Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 27 (5.7.1906)
- Date
- 1906-07-05
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2T. Zeit« 4. formc?n etnfnd) (Iber Bord zu reerfen imh zwar aus dem Grund«, weil ander«, von drnrn rr d«r Meinung ist, daß st« vom Judentum abgefallen sind, solch« (Hebet« nicht mehr sagen wollen, meine Herren, so ist das eine Zu mutung, die meiner Ansicku nach vom Ttandpunkl der (Hewnsensfreibeit uumoglich gemacht iverden kann. Meine Herren, ma» sagt ja, das Buch ist pr noch nicht emgetülirt, es toll >a die Tvnode darüber einscheiden, I a w o b I die 21> 11 o d e soll darüber entscheiden, die zu aus Re fori» >11 den bestellt, die toll darüber entsmeiden, ob die Minorität, das ortbodore Judentum, dieses von ilnn absolut verworsene (Hebet buch verwert'en soll oder nicht' Wenn ich mir sage, »nt welcher Entrüstung, »nt welcher sittliche» Eni riittung beute Morgen diese drei Vertreter der ortbodoren Juden darüber gesprochen baden, da» man ans diesem Gebetbuch den (Hlnuben an den persönlichen Messias heraus gestrichen liabe ich kann den Leuten das vollständig nachsiiblen und ich kann die Erregung begreifen und ich glaube, die Erregung wird!eder begreifen, der aus einein gläubigen Boden siel» und wenn die Veute sagen, das isi eine »ränkung, wie sie schwerer überhaupt einem gläubigen Juden nicht zugesügt iverden kann, so in das ein (Het'übl, das 21e meiner Bleinung nach auch durchaus respektiren. Wenn der Herr Tr Mauer, als der (Hrvstb. Rabbiner Tr Mari nachgeivieien Iial, in ivelcher Welse gerade dieser iHlaube an den persönlichen Messias beenilrächligi werden kann, da mit dem Buche kam und sagte, btet 1 ft ן» der persönl > che Messias, so kann inan da mit das emmal angerichlete Unbeil nichi inebr gntniachen. J'ic Tatsache besieln, d,!st man »lenianen» an einer ganzen :Hetbe von 3 teilen versuckrt bat, den alte» (Hlnubeit, der sich u. a, ans die Ausersiehung gründet, vollständig zu verändern und nach der Mrtbode des Relormiuden ulnzu modeln, Da» die Veute dagegen ankampten in innerer liesster religiöser Ueberzeugung, dast sie (Hrund dazu baben, wenn sie gekränkt sind, bis ins Innerste, kann gar nicht besier bervorgebe» als aus der ׳.'Ins so ge des!»11 gen Rabbiners, des Herrn T!. Hoss 1»ann, der in der vorsichtigen und dank barsten Weise, wie er sich gegen den £ bereut ausgesprochen bat, erklär! bal. wie er und der g roste Teil seiner (Heine >» de ein derartiges B o r g e b e n a u s g e s a st t h a b e 11. Es komn.i bi«1,11 als zweirer .y!!!, da!! wir geliöii ltaben, das! nach dem Badischen 2mte»! ausdrücklich der Rabbiner sin alle rituellen Ansrage» seines Bezirkes aus schliestlich zuständig in. Meine Herren, stellen 2ie sich vor. vergegenwärtige» Tie sich die Tatsache, das; es sich um (Hegeniäve bandelt wie Pioleslairtisnrus und ziatho lizismus und sragen Tie sich nunmebr, wie es wirken must au!' den ortbodoren Juden ivenn er gezwungen!!!, zu einem Mann zu geben und don seine religiösen Bedürt nisie zu besriedlgen, den er nun einmal als Rabbiner, als geistlichen Jübrer 1' e i >1 e r Religio» »ichi anerkenen kann Man brauch! ׳ick nur in diese Jrage liineinzu denken, um sim klar zu mackien. I» welche iHeivisiensnoi die ortbodoren ,bilden durch das 2mte1>1 lnnemgerateii sind. Tei Blinkt .