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Der Israelit · 1906-06-28 · 26 (28.6.1906) · p. Seite 6

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
26 (28.6.1906)
Date
1906-06-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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2rttr ^ir. ■-Hi. <f*inr neue ״abgrlplitterle" -»emeinde. Sic f>ik»kralvct10»1n1lung der 'lkeligionsgesell fctioft Adas Jeschuran in Möln hnt nm 17. ^»»i den '.Hnv'tvit tnno der hiesigen Simagoge» <B׳meindc nnd die?lildung einer eigenen Stinagogen (Gemeinde besdilossen. '?kachmaligeii «Meidnchtsschreiber» wird cs nicht »noiigeiicbm sei», in diesen Blätter» eine tC.ucllo für die I'oifteU»»}; diesem 2tiirto innerer «B'sdildiie der Hilden Mölitif;» finden. Wir wollen uns dal,er dcftrede» mit gewiisenbaster ׳?l»sschlies;»ng aller subjektive» Emp'nidnnge» und aller persön lichcn Schorfen, die ein iiielirjäliriger ׳?cobfami» natnrgkinäs; mit sidi dringt, eine geschichtliche Ent widelnng des einleitend ticnannten Beschlusses;11 gebe». '.Hin VIbcnה des 1 *'*. '.Uiiii׳; I**< *4 hatte die Repräsentanten?lersaiiimliiiig mit I" flehen .'׳ Stimmen, all ט mit der statnteiigemä»'; für Mul tiisveränberiiiigen erforderliche» '. '.,Jtnjo\־ttnt de schlosse», ״das; i» der 5t)1m!u!u־ i» der :>!0011 strafte;11 M0111;in Ber'chöiieriiiia n»d .sx'lmin; &1\' Gottesdienstes eine Crgel eingefülirt, und das; dem i'ovftanht*;111 Beschassung der C11׳;d,;111׳ Soläriernng der dadurch notwendigen Beamten, sowie;111׳ Bestreit»»»; aller anderen, durch die Einführung der C11;d notwendig werdenden .kosten, die erforderlichen ׳??,'Ittel bewilligt werden." t'Wdd1;fiti1; erschien auch in den lokale» Tages blättern eine;'liinoiiee, welche die Bermietnii,; der Siiiiagogenpläpe detrai und de!! durch die Sdiri't beworgeiiobene» Passus enthielt! ״Wnlnend der Malier der Miets;e1t sür die Pläpe in den Stma goge» werden keine ׳?leiideriinge», weiche den denn Gottesdienste;11 deodachteiiden Bit 110 betreffen, cr'olgen." גי» der Erkenntnis, das; es nicht ern der׳?l»s ''übrnng die!es 'Beschlusses, die S rgel in die Simagoge ei»;n׳>ibren bednr'te, um der Srina goge den Stempel der vollendeten Besonn;11 verleiden, sondern das; der legal gefante Beichlus; liier;» genügte, deichlos; sofort eine ׳?ln;aI1l Mit glieder der Sriiiagoge»!Gemeinde ans derielde» ans;»trete». Fn Berücksichtigung aber des jüdischen t>B11ndsapeo, ״das; man nicht nra׳t ohne gewarnt;11 daden", };oben 11 e;ninidi't idre ׳?lblicht ans;»treten der Sm1a};0};e» Owineiiide an׳' demselben?׳?ege kund, den die'e aewädlt datte, als sie den >;esas;ten Beschlns; im redaktionelle» Teil der Tagcsbläner sowohl, als auch nt dem oben er wäimten ,V,;!e1°nt >!!!enteren! in negativer Fori» veröffentlichte. Es erschien datier i» der 'Ebenda »sgabe des Stadta»;eigers der kölnische» jeitnug von Bt'ittwoch, dem ׳ .«'.'_׳??kai 1 *.