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Der Israelit · 1906-06-28 · 26 (28.6.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
26 (28.6.1906)
Date
1906-06-28
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ein Centraloroan für das orthodoxe Judentum 11 fd vVP/| Esssa (cjrdief wi Dr. Lehmiia in Itaiiz lsbss•^ U 1 i 47. Jahrgang. sss Sranhfurf a. M.. flen jPjamuS*5500 26 ״«. £cr ,;piariit nnticim ifPrii?onnrdiai;. ־M(׳tfn11«,mrnt*: (tiru'ölinlulir 1.־»p,1at>r Ml. 1..'י" i'irurliahvliili, v׳״ia11Paabr au» H1iiiuPuii1i׳ai׳ici ־•H*f . ■t. t'inirliohvluli. 1.׳u»la»Psl>>»1>< ׳»> #tr itouöhiitubf '.liiPnabt': Cr'tnrrtd! '■! Kr., ')iiifUaiiP I >!»>>., EiialaiiP - >>>., ־.!tiiirnka .־» <<<־t.!«1rPr»Ia»Pr י*_־.ו> ri.■ '.*ÜH'iimimiilP lv; all;•» ־tza׳!a11'!aNr», :'»,tiliaiiPIiniarii. >>>w!r Purk! dri Sri tfiprPilion, <׳r>1a»p>1at׳r mir Pirrkl. Aunratr: Uv tNr»!11,1r ׳»> vir >r>t!Par>l>al!r»r tioionci .Inlr: 'Kaba» narb!an׳ .t1,>r1a1r»a,1,1a!»1,r mir P״r»1, v a a 1 r 11 <1 .4 0 $ .11 111 ׳ I r 1 rl t<t ,״ ,vvuiif'livt a.!1(. »11P Pcirn ,vilialm. Das Knebelgesetz. IS־ B. ,\1rni• II r!0 völlige U»;11lii11fllid)feit nnd die versehlte '.*t י י l a 0, c des 'Hofintd)c!1 ,'!ndengesetzes im ׳.'UI gemeinen glaube:; mir!!!!!!!n'iTn! erneu nikel genügend vaftovilicit zu luilu'ii; bleibt uodi die Miitif der einzelne» 20151׳ nrd Bestiinnlinigen, die allerdings dadnrch ׳ehr erid'ivert ist, daß der bin wnrr kanin einen Latz, kaum eine Bestini ninng entbtilt, die zn Bedenken, zur sd»ärssten Bernrteilung ni^>t de» breitesten Anlaß böten. Man müßte rin Buck), dicker als der iSm» ivnrs selbst ist, schreiben, wollte inan alle Ber kehrtheiten nnd Nebel demselben in die rechte Belenchtuilg rücken. Wir müssen uns daher daraus beschränken, die Hauptpunkte hervorznheben und die ininderwichtigen nur kurz zu berühren. Beginnen wir mit der Einleitung. ״Hie Hanpttcnden; des Gesetzentwurses, »vir sie ans den Ber handl nngen des VIII. Gemeinde t a fl es u n d d e m d a u a ck> erteilten A u s trafle des A n ssd,usses zu entnehmen ist, besteht in der Lchassnng van Grundzügeii für die Organisation einer rechtlickien Gemein schast des Judentums in Prcnnen. ,'vür den Ber raffet־ des Entivnrres mußte dies der Mittelpunkt seiner Arbeit und das uiilinistößlidie ^iel des selben sein. Es besteht daher rür ihn and) keine besondere Beranlassunfl, das Wiinschenswerte, ja die Notwendigkeit einer solchen Znsaminenraffung der nad! dem besetze von 1^47 als Atome dastehenden Llmagoflengeuieinden zu reditser tiflen sf." Einleitung L. 4 . Mau riebt: Herr Brosessor :Hofin ivill, daß mnii ihn lediglidi als Beaurtragte» des bSemeiudetafles resp. des H. G. B. betrachte, nach dessen Wünschen er seine Ausgabe übernahm, nnd dessen Wünsdie er daher auch allein zu berücksichtigen habeivobe, es soflar nebensächlich erid einen könne, daß er selbst, wie er osten bekennt, ficir mit diesen Wünschen nnd Meinnnflen identifiziert. Nun 1״afl ja dieser Standpunkt, inristisd) betrachtet, völlifl ein ivandstrei erscheinen. Ein Beanrtragter trat fle