־(, das ist die ,«rage der Predigt des Herrn Tr. Löwe»ne in Meine Heuen, von dieser Predigt lraben wir beute Morgen gehört, das! sie einen Pasius entbalte, der dem Herrn (Heb. Regierungsral Maver nickt qesalken bat. Werne Herren, wobl bemerkt, de»! Herrn Tr Löwensie 1», der Anhänger der ortbodoren Richtung ist, wird die Piedigt kvrrigirt von Herrn Tr. Maver. der einer ganz anderen Richtung angebört und meine Herren, Herr Tr. Mauer ׳treickt diesen Pasius aus der Rede lieraus, die Rede irurd in der (Henieinde gelirilten, als Rede des Herrn Tr. V ö >v e n it ein, olme dast Herr Tr. Vowenneiu eine Ahnung davon gebabi tH11, dast dieser Panus berausgeslrichen worden in'' Rackdein das vorbei!it, iverden dann die drei >!on serenz Rabbiner, die ebenialls naturgeinäst aus den! anderen Ttandpunkl sieben, bereingeboli und sie müsie» binier lur begründen, warm» und mit welchem Reckt diese Ttreichung >n der Predigt vorgenontmen worden ist' £b»e das Hinzutun des Rabbiners wurde die Predigt lorrigirt und in der bet 1.!Hemeiiide ver lesen. olme dast der Rabbiner irgend etwas dagegen inachen kann. Auch das isi ein Punki, de» man, ivenn die (Hegenläste so ge wollig sind, wie wir es beule morgen gebörl baben. ein »ach für unmöglich ballen sollte' Es beliebt dann als t. Punkt die Jrage der ge sanglichen Ausführung m der Trnragoge nr Bruchsal. u>r dieser Bezielmng baben nur >a beute morgen den sachverständigen gehört. Er erwalnue, das! >n einer der artig r e 1 ir religiösen ,«rage nach den Grundiäve» des Judentums es ein Unding sei. dast gegen die Enilch.ldinig des Rabbiners iigend eiue andere Behörde hinein zureden Iwbe iVei!» eine derariige Enischeidung des Rabbiners ausgebobeu wird, dast dadurch die Autorität des Rabbiners Rot leiden must, das meine Herren bedari auch keiner weiteren Aus'übrungen Run,!״eine Herren, zu Punki .'>. die Angelegenheit des Schacherers Raienibai 1» Adelslniin betreuend. Burs den Tchackier Rosentbal anlangt. so wird dem Rabbiner Tr. Löwenstein der Borwurf gemacht, dast er zunächst den Rosentbal verurteilte, ohne das! er ihn vorher gehört bube. Ich hohe hier eine Abschrift des Schreibens des Badischen £berrats bezw. der Religions Uonseirnz vorn:bp Rvvembe» I Rr 12.'<יי den Hehrer nr Adels beim betreuend. Es isi darin gesagt, das! der Rabbiner Lowenstem nr!einer Eingabe ׳esisiellte dast der ~chackter. der Heiner Rvieirilial de» (Heimst verbotener 2bettet, zugestande» bat Es must also auch, meine . Herren, zu der Zen. als dies« ,«rage ergangen ist. der Tchackrter über diese ,«rage vernonunen worden sein, den» lonsi könnte man nicht davon!vrecken. dast es zugertandener Masten gerchelien fei. Aber das b,rr nur wenig Wert, das Ter J»r״e>n. woraus ich Wert lege, bezieht sich daraus, dast wir auch hier wieder den direkten lHegensav zwischen Reform- Judentum und ortbodoren! Ju den tum sehen. ES ist und heute morgen von den -'l Tachventändigen bestätigt worden, dast die Hage, in der sich der Hehrer Rosentbril besand, keine solche war, die ihn vom ortbodoren Standpunkt aus berechtigte, aus (Hrund eines Zwanges das Zpeisegese» zu übertrete». Ich glaube, dast auch aus den Aeusterungen des Herrn Tr. Mauer von beute Morgen sich die Richtigkeit des Ttandpunkies des ortbodoren Judentums ergiebt Es unterliegt gar keurenr Zweifel, dast der Tchächter das Bertrauen!eines Rabbiners baben must. In Adel ««beim baben wir den Hall, dast der Rabbiner das Bertrauen zu seinenr Tchächter verloren gehabt (tat; wir haben auch vv» den Tachventändigen gehört, dast diese Entscheidung des Rabbiners Hoewenstem eine nach den religiösen Auslassungen durchaus korrekte war. Ter Hehrer Rosentbal hätte, wenn er nicht daraus bestand, austerhalb der Kaserne zn gehen, an den Hehrer in Kehl oder nach