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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 1981-01-01 · No. 48-49 (1981), Nachtrag · p. Seite 45

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
1981
Issue
No. 48-49 (1981), Nachtrag
Date
1981-01-01
Page
Seite 45 (sequence 2592)
Language
German
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DIE KUENSTLERIN SARLOSAN (SARA SALOMON) IHRE STEILE KARRIERE IM JAHRE 1981 Sara Salomon, die mit 16 Jahren — 1951 — mit ihren Eitern aus Rumänien einwanderte, zeigte als Kind eine starke Neigung zum Zeichnen (schwarz/weiss und Farbstift) — beendete das Gymnasium in Naharia und ihr Leben ging normal weiter. 20 Jahre später — 1971 — war ihr Wunsch zu zeichnen so stark, dass sie 1 Jahr eine Kunstklasse in Tel-Aviv besuchte, um dann ihrer Begabung entsprechend sich für 3 Jahre in die Kunstakademie Bat-Jam einschrieb. Sie studierte intensiv bei den Professoren und Malern Elijahu Gat, Edwin Solomon und Alkalay und absolvierte mit gutem Erfolg, ln beiden Schulen fand man ihre schwarz/weiss Zeichnungen i bemerkenswert, komplett, aussergewohnlich... Diese Arbeiten sind figurative, kleine Kunstwerke — Menschen, Situationen und Portraits, mit und ohne Modell gearbeitet. Aber erst Anfang 1981 zeigte Sarlosan ihre Arbeiten im Rahmen einer Gruppenausstellung im Museum Bat-Jam anlässlich der Gründung einer Vereinigung von Malern und Bildhauern in diesem Ort — Bat-Jam. Die Zwillingsstadt Bat- Jams Berlin-Neuköln lud zu einer Gruppenausstellung im Mai 1981 in den Räumen ihres Rathauses ein. Sarlosan war mit 2 Zeichnungen vertreten, die die Besucher sehr beeindruckt hatten. In den Berliner Zeitungen „Morgenpost“ u. „Tagesspiegel“ wurden sie als besondere Kunstwerke erwähnt. Amalia Arbel, anerkannte Kunstkennerin in Tel Aviv, gab Sarlosan im September 1981 die Möglichkeit in ihrer Galerie ihre Arbeiten zu zeigen. Die Ausstellung war von aussergewöhnlichem Erfolg gekrönt. Die Serie der Zeichnungen „Hände“, war von ganz besonderen Reiz. Die Kunstkritiker Tel-Avivs von „Haarez“, „At“, „le Journal d’Israel“ als auch die Rumänische Zeitung sprachen von der starken Atmosphäre, der plastischen Wirkung ihrer Portraits, die gross im Bild (oft weiss auf grauem Grund wie Negative wirken) — figurative beinahe abstrakte schwarz/weiss, als auch mixed media Arbeiten; z.B. dicke Frauen — (Rubens — Rembrandt Einfluss) — sitzend, beinahe grotesk in ihrer Hässlichkeit, trotzdem ein ästhetischer Anblick. Man sprach von der „künstlerischen Feder“ die die täglichen Szenen und menschlichen Schwächen mit Humor unterstreichen kann. „Maariv“ in seiner Spalte „unter den Zeilen“ erzählt: Gila Almagor die bekannte Israelische Schauspielerin sah bei Amalia die Dehnungen vor der Vernisage und erwarb sofort 3 davon. Die Ausstellung musste 2 mal verlängert werden. Auffallend war noch, ein in Bronze gegossener Kopf ihres Vaters. Er hat seine eigene Geschichte, so erzählt die Künstlerin: eines Tages wollte ich Manchmal könnte man meinen, die Musik sei in Wien geboren. So viele namhafte Komponisten haben dort gelebt u. geschaffen, mehrere Orchester machen dort mit Werken bekannt, Orchesterwerke und Opern gingen von Wien in die Welt, aber auch „heitere“ Musik startete von hier. Getanzt wurde dort von jeher und der Dreiviertel-Takt gab viel Anregung. Der Walzer war in Wien längst beheimatet u. als Tanzstil war er eine „Epoche". Musik hing hier eben in der Luft — man brauchte sie halt nur zu greifen. Also griff auch die Jugend danach, und ein Junge von 13 Jahren namens Leo Ascher schrieb ein Capriccio für Klavier. Als er 19 war, schwang er sich zu einem Walzer „Wiener Schwung“ auf, der veröffentlicht wurde, und es folgte