Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1980
- Issue
- No. 46-47 (Mai 1980), Fortsetzung
- Date
- 1980-05-01
- Page
- Seite 63 (sequence 2531)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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SUCHANZEIGEN Wer weiss die Adresse von Nora Kainz, früher Königshütte. Vater besass ein Eisenwarengeschäft. Mitteilungen an Barbara Maria Meyer, Königsbrunnerstr. 39a, D-8900, Augsburg 21. * Wer weiss die Adresse von Paula Süssmann, früher Hindenburg, Abitur 1929 Reikenstein Oberschule (dieselbe hat dann wahrscheinlich Medizin studiert). Mitteilungen an Annemarie Cyron, geb. Glombitza, Dresdner Str. 13, Mühlacker, West Germany. * Wer weiss die Adressen von Lea Lotte Jacobsohn (Tochter des RA. Renate Born Steffi Gutmann Marianne Grinbaum Mitschülerinnen der Augusta-Schule. Mitteilungen an Anni Posner-Mann, Box 1274, Central Valley, CA. 96019, USA. * Gesucht wird Siegfried Augstukalski aus Brelau, uuletzt wohnhaft in Frankfurt a/Main. Zuschriften an: Naftali Rothschild, Tel Aviv/ Afeka, Rechow Hanoter 32. * Frau Lisa Ben Ami geb. Sabath aus Sacrau (Jetzt Hollywood, Calif.), möchte Näheres über das Schicksal ihrer Mutter herausfinden. Ihre Mutter war die Schauspielerin Ilse Wagner, die wohl s. Zt. wieder heiratete und nach Italien ging. Der Vater von Frau Ben Ami, Robert Sabath, hatte 2 Brüder Karl und Gustav. Gustav Sabath hatte 3 Töchter Irma, Susi und noch eine. Frau Ben Ami möchte herausfinden, ob von der Familie noch jemand am Leben ist und wo. Mitteilungen an Becky Hirsch, Disraelistr. 52, Haifa Achusa, Israel. Sigmund Aronow (Aronowicz) 7 Weston Drive Bournemoth (England) sucht seine Verwandten Raphael und Mosche. Raphael soll Dirigent sein. •¥■ Erich Rossa, Roter Hahn 50, D-2000 Hamburg 72 (West Germany), möchte gern Verbindung mit früheren jüdischen Einwohnern von Konstadt, Kreis Kreuzburg O/S aufnehmen. * Wer weiss die Adresse von Familienangehörigen des Kantor Wartenberger, früher Breslau? Mitteilungen an Grete Wartenberger, Jenaerstr. 10, 1000 Berlin 31. * Wer weiss die Adresse von Wolfgang Galewski (oder Galewsky), früher Breslau, Herdainstr., später Theaterstr., bei Dr. Miodowski. Galewski besuchte 1930 das Zwingergymnasium und war Mitglied des Sportvereins S C Schlesien o 1. Mitteilungen an Dr. med. W. Kranzhoff, Im Schulzengarten 17, 6903 Neckargemuend (West Germany). * Wer kann bestätigen, dass ich vom 15. Sept. 1939 bis 30. Juni 1941 in Steckelsdorf b/Berlin, auf Hachschara war. (Arrangiert durch die Ortegruppe Breslau des „Brith Hanoar Schel Hamisrachi“). Der Madrich war Chaim Gross (geb. in Ungarn). Wer weiss die Adresse von Herrn Gelbart, der die Angelegenheit szt. organisierte? Mitteilungen an: Israel Steinberg, 2819 Kendale, Dr. Toledo, Ohio 43606, USA. ANSICHTSKARTENTAUSCH Wer ist an Ansichtskartentausch (Israel) interessiert? Mitteilungen an Werner Stahnke, 8 Muenchen 70 Karwendelstr. 15. BRIEFMARKENTAUSCH Wer ist an Briefmarkentausch interessiert? Mitteilungen an Werner Manke, Eyachstr 1, D-7032 Sindelfingen 1 (West Germany). JÜDISCHES THEATER IN SCHLESIEN Material gesucht Für eine Arbeit über „Das osteuropäische jüdische Theater im Spiegel deutschsprachiger Rezensionen“ werden Unterlagen über das jiddische und hebräische Theater gesucht, besonders über Auftritte der Wilnaer Truppe, des Moskauer Jüdischen Künstlertheaters und der Habima. Von Interesse sind Hinweise zum Thema, aber auch Rezensionen und ■ sonstige Notizen sowie persönliche Erinnerungen. Bis zum Beginn der NS-Herrschafft soll es im Breslauer Lobe-Theater — Intendant Paul Barnay, Dramaturg: Fritz Walther (Friedrich) Bischoff — mehr oder weniger regelmässige Auftritte jiddischer Ensembles und der Habima gegeben haben. Auch hierzu werden Unterlagen gesucht. Hinweise sind erbeten an die Adresse des Journalisten Joachim Hemmerle, Postfach 976, D-6800 Mannheim 1 (Bundesrepublik Deutschland). Wer besitzt das Buch „Stern der Erlösung“ von Franz Rosenzweig in deutsch, erste oder zweite Auflage? Zuschriften an: Dr. Rachel Freund, Jerusalem, Bajit Wegan, Rechow Usiel 9. LANDESTREFFEN EHEMALIGER