Tirastburg schreiben oder telegraphieren können oder er hätte sich in der .Kantine Eier kaufen können, dann hätte er vollständig leben können. Wenn der Hehrer Rosen tbal bebaupten ivill, er hätte von nichts anderem leben können als wie von .ziommisbroi und schwarzem Maffce, so wissen doch die Herren aus ihrer eigenen ilitärzeil, dast er Eier gerade so gut hätte haben können und wir ltaben lebende Beispiele vor uns, dast die Heute in Wirk lichkeit davon gelebt haben. Ter Herr (Hebeuurat sagt, geivist der Rabbiner must das Bertrauen 1» den Tchächter haben können. Wie bat sich die Tacke aber eniivickeli? Es ist lesigesiellt, das! Herr Tr. Hoelvenstein kein Bertrauen iir seinen Tchächter ltatte und das Resultat: der Badische £ bei vnt hat kominandirt, von heute an bau dn wieder Be! trauen zu deinem Tchächter zu haben' In diesem Jalle, meine Herren, haben Sie beute von Herrn Tr Hoelvenstein gehört, dast dann nachträglich olme sein Hinzutun eine Bersammlung des ganze» Bezirkes staltgesunden bat, die ihn einstimiuig ihrer Hochachlung und ihrer Zustimmung versicherte. Es ergiebt sich also auch daraus, das! hier der Borwurs vom Standpunkt des ortbodoren Judentums em durchaus begründeter war Tie',;rage des Buckes voe w enste in will ick, nur n»l einem ׳Wort bebairdel». Es ist nicht richtig, wenn heute Morgen gesagt worden »t von Herrn Tr. aber und, ich glaube, auch von dein anderen Herrn, dast die Ab Weisung dieses Buckes erfolgt sei ohne jede Rücksicht aui die religiöse lieber zeugung und ׳.'.nschauuirg, d!e in diesem Buche zum Borschein gekommen ist. Tag das Buch in einer ganzen Reibe von schule» ein aelübrt ist, das! namentlich auch die preustische Regierung an die Einsübrung des Buckes gebt und dast das Buch!11 Jranksurt eingesübrt ist, ich meine, »reine Herren, diese Tatsache der Einsübrung des Buches in prenstischen schulen wirkt doch gerade so viel, wie die Richieinssibrung in de» kindischen schulen und wenn wir ivinen, dast auch 1» Hehrer seiumarien nr Köln und Würzburg und im 1H!״,! nasium zu Würzburg das Buch zur Anwendung koinmt, dann haben wir schon drei Bundesstaaten, m denen also dieses Buch Berwendung sindet. Tr. Planer berusi sich daraus, dast hier kein feststehendes Urteil über die Berechtigung der Ausschliestuir^ des Buches erfolgt sei, aber in dem Zchreiben des Tberrats an Herrn Tr. Höwenstein wegen seines Buches ist ausdrücklich folgende Erklärung enthalten: ״Wir erklären Ihne» dem zufolge, dast keineswegs Ihre religiöse Richiung an sich '׳ fiiv uns der (Hrund de! Zgiriickweisung des Buches gewesen ist, dast aber allerdings der Mangel der bei einem Tckul buch besonders unentbehrlichen £ b , ekt iv 11 ä t der T a r st e l l u n g ׳' und der damit verbundene weitere, auck so 11 it be 1 I 1111 e 11 öf ters ger üg te P>!ו » fl e l bei־ A ch 111 n g v v r d e r g e s e le s m ä st 1 g e n £ r d n u n g d e r H a n d e s s n n a g oge ׳!■ dabei initgewirkt haben.׳* ״ Ich brauche danach nicht mehr zu erklären, warum seitens der ortbodoren Richiung die Ablebnung dieses 'Buckres »1 so schmerzlicher Weile empsunden worden ist. Tas sind die Bemerkungen, die ich zunächsi mbezug aus die verschiedenen ,«älle zu mache» liabe. Ich fahre nunmebr in dem (Hedankengang weiter fort. Es baiidelt sich in dem Artikel lediglich um den.z!a,nps gegen das sristem, das >!! Baden zur Anwendung koinmt, deinzuwlge i» rem ol׳,ekliver äusterlicher Beziebung das vribodore Judeiiiiun nusgeschlosse» wird und »1 religiöser Bezielniiig. wie ick! es eben geschilderl habe, senens des Badischen Tberrats die schwerwiegendsieu Enischeidungeii getrosien werden, die die schwersten (Hemmet!