«►4;olgendes Mineral: ״Eine ׳?ln;abl 011׳ de»! Boden des gesepestrenen F»de»t»1»s stellender!Gemeinde mitglieder beabiiditigt, au-> religiösen Bedenken 011׳ t^rnnd des o׳e׳eve-> vom •_'*\ ,\11li I >7•'! 0»־> der Sm1a};0};e»};e»1ei»de a»s;l1tre׳.en. Livedo gemein fanten?-orgebens werde» ('׳U'nin;dtnnte gebeten, einem der U»ter;e1ch»eten welche a»ch;» jeder »lündlicheii '?lnsknn't gerne bereit nnd — diesbe;. '??kitteilnng;11 machen, »in die Eintrag»»}; in eine entsprechende;'me;» veranlassen". ,>1» ׳«!?׳trage des Provisor. Momnees;eichnete» Sr. Baal 'Bendir, ,Xae. Folien, ׳ .'<??׳??innt. ׳Borbereilend wollen >v!r »;leidi bemerke», da׳; diese drei Herren weder ihrem '?liier nach }»};endliche Herren sind, nodi and! '11r ihre Ha1ldln»gswe>>e ugend eines anderen F'.ilners bediir'en als!bres'Gewissens. da->>m>׳d»111,׳n lediglicki dnrdi das!lidi'die B'eligwusge'ep, denen sie knndi}; ׳ind. };elenet m. Es liefen, wie nach den damali};en 'Berl!<Ut11>ne11 ntdit andere envartet w>1rde, we»1};e;'l111»eld»11};en ein und in einet Bersaiiiiiil»,,}; am Soniita};, den I'.'. Mai wnrde der ge»1ei»sa»1e '?liivtritt a>1-> der St1»a»;o>;en Gemeinde beschlossen. Serie!be wnrde dann >11! Sevtember 1 •.*4«י nt Ei»;dter111i»e» beim lue׳ «׳«;«!׳?lmt->};er1dit venett. L er };a»;e darau׳!al};e>1de >ia11w׳ be'dirankte sidi an׳ eine» };e};en die;»,,, ׳.'lnotritt 'Bereiten };criditeten und eine Warnnii};, sie;» uinerstupci!, Der ,;Sraelit. eiitiialtenden ׳drtikel deo hier crfct;einenben israe litii'che» t^emeindeblatteo vom '21. Mai l'B>4, der überschrieben war! ״Sondere Sich »>du von der <B1«׳einde". Sieser erchielt in derselbe» ^eitnii}; am -'s. ,^uni 1 '.H)4 seine Beantwort»»};, die sich betitelte! ״Snrch drei Sad>e» ist der Bestand der Welt gesichert! Snrdi dao bieiep, die Wabrtieit und den Frieden". Sie ׳.'l»->};etrete»en vereinigten sich unter dem '?kamen .Kelnllas Jissroel“ und blieben Mitglieder der Belig1ono»;esellsd1a׳t Adaa .le»t-l>urun, indem sie bosste», da;; die Entwickln»}; der Seiten ihnen rHedit geben würde und sie sich dann gemeinsam konstituiere» konnte», wen» o-aktni» eingetreten fei, das die Metirtieit der B'eligioiisgesellscha't abwarten wollte: die wirkliche Einsül1rn»g der!Srgel. Es sei iiil» doch erwälmt, was bisber einer gros;ere» S ssentlidikeit nicht bekannt war, das; »ämlid, alle die, welche schon im ,vchrc 1 *.*< '4 au׳ de» Beschlns; der Bepräseiitaiiteiiversainmliiiig ihre ״»;weideutige Haltnng als '.'lntwort gäbe», nicht kanipslos das o׳eld geränmt baben. r'lndi sie batten, wenn and, ohne ibren '?»amen;11 nennen, mit ׳?llifwendnng von Mülien und.;lösten gegen die Einsübrnng der!Srgel gekämp't. Sie batte!! sich allerdings da;11 eine»;^eitmtnft ge wäblt, in de»! der.;tamps »od> ׳?lussidit aut Erfolg lies;, und ihre ׳.'lnstrengniigen batten eine aus schiebende Wirkniig. Sdiristlidie Soknmente liege» »ür diese Tätigkeit in vier Flugblättern vor, weldie;ur B''l! an weite Mreife der >iöl»er ('n׳ meiiide versandt wnrden. ^"'׳rst erfciiiett am I.V ׳.'»ovember 1 s<ts ein ׳?lrtikel, übersdirieben! ״Vidt'aut consu es‘. ,^m Se;ember desielbe» ^alires erntien ״ein 'Jiotrnf" im Israelit, ..