setzlid) 11m־ Heu ihm eneiltenAnstrag nad> bestem können und Wolle» z» erfüllen, ans Eiflknem nidits hinznzntnn und nichts hiinveflzunehmen. Aberes ist doch wohl ein anderes, ob dieser Anktrag etwa in der Anftassnng von Lpekulationspapieren zu limitiertem sturie an der Börse besteht oder so will's »ns bedünken in einem Gesetz gebnngsiverke, das nicht die Aurtraggeber allein, t'ondrrn auch das Geschick nnzähliger Anderer be lnstt, die von dem Auslrage weder etwas wist'en, nodi davon etwas ivineu wollen. Hie ps'in lid>e bieivist'enhaskiflkeit, iveldie Herr Biotestor ch'osin in Ersüllniifl!eines ־.'lnstrafles beknn bete, war in diesem ,'volle;wenelsohne ein Fehler seiner Tnflenden, wenifler iväre hier flau׳, flewiß sein viel mehr flewesen. Hane Herr Bro» ch'oiin die Aftivleflnnanon seiner A nstraflfleber fle prükt. so hätte er »indpver sestitellen können, daß ne nir ihre rflanisuiiOiiSbeilrebttiiflen nur einen winziflen Bruchteil der Brenßisdien ,vndenheit hinter sid! haben, daß nidn allein die verbohrte Hpposttionslnst der idnoarzen H rlhodoren, sondern andi die pvenelsneie t^estniinnflsreinheil des ״liberalen" prenstiidien Judentums a» der t>st1!־!!d!endenz des Hraannanoiisplans sdiweren Anstoß nimmt, ja, daß flerade diese Mveire!eben Berinch in dieser stiidunnfl als einen Bersroß flefle» ihre allflemeinpolitisdie Ansdianiiiifl, die die Trenniinfl von Mireite nnd 2tant rordert, besonders hart verurteilen. Hatte bei dieser ^adilofle Herr Bros, ch'osin die Pstidit oder auch nur das :liecht, über diesen d8׳«enpn.>, 'vornehm hinineflznselien, nnd ledifllid, seine Anskraflfleber;11 hören? ״,>»", inflk Herr Bros. :),'»»״;״denn aut dem t>ien>e>ndetafl erhob sid> flefle» meine Tliesen Widerspruch von keiner Leite, nnd 10 durste ich annehnten, daß er der com,!!ח»,* op!n!n flenüflt " Aber seit ivann ist denn der H. ,V bl. B. oder denen blemeindetnfl die ostizielle Bertretinifl der prenßisdien ,H1denhe!t, die sidi heransnehinen darr als deren Anivalt und Wornührer anfzutrete»? Hnrste -Herr Prorest'or stiosi» seine Hand dazil bieten, daß unter Ans sdialtuiifl der berntenen ,'!»stanzen der otnsteilen tslemeindevertrelniifleii nnd Hrtsrabbiner eine niandatlose, unverankivorklidie Bereiniflnnfl, ein Werk bereite, das von veriiänflnißschtverster 'Be dentnnfl rür die blesainnitheit zu iverden droht' Und war die Unterlassuiifl dieser ,'!kststellniifl nidit ein sdiwerer Berltoß flefle» die elementnri'ten Redits flarantien, die selbst in bnrflerlichen Baflatellstrei liflkeite» den Barteien die Wohltat einer :Hechts seststelluiifl durch ausfliebiflc Befraflnnfl sicher!:? Hod! nehmen wir an. daß mir in diesem Bnnkte irren, daß Herr Bros, :liostn, als der aeseiertc :liechtslehrer, uns fleflenüber die fleklänere :nechisunsd,a־>iUttfl vertritt. Has aber iverden wir nimmermehr einsehen und ihm zuflestehen können, datz diese Anschauung selbstverständlich und zweisellos genug ist, lu» ihn auch noch der Bsticht zu überheben, die van ihm behauptete ,,׳Bot Wendigkeit der ^usammensassung der als Atome dastehenden LUnagoflengeineinden