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Der Israelit · 1906-08-23 · 34 (23.8.1906) · p. Seite 7

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
34 (23.8.1906)
Date
1906-08-23
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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23.?luauft 190♦). des Militärs überlassen, und dieses w,rncha׳kete ״, einer Weise, wie es schwerlich eine kultivierte?trinec, im Tahrlmndert. i»1 scmdlichen ^rnde um würde. - Tch.eiber die,'es fmin nur von dem berichten, master ׳'elbn beobachtet Hut. und das war so haarsträubend, d«rst inan es nntan .,,׳selien haben in»»;, um ׳'ich davon einen Bearin ״nicheit z>l können. Gleich nach den, Bvrgang ani der Tzika L!raste kan, eine Kompagnie Soldaten, von dem in der ^achbarttraste l,elende» Woltmner Eia,de :Mcrtintcnt herbeigeeilt, «teilte sich an der Ecke der sich kreuzenden?;ifa־ und "Viiu-lm 2tvn׳;c an׳, teilte sich in vier Gruppen, inid gab nach jeder der liier zusannnenlanienden 4 Ttrauen mehrere Salven ab. T" einigen Minute» waren die Trottoirs mit Toten und Berivnnderen b>deckt: ׳'ür leerere konnte nicht einmal Hii»e ge'chnne» werden, da fein '?lrzt sich in die >Lkraste wagte in einigen ,Talle» sind auch »lerere mit vorgestreckte» Bajonetts ׳ortgejagt worden ivälirend die 3״t1U!011 für rasche Hilsele>stnng'-, w vollauf;11 tun balle, dast es ibren Renten unmöglich war überall tun;»eilen. Patronillen dnrch;ogen die Ttadt. und ,ver sich aus der Tnaste befand und nichl srübzeitig in ein Tor flüchtete, wnrde unbari» herzig mit den Molbe» geschlagen, niebrere aber mit den Bajonetts durchbohrt. Biele >1״d von den Troschke» beriiickergeschleppr, und entweder erstochen oder mir grausamen schlagen nnst bandelt worden. Tie allgemeine Pre״e bat bereits mebr oder weniger genaue Berichte über die ichrecklichen Ereignisse gebracht, liier in nur;n erivähiien, dast, wenn an der Ureiliritsbewegung die Tilden .;war nicht weniger, aber auch nicht mebr?luteil ucbmen als die übrige Bevölkerung, ne doch überall die ^,cche in ihrem Hauptteile;» bezahlen haben. Tiud auch die anderen Tladtviertei von der Willkür der Soldaten »ickn ver'chonr geblieben, so erreichte deren Gran>'an1keil den Gipfel in den von de» Tuden bewohnten Ttadt teilen. — Bor dem Wobnbanie des Tckireibers dieses sind von einer Troiciike drei anständig ge kleidete Tuben, inirrleren?llters Hern»rergezogen und so lange geschlagen worden» bis ne rot nieder nelen. Wie man sagt, ׳oll ein junger Mann der in Begleitung von zwei Treunoen sich zur Trauung begab, ans der Tzika Ttraste zusammen mit seinen Begleitern ermordet ׳ein. Es wurde weder Trau noch Kind nnd Greis verschont. T>«?lllgeineinen verteilen fick0' ,׳ viel ׳'ich aus den ossentlichen Berichten fenstellen liest. י<> Brozem von den Tp'erii auf die Tuben, abgesehen von den Bernninderen, ivelche nach Hause gebracht wurden, und von welchen tiichls in die Tenenllichkeit drang. Es vergebt auch seitdem kein Tag, an dem nicht die Zahl der Gefallenen vcrgröstcrt ivürde.?lni r2'״, den 1*. d. Mts.. um 7 Uhr nachmittags ift auf dem Balkone ׳einer Wohnung in der Pawra Ttraste, mir einem kleinen Kinde siyend, Herr Tudcl Mainkow, Borneber der Tionisten Tchnl, ein überall geachteter tvohl tätiger Herr, von einer Tlintcnkugel ins?luge getroffen worden, und bauchte sogleich ''eine Leele aus,׳ er lästteme Trau mit sechs kleinen Bindern zurück. 