«« Bedenken bei den £rtbvdvren bervorrusen inüssen. und nun b e s ü r ch t en die p r e u st 1 sch e u I u d e n, da st tu 11 der E1 niübrrr 11 g der Bad 1 ichen £ rgan, sa > > o 11 nach P r e u st e» dieselben verderblichen folgen be > ihnen eintreten werden, die sie i! Baden so f.el beklagen Meine Herren, nicht etwa das ist der (Hrund, waruiNe die Artikel gelchrieben worden ״nd, dem Badischen £berrat diese Borwürle zu machen, dem Badischen £l׳erral sind dien׳ Borwürse ,ckon zehn, schon zwanzig mal gemacht worden, in der beleidigenste» Jorin gemacht worden, olme dast der Badische £berral irgend nne dagegen vorgegangen ist. Rick» neue Borivürse sind es, um den Badischen £berral zu kränken, nein, meine Herren, es sollen nur an den abschreckenden ׳Beispielen des Tan de! B.iSi'äie £ber»!u von innen! 2än11lni!orcker Aetitiina vor der ..ge׳eves»1ast11!en £rp1»1na der Handesiuniigoae", d. b. al'o Achtung vor k-ein das Religioiisgeiet? neaierende» Re'oiniiiideiuiun rorderi. aeböri!11 de» medlichsten s«,1׳׳ lieUiingen de» Proze'ie». T. Red. -V Juli 1!hv, herrschenden Judentum» in Baden die Juden in Preusten erleben, was »e von der geplanten neuen £rgan1sa״on zu halten baben, und das Judentum in Preusten ,'0,, ausgerüttelt werden, um gegen die geplante ,!«!״ £rgan!sation Stellung zu nehmen. Wenn, meine Herren, diese Borwürse, die dem Badischen £berrat gemachl worden sind, sofort vorgebracht winden wären, dann könnte man vielleicht zu dem (Hednnkei, kommen, es trat dabei auch die Absicht Vorgelegen, de» Badischen £berrat zn beleidigen: es sind das alles ganz bekannte Tinge, nur die Absicht bat bestanden, an Hg״d der Beispiele aus Baden Abwehr zu üben gegen d!e (Hesabr, die für Preusten droht. Es unterliegt keinem Zweifel, meine Herren, das haben wir beute Morgen von den sachverständigen gehör,, dast tatsächlich m denr prenstischen Judentnm dieser ganzf Entwicklungsgang vor sich gegangen ist, dast man mn Leibeskräften sich dagegen zu verwahren sucht, da» d» badischen Berbältnisse nach Preusten übertragen weiden, dast man alles daranseven will i» Preusten die Selb ständigkeit der einzelnen jüdischen (Henieinden zu bebalien die es wenigstens zum grosten Teil beute bat. Wir haben auch in Hessen den (Hegensah;wischen Resorm Judentum und vrtbodorem Judentum, allein, meine Herren, niemand ist es bisher in Hessen eingesallen die enigegengeievten Richtungen in solcher Weise zusaiiiiiieii zuzwingen. Tie (Henieinden sieben vollständig selbständig da und sind absolut iniabbaugig in Bezug aus ihr innere» religiöses Hebe». Tie baben gehört, dast der ״Israelit" als dasiemge £rgan ausgesastt wird, welches in erster Linie dazu be ruten ist, die Interessen des ortbodoren Judentuins z» vertreten. Zunächst, meine Herren, bezeichnet der ״Israelit״ sich selbst als Eentral £rgan für das ortbodore Juden tum und es ist auch von dem Bater des Angeklagten, de! einer der ersten und angesehensten Bertreter des ortbodoren Judentums in Teutschland war, in der Absicht und zn dem Zweck gegründet worden »in die Interessen de! ortbodoren Juden zu vertreten. Wir haben heute von dem Herrn Zeugen Jeselsobn gehört, dast die Bertretei des ortbodoren Judentunis in Baden den ״Israelit» ebenfalls als das £rgan betrachten, welches dazu da ,st. ihre spezielle» Interesse» zn vertreten. Meine Herren, von Preusten haben wir danu gehurt, es isi ein derartig beschassenes £rgan, das nicht