Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1978
- Issue
- No. 44 (Oktober 1978)
- Date
- 1978-10-01
- Page
- Seite 40 (sequence 2409)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mm Friedhof in Liegnitz (siehe Artikel Seite 18) V ' * /«A>: “ V wv^' - v -S«-Vv .. WiR KONDOLIEREN: Frau Alisa Blumenthal geb. Kober, Kirjat Tiwon, KKL Str. 43 und ihrer Familie zum Ableben von Dr. Schlomo Sally Blumenthal, dem bekannten Arzt u. Menschenfreund, der bis ins höchste Alter seinen Patienten zu Jeder Stunde zur Verfügung stand, und sie hingebungsvoll behandelte. Familie Korn, 4801 Gosnold Ave. Norfolk, Va. USA., 23508, zum Ableben von Dr. Ludwig Helmuth Korn, dem bekannten Arzt aus Breslau, der auch ln seinem neuen Wirkungskreis ausserordentlich beliebt u. geschätzt war. In ständiger Verbindung mit unserer Arbeit, hatte er viel Interesse für unsere Bestrebungen gezeigt. Frau Eva Kober, Jessodoth, Israel, zum Ableben ihres Sohnes Naftali, der in verhältnismässig jungen Jahren inmitten seiner Arbeit, die er dem Meschek und seinem Dorfe vorbildlich leistete, abberufen wurde. Es hinterlässt eine Frau und eine grosse Familie. Den Verwandten von Max Blasse, Ramat Gan, der in hohem Alter nach längerem Leiden abberufen wurde. Er war der Sohn der bekannten Familie Gustav Blasse aus Breslau, die sich eines besonders guten Rufes erfreute. Hier in Israel war er Leiter der Buchprüfungs-Abteilung bei der Taxi Gesellschaft Tel-Aviv. Mehr als 3 Jahrzehnte hat er in ausserordentlicher Treue sein Amt versehen, hat nach seiner vollen Tätigkeit sich im Rahmen seines Efeth Haknesseth durch ständiges Lernen u. viel Wohltätigkeit einen ausserordentlich guten Namen gemacht. Seine grosse Bescheidenheit war sprichwörtlich u. hat sein Freund, Erich Lewin, ihm herzliche Abschiedsworte in diesem Sinne gesagt. Wir kannten ihn seit 1920 und verehrten ihn. Wir kondolieren: unserem lieben Mitarbeiter Herrn Salo Translateur, Hotel Tarleton, 2469 Colsins Ave. Miami Beach, Florida 33139 zum Ableben seiner Gattin Margaret Translateur geb. Nothmann. Unser bebasichtigter Glückwunsch, nachträglich zu ihrem 90. Ist leider zu einer Kondolation geworden. Wir wünschen unserem hochverten Salo T., dass er die Kraft haben möge, diese schwere Prüfung zu bestehen. Wir wissen, mit welcher ausserordentlichen Liebe und Hingabe er seine Gattin betreut, gepflegt und ihr versucht hat, alles zu erleichtern. Es war eine glückliche Ehe und die Erinnerung an diese schöne Zeit wird unvergessen sein. den Angehörigen von Frau Chaja Sara Fass, Tel Aviv, Tarzat Blvd. 5 zum Ableben der Mutter und Schwester. Die Vorgenannte war eine kluge, ausserordentlich tüchtige Frau, hilfsbereite Gattin, gute Mutter und Schwester. Schon in Breslau in der Schmiedebrücke war die Firma Fass eine bekannte Tuchhandlung und in Tel Aviv genoss sie ebenfalls einen sehr guten Ruf. Unserem Vorstandsmitglied, Karl Heinz Kornfeld, Generalsekretär des Verbandes ehemaliger Oberschlesier, unsere aufrichtige Teilnahme anlässl. des Ablebens seiner Schwester Edith Strauss geb. Kornfeld, London, früher Beuthen O/S- Berlin. CENTRA Bei Drucklegung unserer Zeitung erfahren wir vom Ableben unserer Kaete Fink geb. Pogorzelskl, Chulata und sprechen wir den Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus. Sie hat sich stark für unsere Arbeit interessiert und noch vor kurzem eine ansehnliche Spende überwiesen. Wir waren mit ihr in ständigem Kontakt. DIE SYNAGOGEN IN HAMBURG ERFORSCHT UND ZUSAMMENGE&TELLT VON RÜBEN MALEACHI, JERUSALEM Wir haben von dem Vorgenannten Herrn Rüben Maleachi (Engel) Jerusalem, Rechow Pri Chen 12 eine grosse Arbeit über die verschiedensten Synagogen in Hamburg erhalten, die als Dokument für die Nachwelt der einst blühenden Gemeinde erhalten werden soll. Wir danken von dieser Stelle aus dem Verfasser für diese, so wichtige und bis in alle Details erforschte Kleinarbeit und bringen als Anfang diesmal nur einen Teil