20 leben wir feit in schrecken; nnt .» llhr nachmittags ivagl mau 'icki nicht mehr ans die Tnaste; jeder Handel und Wandel bat autgebön. Tie '?«'or der mittlereit Greife unserer jüdischen Bevölkerung — ivelche, wie bekannt, meistens ohne sichere Ernten;. ihr Brot, sozusagen aus der Vii't von Tag zu Tag verdienen must wäch't zuscbens, sodast!!!ir Bechr der Bers des Klage Broplicren ׳ "י‘,!‘, י״ב - “יי' ־עג'“ bter angewctldct werden mag. Morgen haben wir ת׳צ, niöge er dazu beitragen, die Herzen des Bolkes, das den Ehren immen des אדינ*כ trägt, zu dem bnizulettken, der allein' Hilfe lind Rettung gewähren kann. 5rr FvanUr eiclj. Das neue besetz über die Sonntagsruhe. B a r > s,?> rluguft Tas <,׳e׳'cz׳ berresseud die Tonmagsruhe, von dem Tie schon jüng׳' kur; ber>chtete!i, nnrd am l. Tevleinver n, Kran treten. Es be'astt sich lediglich mit dem iit den Geich.rns Betrieben ange'iellten Personal — die Tfsenbaltnng der z׳äden am Toninag lästt es unberührt und befkiiiiinl allgeineiii. dast kein Angestellter oder Arbeiter mehr als sechs Tage in der Woche be schä'tigt werden darf, '.'lls Buhekag ivird der Tonnlag seftgefevt. Hietvon giebt es nun »n >üe׳eh eine?«eihe von 'Ausnahmen. Wo nämlich die :Kubo des gesamten Personals am Tonntag für die Tessenklickikeit von '?«achtel! wäre oder die normale Tätigkeit des Betriebes schädige» ivürde, kann gestaltet »׳erde», entiveder. dast das gesamte Personal an einem anderen Tag, oder vom Tonntag Mittag bis Montag Wittag oder am Tonutag '?iachinitrag und eine»! Erfablage in >e >4 Tagen ׳eiert, oder dast abwechselnd!eden Tonntag ein anderer Teil des Personals be schästigt ivird. ׳Als Betriebe, in denen eine der artige Bersckiiebmig des geseblichen?,'nhetages zulässig in, sührl das Eiefeh 1, .״. die der '?>akrn11gsn1lltelbran«che,dieHotels1lndgsestaura»ts. die Tabakladen, die zzettungsuntcruehmnn«zen und die Tra11svorlgele>zenbr1ten an. Es ׳ragt ׳'ich nuii, ob die eriväluite Bestiinuiung iidi au>l1 aus dieienigen <'>H'׳d>nftc bezieht, die dnrcki religiö'e o>׳ründe am Tabbatb ihre Tätigkeit einzuNelle׳! veraulastt nnd. Tie Entscheidung hierüber liegt in den Hände» der Präfekten, gegen deren?V schlösse :h'ekurs an den Ttaatsrat ergrinen iverden kann. Man dars zu der Toleranz dieser '?V Horden alles Bertrauen haben. Tennoch in es zieinlicki zivei'elba't, ob >üdl׳che «Kenliafle nnt ihren Genickien um die nieivährnng >e> er Ber glin'ligniig unter Hiniveis au׳ die Tabbaneier Erfolg haben werden. Es ist zu befürchten, dast inan eine Tck'ädignng des Betriebes