blost von den einzelnen Lesern von den eiuzeinen Hreisen als dasjenige £rgan bezeichnet wird, das die in Jrage stehenden Interessen zu vertrelen hat, sondern ivelches auch sich ausdrücklich die Ausgabe gestellt hat, gerade diese äustere» Interessen zu vertreten. Ick frage Tie, ivenn überhaupt lemai«׳ für die Presse der $ 1!N anwendbar war, must er dann nickt uni den vorliegenden Jall anwendbar sein > Meiner Meinung nach kann es gar keinem Zweifel unterliegen, dast der Angeklagte fiiv sich den S IR! anruten kann. Ich bin so loval zu sagen, dast mit der Anruiliiig und auch mit der Zubilligung des Paragraphen l!e! an und fiiv sich noch verbältuisiuästig nicht sehr viel getan ist, detiu, meine Herren, ich gebe zu. dast unter den Aus drücken sich einzelne betinbe», die formelle Injurien em halte», die bestraft iverden müssen. Meine Herren, »bei die Mehrzahl, das sind nicht etwa Beleidigungen formeller Rmur, es sind zuiu Teil historische Entgleisungen, nne man sie sich ärger überhaupt nickt denken kann, also »tetitr Herren, Ausdrücke, von denen dock aus der Welt lei» Mensch bebaupten kann, dast sie vielleicht der Bersanet dein Badischen £berral »ai unlerschieben wollen, wie z B dast er Mit Tplesten und Hellebarden gegen die £r!l!o duren vorgegangen isi und sie ansspiesten ivill, nein, »!eine Herren, davon kann keine Rede sei». Ick ivill iiickt die einzelnen Ausdrücke iniite», ich gebe, wie gesagl, loualer Weise zu, dast einzelne Ausdrücke darunter sind, die rem formell beleidigend sind und wegen deren auch eine Ttraie erfolgen must. Aus dem gesamten Material g.'gen den Angeklagte», das der Herr Ttaaksanwalt vorgebrackt bat, habe ick »»> »och die Angelegenheit zu erledigen, die sich aus die Rede des Präsidenten der Timode bezieht. Meine Herren zu nächst must ich gestehen, dast das dock wohl kein Ber brecken ist, wenn die Rede, die der Präsident der T»»ode gehalten bat. dem Badische» £berral in den Mund gelegt wird. Es sind ganz nette Täve darin entlialten, in denen ganz gewlst keine 'Beleidigung gesunden werden!'oll und ick versiebe nickt, wie man dazu komiuen kann zu l׳e baupten, das! sie absichtlich dem Badischen £ber>a1 »! den Mund gelegt worden sind. Ter Badische £b׳׳r ra t könute lt 0 1; dar au s sein, eine s0 i ck>ö»e R e d e g ich alte» z u b a b e!!. Heiterkeit. Was aber nun das Tchlustiovrt dieser :>!ede betrifft, dast die ..Religio»׳ befestigt werden solle, dast die (Hewissenssreiheii u_ י■ »' mifiedu erhalte» werde» miiffe, so ist die badische £11»» dore vom rein religiösen Ttandpunkt aus geivist miste! ordentlich schwer gekränkt und in ikirer iHewisienssrelbeil austervrdeiitlich schwer beeinträchligi worden. Tas kan» und konnte der Jall sein, ohne dag der Badische £ bei int sub 1 ek11 v das geringste Berschulden zu lmben brauck! und wenn die Leute tagen, wir können »>chl m׳- nebinen, wenn 1» der seitherigen Weise sortgesabren wir», das! dadurch die Religion beseitigt wird, sonder» wir sind der Meinung, dast die Religionsinteiessen des B!'>>> ׳ dadurch untergraben und vernichtet werde», '0 hätte der Bertaner des Artikels nickt erst der Tvnodalrede bedurst. um den (Hegensab zwischen der Theorie der (H! .»itH־tk«m1־he1t und dem praktische» Erfolge der (Hewisien. knechluirg lebhalt vor Augen zu tüliren. Aus der ganze" Zusainmeiisiellung folgt, dast gar keine Rede davon feu> kann, dast liier beivustt falsch vonseiten des Bersasiers b! ricktei ivorden ist wie ich schon bei Beginn mein« Ausführungen über diese Rede ui der Ttinode gesagt bnbe.