Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Journal
- Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
- Volume
- 1963
- Issue
- No. 8-9 (1963)
- Date
- 1963-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Suchanzeigen Von den in unseren letzten Wummern 4/5 und 6/7 Gesuchten wurden dank der selbstlosen Mitarbeit unserer Leser mehr als die Hälfte der Gesuchten gefunden. Auf diese Weise gelang es nicht nur verschollene Freunde und Verwandte zu finden sondern auch vor allem Zeugen für Durchführung der Restitutionsansprüche zu finden. Nicht nur die Anspruch-Berechtigten selbst sondern auch die „Deutschen Gerichte” haben uns wiederholt für unsere Aufklärungsarbeit gedankt. Wir unsererseits danken herzlich allen, die sich an dieser Arbeit beteiligt haben und bitten unsere Leser nach wie vor unsere „Suchanzeigen” recht aufmerksam zu lesen. Unser Mitglied Eric Stanley der Sohn von Simon Scheye, der manchen alten Breslauern noch in ehrenvoller Erinnerung sein wird, schreibt uns aus Los Angeles: Auf die Frage: „Wohin kamen die Tormersdorfer?” kann ich erwidern, dass ich bei der Auflösung dieses Ghettos 1942 noch in Breslau weilte und eine grosse Anzahl der Insassen im Sammellager der ehemaligen „Gesellschaft der Freunde" in der Graupenstrasse sprechen konnte, die alle nach dem Osten weiter transportiert wurden! Ich habe niemals mehr etwas von den Betroffenen gehört und Vom 2. April 1943 bis 5. Februer 1945 watraf auch keine später in Theresienstadt an. ren meine Frau und ich in Theresienstadt KZ- Häftlinge. WER WEISS, dass Frau Braun in der Selterwasserfabrik ihres Mannes, Breslau, Sonnenstrasse tätig war? Wer kannte Otto Czwicklitzer geh. 18.10.1908 in Breslau, verheiratet seit 1939 mit Anneliese geb. Decker, Körnerstr. 17. am 30.10.1942 im K.Z. Neusustrum. Wer weiss dass Frau Lieselotte Dombrowski geb. Schiller, zuletzt Breslau, Fischergasse 14 von 1940—1943 im jüdischen Krankenhaus, damals wahrscheinlich schon Wallstr. 5/7 als Krankenpflegerin tätig war und vielleicht einen Wochenverdienst von RM. 50.— brutto nebst freier Verpflegung hatte? (Reg. Präs. Köln). etwas Näheres über den Tod von Oscar und Margarete Epstein, 1942 nach Theresienstadt deportiert und von dort wahrscheinlich in ein Vernichtungslager. Gerhard Epstein, geb. 1911 und Käte Leschziner beide bis 1943 in Breslau; sämtlich früher Opitzstr.l wohnhaft. dass Otto Glogauer, Breslau, Sonnenstr. 10 bis Hitler bei Leonhard Tietz (früher Lindemann) in Breslau als Einkäufer und Substitut der Weisswaren-Abteilung beschäftigt war? Seine Frau hiess Walli Glogauer. etwas über den Verbleib von Amalie Gerstel — Essere Margarete G. — Abraham, Herta G. — Teller (Beleuchtungshaus Kais. Wilh. und Goethe Str. 8 und Ohlauerstr. Erna Gassmann (jetziger Familienname unbekannt) fr. Breslau (Kunitz-Malberg Schule). Günther Goldstein (ca 41 Jahre) Sohn von Adolf G. und Selma geb. Flanter, Fr. Breslau, Kais. Wilh. Str. etwas über Leo Hahn, zuletzt Breslau, Viktoriastr. 28 war im Synagogenchor; deportiert? wann? wo? Willi Harte, vereid. Bücher-Revisor, Breslau, Strasse der S.A. (Kais. Wilh. Str.) 64. Ellen Hochheimer, Breslau, Viktoriastr. 25, ca 40 Jahre. Ros. Henr. Jaraczewer geb. Roth, fr. Breslau bis 1936 Nicolai-Stadtgraben, dann Gartenstrasse 23, Garderoben- und Teppich-Reparatur- Werkstatt, Schwester von Ida Roth, Geflügelgeschäft? Hermann Juliusburger, früher Leobschütz Ober-Schlesien. Ilse Kirschner geb. Gurassa, früher Breslau, ca 65 Jahre. Julius Langstadt, Mitinhaber der Firma J. und A. Langstadt, Ohlauerstrasse, Leinen-Wäsche, Baumwollwaren, Seiden, Wollstoffe etc. engros, Frau und 2 Töchter von den Nazis ermordet,- Sohn als junger Bursche 1939 ausgewandert. Bernhard und Lieselotte Lehrmann (Bernhard geb. 1928 in Breslau. Br. Kurt Lindner, früher Breslau. Lise Langer geb. Feldmann verh. mit Herbert L. in Fa. Herbert L. und Co. Breslau, Wallstr. Kleider- und Handschuhfabrikation (beide deportiert). Josef Metz früher bei Albert Schäffer, (Bandschäffer Blücherplatz-Ring) und bei Freudenthal und Steinberg, Breslau, als Reisender ge- ' wesen. Grisha Neuburger, früher Ramat Gan (Israel), Joze Lita 49. Richard Pacyna, fr. Breslau, Höfchenstrasse s.Z. plötzlich verschwunden. Familie Aron Reitzenstein, Pelzhandlung, Breslau, Viktoriastr. 