durch die T o nnragsr ube nidn zugeben nnd die Tat sache, dast die betr. Eiefiliafte am Tabbat ge schlossen ״nd, ni'cht iit :Kedinim;^ ziehe!! wird. Tein selbständigen Gewerbetreibenden persönlich legt das Gefep keine Beschränkungen au׳, und der alleinarbeitende kleine Geschäftsmann wird alfo nicht darunter zu leiden haben, ׳?luck, »iiv die meinen grösteren iubtfdu'11 Tinnen hat das Gc׳'ev nicht mehr 'Bedenttlng als tiii die nicht indische Bevolkeriing. Tte Tobt der am Tabbat gesiülosseiteit <^e׳cha>'te nt iidntlidi leider ׳ehr gering. Äuster den ivenigen grösteren Tirnien. deren T"baber gesebeskreue Tuben und, foinink aber eine groste Ta hl jüdisckier?lrbeiter, besonders aus den >irei׳ku nuferer rufsücheti Brüder, m Betracht, die nunmehr einen '.'lrbeitstag verlieren ilnd dadnnch eine ׳'chivere Tlkiädigung erfahren. Einige jüdi'ckte "-eschä'tsiühaber h«rben an die Präfektur bereits eine Eingabe gerichtet und uni die Erlatibnis gebeten, ihr M'rsonal, das am Tabbat rnkl, am Tonuiag zu bes«4mstigen. '??«'an wartet nnn ab, wie die Entscheidung ansfällt. Tas TkUtralkonsiftoriuni hatte >. a״ die Tenalsfomiinssion, die mit der Beratung des Geieyes betraut ivar, eine 'dbordnnng eittfendet und um die 'Berücksnhtigung der den Tabbal Teiernden gebeten ^lls die'er Wiltisch von den! Berilhker'talter der Kommission im Plenni» ent stellt vorgenagen ivürde, versaninie man es >edoch, jener falschen Tukerpretalio» öffentlich entgegen;» treieit. Wenn wir sehen, nne die Tübrer der englischen Tudenheit nch in der lebten ^e!t bei der für die Tonnlagsluhe Trage enigeseblen Parlaments Xotnuussion tun d e Bohrung der iüdl'chen Tmerräen bemühieii, so münen nur leider sagen, dast man hier keinestvegs feine Tckiuldigkeit ge!an hat. Paris, ׳?I. Äuguft. Tte bicngen runtschett :ksabbiner hatten m ihren Tonagogen die Be obachlung des für den gestiigeil Tage ivarm empfohlen. Tie 'Blttglteder dieser Tlmagogen lenteten dem Au'ru׳ auch Tolge. T׳e?ene 7 3». übrigen kiesigen ch'abbiner jedoch liesten über die ztbhi'ltui'g eines?':z,׳.“ kein Wort verlaute». Tennock׳ haben mut ennge יא־ב' aus der nicht rnss1'«k1en T»dk>'beir der Ttadt «zestern ge sa'trt. «׳) e rt c v r e 111ן - il« 0 *י“ u. Wien, l'>. '?lugn't '.'lbg. 'h'kgiernngsrat Tr. Teinfeld hak an das Präsidium der k'eni ber«zer tsraelitt'chen >r1lltt1sgeme1ndk ein T«hretbrn gerichtet in >vel«üen1 er zunächst darauf lnnweift, dast nad! der zwischen dem verstorbenen?lbge ordneten Ti. Bl>k »nd dem Polenkltib getroffenen Bereuibarung acht Mandate auf Grund der neuen Walilresorin liidiichen >iand>daten;»׳'allen tollten, dast!edoch dul«l> die?,'kanuniierung d«׳r au' lünlizien be;>i,gl1«-t>en'.'lb>t1m1ntlngen 1111 Wahlre'orni aus'ikm'se die'e Berelnbarung lniisallig 1»d eine neue Böahlkreiseinteilling getronen worden fei. durch iveltlie die Tol!