dieses grossen Werkes. Wir hoffen in den späteren Mitteilungen s.G.w. Fortsetzungen zu bringen. (Siehe Artikel Seite 26). VORWORT: Die Kulturverbände waren in ihrer Form völlig autonom. Der thoratreue Synagogenverband hatte sogar ein kleines Gemeindeparlament, “Delegierten-Sitzung” benannt, das alle 5 Jahre neu gewählt wurde, von den etwa 3000 Mitgliedern des Synagogenverbandes. Auf den Sitzungen wurden aktuelle Themen über Vorträge, Kurse, Schiurim u.s.w. diskutiert und beschlossen. Die Synagogenordnung wurde genauestens festgelegt und es fehlte auch nicht an allgemein-jüdisch-politischen Themen, die zur Sprache kamen. Demgegenüber war das Gemeindeparlament mit dem Namen „Repräsentantenkollegium“ belegt. Die etwa 30.000 Gemeindemitglieder wählten, mit geringfügigen Abweichungen: 50% Liberale, 30% Gesetzestreue, 15% Zionisten und der Rest waren Splittergruppen, wie Handwerker, Ostjuden u.a. Die Gemeinde war ein “Staat im Staate”, denn sie umfasste alle Verwaltungsgebiete einer staatlichen Regierung, — aber, wie gesagt, als einzige Gemeinde der Golah, trennte sie den Staat von der Religion, da sie sich in die Angelegenheiten der Religionsverbände nicht einmischte. Nicht alle Gemeindemitglledei^ waren auch Mitglieder der Religionsverbände. Besonders krass kam dies beim Tempelverband zum Ausdruck, der nie mehr als 600, allerdings recht zahlungskräftige Mitglieder zählte, obwohl die Liberalen die stärkste Partei in der Gemeinde waren. Ein deutliches Zeichen, dass der liberale Wähler religiösen Belangen gegenüber völlig gleichgültig gegenüberstand. SUCHANZEIGEN: Wer kennt mich aus meiner zionistischen Tätigkeit in Breslau bis zum Jahre 1938? (Herzl Bund, bew. Bar Kochba). Zuschriften an Hans Hirsch, 58337 Cholon, Rechow Rischon le Zion, 7, Israel. NACHBEMERKUNG ZU DEN ARTIKELN UBER „JUD. GEMEINDE IN KARLSRUHE O/S“ In dem erwähnten Bericht der No. 42 über die 125 jährige Gedenkfeier des jüdischen Friedhofes in Städtel, bei welcher ich zugegen war, möchte Ich bemerken, dass die Hauptrede von dem damaliger Oppelner Rabbiner gehalten wurde, dessen Name mir leider entfallen ist. Mit Stolz erwähnte der Rabbiner in seiner Rede und in. Gegenwart von SS Leuten, die Tapferkeit der Städtler Juden, die dem König von Württemberg so tatkräftig halfen. An der Wahrheit dieser Tatsache ist Ja auch wohl nicht zu zweifeln, da die anwesenden SS Leute diesen Ausprach protestlos hinnahmen. Vier jüdische Männer, alle des Namens SCHUFT AN, erlagen ihren Verleitzungen, welche sie bei der Verteidigung des königliches Schlosses erlitten. Die überlebenden Nachkommen der ehemaligen Mitglieder der Gemeinden Carlsruhe und Städtel sind nur ganz vereinzelte. Wir sind sehr Stolz aüf unsere Vorfahren und ist es daher unverständlich, dass an Tatsachen, die uns heilig sind, Zweifel erstehen können. Zwei Mitglieder der Carlsruher Gemeinde wurden nicht erwähnt, da sie zum Gottesdienst nach Oppeln fuhren, obgleich sie zu der Gemeinde Karlsruhe gehörten. Ihr Namen Schüftan-Döbern, und Dallmann — Kupp. Kurt Schuftan, San Pedro Sula Honduras C.A. Früher Dammratsch Kreis Oppeln. SUCHANZEIGEN: Kennt jemand Dr. Horst Agemar, geb. 19.1.1920 in Breslau, der in den Jahren des 2. Weltkrieges eine jüdische Familie „FREY“ verborgen gehalten, bzw. gerettet haben soll. Wer weiss etwas über Herbert Mikadusch aus Breslau? Wer kann andere Auskünfte über die Betreffenden geben? Eilzuschriften an das Polizeipräsidium, 4000 Düsseldorf Postfach 1110 unter Tgb. Nr 1 — KL 735/77. ★ Wer kann bestätigen, dass Martin Schlamm Sohn von Leopold Schlamm, der bei der jüdischen- Gemeinde in Breslau tätig war, in Breslau gelebt hat und .aus politischen Gründen 1933 Breslau verlassen musste. Zuschriften an Martin Schlamm, 164 Ashurst Drive, Ilford Essex, England * Gesucht wird: Frau Rosa Bass geb. Himmelferb und ihre Kinder Friedei u. Max, von Frau Kaete Lewin geb. Himmelfaerb, Kibbutz Dowrat, 19325 bei Afule (Israel). 40