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Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel · 2000-01-01 · No. 68 (2000) · p. Seite 20

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Journal
Yediʿot shel Irgun ʿOle Breslau be-Yiśraʾel
Volume
2000
Issue
No. 68 (2000)
Date
2000-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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20 Unsere Leser schreiben ... Ich will Ihnen gerne mitteilen, daß die letzte Zeitung, Nr.67, voll von hochinteressanten Beiträgen war, und ich sie mit großem Interesse gelesen habe. H. Rudberg, Narkisstr. 4, Jerusalem 92461. ★ ...Meine Hochachtung vor Ihrer wichtigen Arbeit, welche Jahr für Jahr fortgesetzt wird. Ich lese die Artikel mit großem Interesse. Ich bin am 31.1.24 in Breslau geboren, war in Gut-Winkel auf Hachschara. Von 1943 bis 1945 war ich in Theresienstadt. Von dort wurde ich durch das schwedische Rote Kreuz gerettet. Seit 1951 bin ich im Kibbutz Naot Mordechai. Eggi (Ernst Günter) Lewyson, Naot Mordechai * Mit bestem Dank bestätige ich den Erhalt Ihrer Breslauer Zeitung No. 67. Es ist immer wieder eine Freude, etwas Interessantes meiner Geburtsstadt zu lesen. Vielen Dank für Ihre Tätigkeit und Mühe. Rudy Hurtig, 1328 40th Avenue, San Francisco, California 94122, U.S.A. * Ich habe mich wie immer sehr über die Zeitung gefreut, auch meine Bekannten sind immer sehr daran interessiert. Chanan Hadar, früher Hans Hausdorf ★ ...Ich danke Ihnen für die Zusendung Ihrer "Mitteilungen", die ich mit großem Interesse lese - insbesondere die Beiträge über die leider so wenig bekannte Geschichte der Breslauer Juden... Dr. Christian H. Freitag ★ ....Ich bin Ihnen sehr dankbar für die "Mitteilungen", welche ich mit großem Interesse lese. Chana Ehrlich, Netanya. * ...Bitte lassen Sie Ihre so wichtige Zeitung weiter erscheinen. Seit Jahren ist es mir ein Genuß sie zu lesen.... Rabbi Yehuda Borer, Ph. D., Beit-El ★ Vielen Dank für die Mitteilungen No. 67. Wir freuten uns sehr über die Zeilen unseres wiedergefundenen Cousins Rudolf Hurtig aus San Francisco, mit dem wir (durch Ihre Zeitung) seither in angenehmster Briefverbindung stehen. Mein verstorbener Ehemann Dr. Frantisek Gottlieb war ein bekannter Prager Anwalt, aber ein ebenso geschätzter Dichter und seinerzeit sehr tätig in der tschechischen Zionistischen Bewegung. Ich habe eines seiner Gedichte für Sie übersetzt (in meiner Übersetzung wurden auch schon andere veröffentlicht). "Den Kindern , die vernichtet wurden.... Heute, nach Ablauf der Zeiten, hätte das Leben mit dem Tode sich ausgesöhnt und alles Leid der reifen Mannesjahre hätte Ruhe in den Gräbern der Vorfahren gefunden.... aber die kleinen vernichteten Kinder stünden an diesen Gräbern als Männer und Frauen und mit ihnen ihre Nachkommen.... der Strom des ewigen Lebens wäre nicht versiegt, nicht verrieselt und diese Wunde wird nie in uns vernarben..." Mit vielen guten Wünschen für das Neue Jahr und für weiteren Erfolg für Ihr wertvolles Blatt. Marianne und Walter Adler Erinnerungen aus lettischen Konzentrationslagern von Ernst Mitchell (früher Schampus, Johannesgymnasium) Es ist die Jahreszeit meiner Befreiung aus dem KZ Kaiserwald, Riga, und die folgende Geschichte ist komisch genug: Im Herbst 1943 war ich mit einer kleinen Gruppe auf einer Halbinsel bei Riga kaserniert, wo auch estonische Kriegsgefangene in die SS Legion gepreßt waren. Wir waren noch in Zivil mit Stern und die Gefangenen wußten nicht, daß wir in der selben Lage waren. Einer von uns wurde dann als Schreibkraft in die SS-Schreibstube beordert, und zwei andere - kaum zu glauben, aber wahr - als Waffenkammerhüter. Und bei einer Gelegenheit mußten sie eine Razzia auf die SS-Leute ausführen! Wenn unsere Kameraden in deren Räume gingen, rief der diensttuende SS-Mann seine Leute zu "Achtung", sie standen stramm und grüßten natürlich mit "Heil Hitler" und unsere armen Teufel schwitzten Blut und wußten nicht, wie sie reagieren sollten, falls ein deutscher SS- Mann hereinkam. Auch in Riga. Mein Kommando-Kommandant arrangierte, daß wir Essen von der Soldatenküche bekamen, und ich und ein Lette holten täglich Suppe ab. Eines Tages passierte ein Soldat, um Essen für seine Station abzuholen und sagte zu seinem Kameraden: "Du timplige Lerge." Dasnächste Mal wiederholte ich es zu meinem Letten, so der Soldat wußte, wir sind beide Breslauer, dürfen aber nicht miteinander sprechen. Immerhin bei einer Gelegenheit konnte er zu mir sagen, er geht auf Heimaturlaub und ich hatte die Chuzpe ihn zu fragen, ob er mir einen Brief mitnehmen würde, ein Todesurteil für uns beide. Er stimmte zu und ich komponierte einen Brief, der alles und nichts sagt, je nach dem wer ihn liest. Meine Freundin kam aus Riga. So begann ich, ich bin in Deinem Geburtsort, bin in meinem Beruf und habe einen Spaziergang zur Arbeit usw. mit allen Einzelheiten..Den Brief adressierte ich an eine unbekannte Verwandte von Freunden u.z. an ihren Arbeitsplatz: Frau X., Einwohnermeldeamt, Polizeipräsidium Breslau, und der Soldat lieferte ihn persönlich ab und riskierte damit sein Leben, Sommer 1944. So wußten meine Freunde, ich habe soweit zwei Jahre überlebt. Ebenso unwahrscheinlich ist es, daß ein KZ- Jude auf dem Tagesbefehl der Naziarmee mit Stempel und Kuckuck usw. als Mitglied dieser Armee erscheint. Und doch! Auf dem Tagesbefehl meiner Einheit erschien täglich der Befehl 1. Offizier vom Dienst, 2. Leutenant vom Dienst, 3. Feldwebel vom Dienst und als letzter: Jude vom Dienst, der ein KZ-Gefangener war und ich war es manchmal und hatte stramm zu stehen und militärisch zu melden. Wir hatten auch einen "Haarschein", damit wir das Haar "lang tragen" durften, ebenfalls mit Siegel und Stempel. GERMANIA JUDAICA Kölner Bib'iothck zur Geschichte des deutschen Judentums e.V. 2£t>D/VYD Wfflmsmim 03-6838387:^0 yi-^l *101

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