zu rechtsertigcn." Mit der Bildersprache ist's so eine Lache! Berkehrt wie das Bild denn Atome stehen nie allein da, sondern verbinden sich zu Molekülen - ist auch die Lache, die es veranschaulichen soll. Träte das Bild besser zu, glichen die Länagogengenieinde» ivirklid, den dienmchen Atomen, dann branditen die Aurtraggeber des Herrn Broressvr :tioiin iid, gar nullt erst iveiter mit ihrer ^11 laminensassnnfl;11 bemühen: die Astinitäl der selben wäre allein ichon ttark, um ihre Berbindunfl und A!!einanderketlinifl zn veivirkeii. ->u ihrem Lck!aden allerdiiifls, denn was das ,!ndeninni in -Campten, Ve!den nnd ׳.tloten, die über seinen 'Bolkskorper dahinbraniten. dnrdi die ,lahrhnnderre nnd ,'!ahrtansende erhallen, das ivar gerade die überstarke, zentrirnflale >iran, die es besaß, die es lehrte ans eiflenen ,vnßen;1, stehen, von der Ltaatskrippe keine 'Bahrnng zu erwarten und ans Ltaat-.-kriicken nidn zu ivandelnne hak das Bernnlivortlidikeirsfler'nkl des.Einzelnen gestählt und gerestet, hat sein Bstichtbewußtsein gegenüber der Gesamtheit geweckt und lebendig erhalteit, Hai die ׳.steiflnng und ,Fähigkeit zur Mrittf, die nur das Lchlcdite ntib Ldpvadie rürditet, in ihm er zeugt und ausezebildet imd bis in unsere Tage t^'ineindesinn und isremeinsinn im Etirzelindivi duuni ansgebildet, dem die b^emeinden ihren Bestand verdanken. Hie Behrseite der Medaille kennen zu lernen, hat Herr Bros. :Ikonn, der sie allerdings nidit sehen will, in allernächster 1.׳,'ähe die allerbeste Gelegenheil. ,\1וו :Hf1d»e des Herrn Ge hei nirats Mauer ist von oben her Alles anrs'Beste bestellt nnd geordnet, dort sind die;entrisugalen Vrütte glücklich zum Lchweigen gebrackit, wer nidit Hrdre pariert, der fliegt, iver brav eimchivenkt dagegen, emprängt seinen tstihn Und der ׳.'t'utzessekt dieser wunderbaren Hrdniing, die das .fierz!edes Aktenmensdien höher sdilagen nnd!edeni Lviiagogendiener, nad! ־-V»1nhr1fler ״treuer" Hienstzeit, die Ausstdn au» den ^ähringer Voivrn winken läßt־!' bTerade die besten und diaraktervollsteir Männer, die sühigen, selbständigen .stopfe kühlen sid) abgeitoßen von dem staubigen Aklengent des Hberratstums, das seine papiernen Berordnungen kür lebensvolle strarrbetärrfluttg, den Tinten und Lchreibreder verbrand, als Wertnirner des religiösen Bedürs nisics der blenieinden und die stirchhorsnihe, die in den bl)emeinder> herridil, als den Ansdruck voll endetster ^nrriedenheil mit dem :kiegime des Herrn Malier betrachtet. Berärgcrl und grollend ziehen sie sich in ihre ^elte zurück und räumen den Blau den ״staalserhaltendkii" Elenienten des Herrn Geheinirats Mayer, die ans guten Gründen dili^c-nii-m bei oberrätlichen Anordnungen zu prä stieren ivinenmcht ivisseii'chastlickies Ansehen, nicht verdienstvolle ossentliche Wircksamkeit, nicht das Ber trauen der Gemeinde sichern >a dem Berukeneu seinen ,'vührerratia, sondern das mehr oder rveniger ans reichende Maß von Ltredsamkett »nd Hügsamkett unter die Baterhand der Alles vernehenden zentraleii

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