ein umfangreiches Liedschaffen, das ständig im Programm bekannter Sängerinnen und Sänger war. Leo Ascher absolvierte das Wiener Konservatorium als Schüler von Hugo Reinhold, Robert Fuchs u. Franz Schmidt (dem Komponisten der Oper „Der Glöckner von Notre Dame“). Auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern absolvierte Ascher auch das Jurastudium an der Wiener Universität und promovierte zum Dr. jur. Zeitlebens aber galt sein ganzes Schaffen und Wirken der Musik. Zunächst begleitete er ernste und heitere Mumodellieren und machte diesen Kopf. Ich ging damit zu Batja Lischanski, die grosse Bildhauerin Israels, um bei ihr zu lernen. Ihre knappe Antwort war: nichts zu lernen. Ich goss den Kopf in Bronze und kehrte zu meinen Zeichnungen zurück, „Naamat“ die Organisation der arbeitenden Frauen zeigte Ende 1981 Arbeiten künstlerisch produktiver Frauen. Eine von der in der Kritik im „Al Hamishmar“ 3 hervorstehenden Künstlerinnen war Sarlosan. Pläne: 1982 „Portraits“ Gruppenausstellung in Jad Lebanim Tel-Aviv. 1983 „Szenen aus dem Tenach“ im Rahmen der Vereinigung der Maler und Bildhauer Tel-Avivs. Friedei Sehwartz sik; sein umfangreiches Liedschaffen habe ich bereits erwähnt, und auch als musikalischer Leiter des Wiener Kabaretts „Fledermaus" fungierte er. Seine erste Operette war „Vergeltsgott“ (1905), die am „Theater an der Wien“ uraufgeführt und vom nachmaligen Opernkappelmeister der Metropolitan Opera in New York, Arthur Bodanzky, dirigiert wurde. Es war ein voller Erfolg. Es folgten viele andere Operettenwerke, aber das Bekannteste wurde wohl „Hoheit tanzt Walzer“. (Wer erinnert sich nicht an das Lied vom „Lercherl von Hernals“?). Der Schreiber dieser Zeilen sah die Aufführung zunächst an der grossen Breslauer Operettenbühne des „Theatergewaltigen“ Dr. Th. Loewe (aus Wien stammend) unter Stabführung des ebenfalls aus Wien stammenden Kapellmeisters Josef Rosenberg. Gern erinnerte ich mich immer wieder daran. Später Bah ich die „Hoheit“ in München im Gärtnerplatz-Theater mit Paula Menarl als „Hoheit“. Franz Werther dirigierte diese bemerkenswerte Aufführung. Wir erfreuten uns später an „Der Soldat der Marie“, an „La Barberina“ und den vielen anderen Werken, mit denen Ascher das Operettenrepertoire so gekonnt bereicherte. Auch Aschers Musik zu den Filmen „Purpur und Waschblau“ und „Mein Leopold“ sind sicherlich bei vielen in guter Erinnerung. 1937 enstand seine letzte Operette „Um ein bisschen Liebe“ mit dem bekannten Walzer „Ja, so singt man nur in Wien“. 1938 emigrierte die Familie nach USA, dort starb der Komponist allzufrüh im Jahre 1942. Die Tochter des Komponisten, Frau Franzi Ascher-Nash, ist ständig aktiv um das Lebenswerk des Vaters, seine Musik und die Erinnerung an seine Persönlichkeit bemüht. Auf ihre Initiative hin setzte das Millersville State College den „Leo Ascher Award“ aus. Dieser Preis wird jedes Jahr fürü die beste Komposition eines Schülers des College, basierend auf einem Thema von Leo Ascher, vergeben. In Vorwegnahme des 100. Geburtstages des Komponisten fand im Februar 1980 im Millersville State College ein Festkonzert statt. Frau Ascher- Nash berwachte persönlich die Vorbereitungen und stellte das Programm aus Werken ihres Vaters zusammen. Zu Gehör gebracht wurde auch die 1979 preisgekrönte einaktige Oper von Scott Frutchey. Anlässlich des Festkonzertes wurde auch die Erribhtung des Leo Ascher Center for the Study of Operetta Music durch das Millersville State College (Pennsylvania) angekündigt. Frau Ascher. Nash ist seit Monaten bei der Einrichtung dieses Center behilflich. "Lm“ ' * V 2 ZU LEO ASCHERS 100. GEBURTSTAG IM AUGUST 1980 45

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