> von a«ht >>id1s>he11 Mandaten nicht mehr genckielt erscheine. Tu'vlgedessen möge das Präsidium der Veniberger >I»ltilsgk1nelndedie Bolftrher der übrigen israelitischen >iult>1Sge nieindeii Galiziens zu einer;'11»וו1»'«1ו Trpteniber in z'eniberg abzulialtenden >!on׳erenz cinbern'en. au»' ivelchkr d1e׳'e Trage diskutiert und be׳«k>lossen iverden soll, an das Präsidinm des PolenklnkS mit dem Ersuchen heraiizutrrten. dast »nt :Küd fui't au׳ die neue Wahlkreiseinteiliiug auch eine neue '?Vereinbarung beziiglnh der;’»abl der lüdi'cheii '??,andate getronen iverdc. E׳ zernoivi b. I.'׳. '?lugn't. Ein beinerkens ivertes Urteil l»1t das Ezernonnber Vandesgericht als Berusungs'enat dieser Tage gefallt. Ter Tachverhalt >׳t ׳olgender T" einer beim '?♦»׳ zirksgericht in Tereth anhängigen Prozest'ache war ein Termin zur T»rch'»hr»11g eines Be ivel'es an Cit nnd Ttelle des Ttreugegenstandes an׳ den ernen Tag des Bo'ch H»׳chonnl״e׳-<»״ angeordnet tvorden. Tie 2tienteile tvaren Be kennet der griechisch onhodoren Kirche, ihre '.lnwalte aber T"den. Beide '?lnrvälte haben uni Beitagung mit der Begiundnng ilachgefncht, dast sie als T»deu der austerhalb des l^erichrsortes statkfmdcnden Berhandlung nicht beiivohneu tönnkeii. Tas Prozestgernht nnes du׳ Gesuche mit der kiirzeii Begründung ab, das; die Ttien »>׳i!e Eh'.'.tten!:::d, und d»h u״i uii Müiifiniua der Parteirnvertretet nicht ankonime. Tein gegen die'en Beiisilnst von beiden Teilen enigelegten :h'ctiir'e hat das l'andesgerlchk m Ezernow!b Tolge gegeben und die Berraguug des Termins angeordnet. Tte Griinde sagen kurz: Es kann den Ttreitteilen das :Krdit, nch bei der Bcrvcis ansnahine durch '?ldvokaten vertreten zu lassen, nicht berioinmen iverden. T"> gegenivärtigen Talle aber, wo in Teretb nur lüdi'che?ldvokaten amtieren, die'e!edoch des hohen Tcfttages halber ihre ׳??«'itwirkung versagen, «ei durch die Ber rveigerung der Teriuinverlkgung oeri Mrrtclen die Möglichkeit,?ldvokaten zu ihrelt Bertrelern zu bestellen, tatsächlich illusorisch gema«11t. Budapest, 17.?iiignft. Unterrtckitsimnifter?lppoiitii hat eine Berfügung betr. die >>ldischen?tolksscknilen erlanen, wonach vom I Teptember ab nicht mehr wie bisher die Bor'tände der Kultusgemeinden, ׳ondern sogenannte Tchulftükle die Berrvaltiing der Tchulen zu besorgen haben. Tie iieuzubildendeii Tchulstuklr nnd Koninns ׳Ionen, die aus neben von der trielteralversaniin lung der «׳'׳kuieilide zu wählenden '??Mitgliedern benektm iverden: von aniksivegen gehören deit Tchnlstühle״ der .'kkadbiner, der nzr>,״kj,1drvrändellt und der weiter der Tchule an.?lusterbern ent ׳'endet die Vrkrkorporationen Bertreter nr dre Tchnlstühle. Tas 'liecht der Beau'sichligung, der Testftkllung der l'ehrerzahl, der Trgantnerrttiq von Ttellen »nd der'Be'oldung derl'ehrer tteht dem Tchul'tnble zu, gegen dessen Beschlüsse — Wahlen und Tisziplinarversahren ausgenoninieit an die fäeneralversammlung der Kultusgemeinde appelliert werden kann. Ter Esenielnde bleibt die Berpflichtnng, für die?lufbringung der KoNen der T«hu!r Torge tragen.

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