BAR KOCHBANER Wir haben die Absicht, in kurzer Zeit ein Treffen ehemaliger Bar Kochbaner aus Breslau und Schlesien in Israel stattfinden zu lassen. Um eine Übersicht Uber die Teilnehmerzahl zu bekommen, bitten wir Interessenten, sich schnellstens bei Joachim Luft, Haifa, Balfourstrasse 3 (Saris) zu melden. Ebenfalls bitten wir Freunde etc., die diese Zeitung nicht erhalten, davon zu verständigen und sie zu veranlassen, sich an obige Adresse zu wenden. Nach Feststellung der Teilnehmerzahl wird jedem Einzelnen, Ort und Zeit bekanntgegeben. Wir lerwarten ein grosses Interesse an dieser Veranstaltung. Verband ehemaliger Breslauer in Israel BUS-LEIDEN Solltest Du, lieber Leser, zu den ständigen Fahrgästen der diversen Autobuslinien gehören, rüste Dich aus: „1. mit hohen Stiefeln, um leichter durch Sonnenblumenkerne und anderen Abfall zu Deinem eventuellen Sitzplatz zu gelangen, 2. mit einem starken Seil, an dem Du Dich hochziehen kannst — denn selbst in Hosen ist es schwer aufzusteigen. Die Mehrzahl der Chauffeure hat eine krankhafte Aversion gegen Bordschwellen, die Dir das Aufsteigen erleichtern würden, und halten so weit entfernt, wie es die Strassenbreite erlaubt, 3. Ändere Deine Zeitrechnung. Du kannst lesen: Nummer so und so, alle 10 Minuten; dann mach Dich auf 20—30 gefasst und zur Belohnung kommen dann 3 derselben Nummer hintereinander. Der erste überfüllt, die zwei Anderen fast leer. Und nun beginnt ein lustiges Wettrennen mit einer Zeichensprache, wenn sie nebeneinander zu stehen kommen. Wer dann mit dem bekannten Zeichen an der Schläfe bedacht ist können wir uns ausdenken: der Stundenplan, die Direktion oder der Kollege — auf die Fahrgäste trifft es bestimmt zu, die hätten sich schon längst ein eigenes Auto kaufen müssen, oder zu Fuss gehen! Schliesslich kommt es auf einige Schulden mehr oder weniger nicht an; ich kann mich nicht mehr erinnern welche Summe jeder Israeli schuldig ist — aber ein Auto zahlt man ja nicht ab, man fährt es ab! Wem von uns lacht nicht das Herz, wenn er unsere Jugend sieht! Der deutsche Kaiser Wilhelm sagte einmal: „Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser“. Wir können nur sagen: „Unsere Zukunft sitzt auf dem Popo“. Haben Sie Herz überfällt Sie im Autobus eine nicht zu bezwingende Müdigkeit, Sie schliessen die Augen, oder die Frau Mama sagt: „Schilamti“ (ich habe bezahlt)! Und dann rüsten Sie sich zum Aussteigen. Schrittweise schieben Sie sich zur hinteren Tür, unter ständigen Bitten: „Verzeihung, rega, rega", die Stimme zittert, werden Sie es schaffen, heil an Ihrer Haltestelle abzusteigen? Bleibt kein Finger in der Tür? Kein Absatz auf dem Trittbrett, nichts von Ihnen irgendwo, wo es nicht hingehört? Haben Sie es geschafft und stehen erleichtert auf der Strasse, sind Sie letzten Endes zufrieden, befördert zu sein. Margot Kammermann Die Gesundheit — dein Schatz Was gibt es Wichtigeres auf der Welt Das nicht zu kaufen für alles Geld. Es ist deine Gesundheit Sie bewahrt dich vor der Ewigkeit. Bist du alt und nicht mehr kräftig, Sei mit den Worten nicht allzu heftig. Sie greifen deine Nerven an. Wer weiss, was dir alles danach passieren kann. Ist zudem dein Blutdruck hoch Pfeifst du auf dem letzten Loch. Arbeite nicht allzu viel, Wenn du auch nicht erreichst dein Ziel. Höre rechtzeitig auf Wenn es dir nicht schadet, ein wenig sauf. Denke an deine fortgeschrittenen Jahre, Wenn kümmerlich werden deine Haare. Mute dir nicht zu viel zu, Setze dich beizeiten zur Ruh. Willst du dein Leben noch geniessen, lasse dein Geld unbegrenzt fliessen. Lebe in den Tag hinein Vermeide alles, was macht dir Pein. Gehe rechtzeitig zum Doktor, Mach dir nur nichts vor Dass du bist gesund, springen kannst wie ein Junger Hund, Dies alles gehört zu den vergangenen Zeiten, Willst du dir und deiner Familie Freude bereiten. Sei geneigt zu jedem Scherz, Das ist Labsal für dein Herz. Jakob Rappoport, Tel Aviv ★ Anmerkung der Redaktion: Herr Rappoport ist der geübte Korrektor unseres Blattes, der nach Jahrzehnten in diesem Beruf Vorbildliches geleistet hat. Wir danken ihm von dieser Stelle aus für seine Mitarbeit. 63