117. Else Samosch, geb. Frankel, Wwe. von Sanitätsrat Dr. S., Breslau, deportiert? Theresienstadt? dass Frau Sendoioslcy, Breslau, Nicolaistr. 60 zuletzt Nadlergasse 6 bei der Syn. Gern, als Wohlfahrtspflegerin tätig war? dass Emanuel Schäfer (Männe) im Breslauer Tennisclub 09 noch 1933 mitgespielt hat? Clara Schiftan, Breslau, Neue Graupenstr. No. 7 bis 1936 ein Schuhgeschäft hatte? Kannte das Schuhgeschäft Seidel, Breslau, Gartenstr. 3. Die Brüder werden gesucht. Herbert Zabvnski, der noch 1946 in Haifa war. Wer seine Restitution als Erbe von Angehörigen erhalten hat, wird gebeten, seine Adresse an Schularait Reznik geb. Nierenberger, Bat Yam (Israel) Jabotinskystr. 30 aufzugeben. Alle Schiftans oder Schüftans, die mit Judith Whitelaw, Buena Park (California), 8049 Cyclamenway verwandt sind, werden gebeten sich mit ihr in Verbindung zu setzen. J/W ist selbst eine geborene Schiftan. Ihr Vater Siegmund Sch. hatte ein Schuhgeschäft in Breslau, Neue Graupenstr. Frau W. hat bei den Nazis 43 Verwandte verloren! Ehemalige Gemeinde-Mitglieder aus Löwenberg in Schlesien werden gesucht und wollen ihre Adresse an den Verband ehern. Breslauer und Schlesier e.V. Ortsgruppe Haifa, Kirjat Sefer 25 z.H. Ludwig Löwenberg richten. Bitte lesen Sie nochmals die Suchanzeigen unserer letzten No., da erst etwa die Hälfte gefunden wurde. Auf Wunsch stehen die letzten Nummern, solange der Vorrat reicht, zur Verfügung. RÜBEN - RICHARD LEWIN s.A. Tmm Schon über 1 Jahr ist es her, seitdem Richard Lewin, Jerusalem mitten im Schulunterricht vom Tode ereilt wurde und sein Andenken lebt fort im Kreis seiner Gattin, seiner Familie, seinen Schülern und allen, die ihn kannten. Geboren in einer ganz kleinen Stadt der Provinz Posen hat er durch fundierte jüdische Bildung in Breslau und dann im jüdischen Lehrerseminar, Köln sich Kenntnisse angeeignet, die ihn befähigten, jahrelang an der Breslauer jüd. Schule (Rhedigerplatz) als Lehrer und Erzieher der Jugend zu wirken. Seine besondere Gabe des Erzählens, sein hervorragendes Rednertalent und sein Feingefühl im Verkehr mit Schülern und Eltern verschafften ihm einen grossen Kreis von Freunden und Verehrern. Im „Esra” war er Führerschaftsleiter, beliebt und geachtet und sein Wort hat gegolten. Noch 2 Jahre vor seiner Auswanderung machte er die Mitelschullehrerprüfung mit Erfolg und hat dann hier im Lande in einem Sonderkurs — wie nur ganz wenige — sein Examen bestanden. In Jerusalem am „Beth Hajeieth” von Frl. Brann aus Breslau trat er als Lehrer ein und ist dann später Direktor der Schule geworden. Seine besondere Art auf Menschen zu wirken bewies er, da er als tiefreligiöser Mensch, in einer allgemeinen Schule es verstanden hat, den Geist der Thora und der jüdischen Überlieferung in feiner Weise den Kindern zu übermitteln. Unterstützt in allem von seiner Gattin, einer bekannten Lehrerin in Jerusalem, aus Breslau stammend, hat er in seinem Leben den Schülern ein Vermächtnis übergeben, das lebendig bleiben wird. Zu seinem Andenken hat die Gattin im Verein mit dem Lehrerkollegium, den Eltern und Schülern eine Bibiliothek auf seinem Namen gestiftet, die vor kurzem in feierlicher und schlichter Weise eingeweiht wurde. Auch den Breslauern bleibt Richard Lewin durch sein Wirken unvergesslich. «j a Ä aas ssas 'NDUSTRIAL development Vhmoiimt,' ffäaMHfog ‘VPogiteSS 10