׳^nr ^rgel'rage in >!öln" betitelt. Sara»' begegnet eine weitere '?lbbaiidlung im ,^iraelit, vom I.'׳. Januar ldatiert, unter dem Motto: ׳»״ileidies B'edit 'ür '?llle", einem die Srgel be'ür wortenden ׳?lrtikel, der in der '?kr. :> des »>.'$. 'sobt׳ ganges der ׳״?lllgemeiiien Leitung des Judentums" erschienen war. Borber war a»! I. Januar! ein onener 'Brie׳ ,,'?ln den Barnaud und das B'epräseiitante» .;lollegili»! der Stiiiagogeiigeineinde >lol>!" als o-lugsdirist gedrudt worden. Siei'er >iamv' >11» die Srgel ist ׳reilidi als blos;e ׳?lnüerniig der »B׳ge»säve a»;nsel1en, die nd! im Van»e der bre;nr Sdiassuii}; jenes greis baren >iamp'objektes;uge'vipt batten. Ser Be sdilns;, die Srgel ei»;11׳iibn.־n, bot nur den olmedies volle» .;irug;»>» Überläufe» gebradit. ^»1 '?ln'ang der 1׳eb;1ger Satire nodi bei Veb;eite» des B'abbiners Sr. Sdiwar; wurden in der hiemeiiide Simagoge die Pijntini obgei'diafst. Sanilt rvar pri!l;iv!ell der C>B׳!!!!d st'ir die sdilies; lidie vollkommene Sdieidnng gelegt. Man er ridnete damals ein nodi beute bestellendes Separat- 1»i»;an. '?lls da»» im ,^abre I >7'» nadi de»! leider '0 frühen ׳?lbleben des allgemein beliebten und wegen seiner Ebaraktergrös;e fehl־ geachtete» Sr Sdiwar; ei» ׳?iadi'olger gewäblt wnrde, hätten dieienige», weldie dieie Wahl ans dem eiii'adieii, aber widnigeii 'Grunde beanstandet batten, das;, wie >'1e iidi personlidi überzeugt, in dem bis berige» ׳Wirkungskreis des Mannes eine der wichtigsten wen» nicht d i e wichtigste l^eiiieinde dmidu»»}; ׳elilte, die ,volgen;ieben müssen. Sie hätten das Wobl der t^emeiiide und wenigstens das il,rer >i»1der nidu der Sblmt die'er .^)oitde anvertraiien dürfe». Sas;nment nur negativ, liausig aber auch pontiv gegen das überlieferte ,'xndeiitnm geriditete Wirken des neuen B'abbniers baue z»r svolge, das; 1'idi der >i reis, der sidi »adi der »od>!:!! Fakire!^7.'» er'olgten Übersiedelung des Vebrer seuiinars von Ebrenseld nach Bal» sofort :.>,! den Semiiiardirektor gebildet batte, sebr bald »inner mehr ''enigte, ׳'odas; die im Satire I;»gleid, »nt dem Semiiiargebände infolge einer Sdientiiiig ermöglichte Erriditnng einer Stmagoge der 1»;w>sd!e1l;u einer Beligionsgesellsdiast kontti tmerten Bereinigung das weitere ׳?liiwachsen des >iren'es der tB'sevestrenen bedeutete. Wenn nun ondi die Simagoge der Überlieferung gerettet war und andi eine besondere r;:'־;:' eingeridi.et werden kouiiie. 0׳ lag die Erziebniig der ,üigeud doch in Händen, die keineswegs auf das ^engnis ■jx. ,Zuni 1!