Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 11/12 (11.1836)
- Date
- 1836-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
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ssä L. DaS hohe Lied SalomoniS enthält für unfern Zweck NichtL, Menn man enicht etwa allegorisch zu erklären suchtt,waö hier nicht hergehört. Nur die Bemerkung: Die GlUth der Liebe lst Gotte- Flamme. (8, si.) IV. Die Propheten. Wenn irgend rin Vergleich hassend für da- Ganze der heil. Schriften erfunden werden sollte, so könnten wir den folgenden anwenden. Die BücherMosi - Änd die W urzel der Alleentsprießet, die den Baum fest! und sicher hält an dem Busen der Erde, durch die sie sich gedrängt, d. i. der iGotte-etkenntniß, der GotteSlehre. Die historischen Schriften sind der S tamm, der hinaufsteigt roh und schmpcklog, dawirkliche Leben, wie»*-? ist, hinaufführend in sich den NahrungSsaft, der Och droben zu Blatt und Blüthe gestaltensoll. Die poetischen Schriften bilden die Zweige und Aeste, die vom Stawmd auSgehen, in dir Höhe und Breite, ddS wirkliche Leben ziehend Ln da- Luftreich der Dichtung/ oder vielmehr des geistigen Leben-, um da- Faktische mit den höhergeistigen Forderungen de- Menschen zu vereinbaren, zur SÄersöhnung zu bringen das Materielle mit der Religion. Die Propheten endlich sind die Erzeugnisse, davolle Laubwerk, Ke Blüthen und goldenen Früchte, Product und LebenSorgane zugleich, nicht nothwendig zur Existenz de- Baum-, .aber nothwendig, damit er selbst leine höchste Bedeutung alS^lebendige-, produtirendeö Wesen gewinne , Die Propheten geben eigentlich keine Lehre, im strengen Sinne de- Worte- (wie die Bücher MoflS), sie sehen sie voraus; sie wollen äüch nicht dawirkliche Leben und dessen widerstreitende ClementMe sein baren mit der Religion (wie die poetischen Schriften); -- sondern sie vernichten, zerbrachen vaö wirkliche Leben, weil eö nicht Rettgion ist; sie machen die Religion zum alleinigen In- > - ^... MW MM