat wieder ein Vorbild der jüdischen socialen, selbstlosen Nächstenliebe zu werden. TafifUilfLericLl L V erLanJet seif (LanuliL Seit dem letzten Tätigkeitsbericht der Verbandes, den wii mit Rundschreiben No. 7 an alle Mitglieder und Spender des In- und Auslandes in einer Auflage von etwa 800 übersandten hat sich die Tätigkeit des Verbandes lediglich auf folgende Punkte konzentriert: 1) Sammlung für den Aliersheimfond. Hierfür sind laufend kleinere und grössere Spenden von ehemaligen Breslauern eingegangen, auch von ehemaligen Breslauer Andersgläubigen, die wie manche schrieben „ihr Scherflein zu unserem Wohlfahrtswerke gern beitragen möchten.” Allen Spendern sei auch auf diesem Wege herzlich gedankt! Wir bitten alle ehemaligen Breslauer weiter in ihren Freundes- und Bekanntenkreisen für den Fond zu werben, da nur bei allgemeiner Unterstützung unserer Arbeit unser Werk realisiert werden kann. Desgleichen werden alle bis jetzt eingegangenen Jahresbeiträge dem Altersheimfond zugeführt. "• T 2) Beschaffung von Adressen für Wiedergutmachung. Auch auf diesem Gebiet konnte in der Berichtszeit wieder erfolgreich gearbeitet werden und wurden eine Anzahl gesuchter Adressen wieder vermittelt. Damit sich die Mitglieder eine Vorstellung von unserer Tätigkeit machen können, sei erwähnt, dass unser Tagesjournal seit Chanukka die Zahl von 299 Briefen ausweist, die seit Druck dieses Berichtes schon wieder erheblich überschritten sein dürfte. 3) Ausbau unserer Kartei. Wir haben auch hierauf unsere Arbeit gerichtet und können immer wieder alle ehemaligen Breslauer — in welchem Lande sie sich auch befinden mögen — bitten, uns ihre Adresse einzusenden, damit unsere Kartei vervollständigt wird. Es dürfte dies im Interesse jedes einzelnen liegen, da wohl kaum jemand existiert, dem nicht daran gelegen ist, über das Schicksal d. einen oder anderen Freundes oder Ferwandten etwas zu erfahren. Wir danken bei dieser Gelegenheit Fräulein Margarete Pick — Kfar Saba Frau Ester Rosenzweig — Tel Aviv Herrn Ludwig Löwenberg — Haifa/Achusa besonders herzlich für ihre hilfreiche und wertvolle Aktivität bei der Arbeit für den Verband. Ebenso danken wir auch an dieser Stelle allen Behörden und Verbänden, die unserer Arbeit unterstützten oder ihr Unterstützung zugesagt haben, insbesondere dem „Bund der Verfolgten des Naziregimes”, der Kölner Heimatsgruppe ehemaliger Breslauer und seinem. Vorsitzenden Dr. Wolff, der Redaktion des „Schlesier” in Recklinghausen u.a.m. Herr Dr. Fritz Wolf aus Köln, früher Breslau, ist v. 4. bis 18. April in Tel-Aviv u. Haifa bereit, einen Vortrag mit Lichtbildern über „Bresilau einsf und jetaf" zu halten. Wegen der Saalfrage wird um umgehende Mitteilung an Herrn I. Sachs, Tel-Aviv, Mazestr. 51, gebeten, wer an d. Abend teilnehmen will.

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