איי; ollzugros;er t^ewissenbostigkeit in der Beachtung des Neligtonsgesetzes;Insprnd, macheu konnte». Wobl ist die israelitische Bolk^sdmle aus de» städtischen Etat übernommen und bat die (Gemeinde formell kein Einsprudisredit. Wir halten ״»§ indes ans direkter S.uelle für geling unterrichtet, um;» beboupteii, dos; keine?lnstelliing von ^ebrern erfolgte, die der l^emeinde inckit genebm gewesen wären. Wir batten aber;׳ebrer und die ׳^eit scheint »och nicht vorbei zu sein deren .;linder schon au׳' der Schule öffentlid) de» Sabbat cm heiligten und hatten z. B. nodi nie einen üebrer, der es der Mülie wert fand, den .א:'י הרצאר־ zu beaditen. ,yi, wurde doch jüngst eine Lehrerin, die, mit mit einem Niditjiiden die Ehe einzngelien, anstrat, vor de» versammelteil .;lindern össentlich mit dem Hinweis darauf belobigt, das; sie dasselbe täte, was kein geringerer als nnser üebrer Moses ihr vorgeta» hätte! En! vorübergehend nodi in de» siebziger Satiren bego»»e»er eigener Elementar unterridit wnrde bald, da er nidit konzessioniert war. an ׳'gehoben. .Häufig genug lies; cs sich die Crtbofiorie gefallen, von der;ianzel geliöbnt;u werden »nd sogar an den Stätten des Friedens konnte man 'Worte hören wie: ״er stammte aus dem fanatische» Frankfurt jedenfalls beftaild kein jivang da;1t, uitliebfame Warte;» hören, man konnte die Begegnisse meide», konnte seit Mitte der aditziger jabre die Rinder in die B'eligioiisschnle der '?idas jeschnrun sdiicken, sollten ne über das gewöb»lidie Mas; des Unterrichts liinaus .Renntnii'se im jüdisd,e» 1'idi aneignen, io nahmen >'ie teil an dem von der Salmiid Tora erteilten Unterridit, wo andi die Erwadisene» ״lernten" nnd wo wir andi seit 1*6! > die C.ni’Ue ׳ür das ivenige jüdiidie;׳eben;11 suchen haben, das >'id! überhaupt in Möln noch finde!. Sie Beaufsiditiguug der Maschrns jnü! tlitioiieii lag in Hände» des B'abbiners der?!das ,ysdiuruli, denen;^e!t!lng g!eidi;eit>g das Vehrerfemutar unterstand. Es fehlte zur Selb- ''tändigkeit der üi'eligwnsgesellidia't 11id,tS anderes als eine eigene Begräbnisstätte, a» der man die Toten mit liebevollen Brnderbänden, ohne ju!;reiten von besoldeten l^ewolmbeitsaktenrcii, be ׳tattere »nd den Teuren in dieser tätigen Viebe die schönsten Blumen au׳' das Grab pflanzte, die alle Smubole bei weitem übertressen. Wäre also einmal eine Trenuung erforderlich ge worden, so wären gar keine gros;en Beräiidernngen bemerkt worden und ei» eigener Friedhof wäre »iisdiwer zu beschaffen gewesen. So lebte man sorglos und vertrauensselig in den Tag hinein, bis die Wendling eintrar. pic ^ubrn in pinlystolr. Um die '??kitte des 1^. Fobrbunderts war BialiMok eine polnisch litanifdie Woiwodsd,a׳'t. Sie Stadt gehörte einer bervorregenden ׳?ldels fanttlie Polens, und die Unigebiing mit den kleinen II I g PS* 7 -?#־':.'י mm?tr gilt ne Limagoge in Biailinot. der .1wi> 11 K!1c> clopfiiia.) Söneru war von einem b׳emisd> von Polen,;'itanern nnd weis;russischen ׳?lauern bewobtit, die dem?laden einen kargen Ertrag abrangen.

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