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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2003-01-01 · No. 74 (2003) · p. Seite 20

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2003
Issue
No. 74 (2003)
Date
2003-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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20 Regina Scheer; Ahawah-Das vergessene Haus Spurensuche in der Augustsraße (1997) Es gingen Wasser wild über unsere Seele-Ein Frauenleben. (1999) Aufbau Verlag Taschenbücher 330 S. und 287 S. Euro 8,95 Die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in der Auguststraße und angrenzenden Straßen des “Scheunenviertels” wird erforscht. Ein nach der Shoa allmählich vergessenes Jüdisches Kinderheim “Ahawah” (hebräisch: Liebe) wurde schon 1922 in der Auguststr. 17 gegründet. Regina Scheer war Schülerin der 1947 hier neu gegründeten Max Planck Oberschule und ist der damals verschwiegenen Geschichte dieser Umgebung mit ihren schrecklichen jüdischen Schicksalen, mit vielen Begegnungen,nachgegangen. Sie folgte den Spuren in die Emigrtation, die Konzentrationslager. Auschwitz (Vernichtungslager) und auch nach Palästina/Israel, wohin ein Teil der Kinder gerettet wurde. Diese Rettungsaktionen zwischen 1934 und 1939 mit Hilfe der Oberin Berger und ihrer Mitarbeiter werden in der Biographie über Hanna Ullmann (Ein Frauenleben) beschrieben. Hanna Ullmann, schon in Berlin Mitarbeiterin im Kinderheim - wird in Israel zur Leiterin des Heims in Kiryat Bialik bei Haifa, wo auch Freiwillige von Sühnezeichen geholfen haben. Später gründet sie ein neues Heim “Neve Hanna”, das noch besteht. Sie ist inzwischen über 90 Jahre Frau Dr. Klngma, Leerbachstr. 87, Frankfurt/Main, 60322, Telefon und Fax 004969 5961612 arbeitet ehrenamtlich für das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität in Berlin, wo man für eine neue Variante der Holocausterziehung an den Schulen Vorbilder sucht, aus deren Wirken im dritten Reich junge Menschen erkennen können, daß man auch damals in einzelnen Fällen versucht hat, jüdischen Mitbürgern zu helfen. Es geht nicht um die Suche nach "dem guten Deutschen", der ein ganzes Volk von Schuld befreien soll. Es geht darum, Menschen von damals aufzuspüren, mit denen sich junge Menschen noch heute identifizieren können, wie man, ohne ein Held zu sein, Zivilcourage zeigen kann. Information bitte an Frau Dr. Kingma oder an uns. alt und hat 1998 Berlin besucht, um mit ihrem großen Freundes - und Förderkreis Kontakt zu halten, zu dem schon in den 60-iger Jahren auch Sühnezeichen gehörte. Der Freundeskreis der Kinderheime wird ähnlich lebendig beschrieben wie die ursprüngliche und gegenwärtige Auguststraße: Adolf Freudenberg, Karl Heinrich Rengstorf mit Niemöller und Gollwitzer im Hintergrund, Sinai Ucko aus Österreich. Jutta Frost aus Heilsberg, Gershom Scholem und Ernst Simon in Israel sind einige der hilfreichen Menschen, die auch uns aus der jüdisch-christlichen Begegnung bekannt und vertraut sind, die hier neu beleuchtet werden. Regina Scheer inspiriert alle, die am jüdischen Berlin, dem jüdischen Kinderheim AHAVAH in der Augustsraße mit seinen Gründern und Mitarbeitern, mit seiner Geschichte, sowie an Hanna Ullmann interessiert, engagiert sind. Franz von Hammerstein “Die Mahnung’’, 1.1.2003 Von Breslau nach Schanghai Im Jahre 1939 gab es in Breslau noch ca. 10.300 Juden; ab September 1941 wurden sie aus ihren Häusern vertrieben und in sogenannten "Judenhäusern" konzentriert, um später nach Auschwitz deportiert zu werden, ab April 1942 auch nach Sobibor, Riga und Theresienstadt. Zwischen November 1941 und April 1944 gingen 15 Transporte in die Todeslager, für die meisten Opfer eine Reise ohne Wiederkehr. Die jüdische Bevölkerung in Schanghai stieg von ca. 700 Menschen vor dem Ersten Weltkrieg auf ca. 18.000 (evtl, sogar 25.000) bis anfang der vierziger Jahre, vor allem durch Flüchtlinge aus Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern. Vielleicht liegt in der chinesischen Tradition der Toleranz ein wichtiger Grund, warum während der NS-Zeit so viele jüdische Menschen in Schanghai überleben konnten, obwohl diese Stadt bereits 1932 von den Japanern eingenommen, wieder verlassen und seit Sommer 1937 bis Kriegsende von Japan besetzt und auch der judenfeindliche deutsche NS-Staat dort präsent war. (Auszüge aus dem Vorwort). (Erhard Roy Wiehn). Evelyn Pike Rubin (Ghetto Schanghai 78 Seiten/pages, Format/size 15.5 x 20.5, ISBN 3-89649-792-8, 18,- EURO zuzüglich Versandkosten, zu beziehen bei/to order by: Verlagsbuchhandlung Hartung-Gorre Säntisblick 26, D78465, Konstanz S, ^fhtr GERMANIA JUDAICA Kölner Bibliothek 2-&Ö3> /(it f zur Geschichte des deutschen Judentums e.V.

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