Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 11/12 (11.1836)
- Date
- 1836-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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zen , sind es ebenf-lls^arben und -Gestalten, die äußere Kann der Dinge,§ die unS so mächtig ^greifen, und mit unsichtbaren Fingern alle Tasten unsrer Seele berühren, daß sie wundersam erklingen? Thiere und Pflanzen sind auch in unfern Wohnungen, Himmel upd Ertze sehen wir auch in unfern Straßen, Farben und Gestalten haben auch die Dinge, die uns umgeben nein! es M der Odem des Le^tnS, der uns aus dem Innern der Natur entgegenströmt, aus dem Busen der Erde, auS dem tausend beben sprießen, ander Wölbung deö Himmels, in der unzählige Welten wandeln, aus Pflanze und Thier, ^eS ist das inner< Gesetz, die ewige Ordnung, die uns entgegenquiüt aus dem Mil? liozrtheil llnd auS den Millionen der Natur, es ist die AllweishM, die unendliche, Güt<, die unbegrenzte Macht, die innen walten in der Natur § und die unS aus ihr anblicken, wie hinter einem Borhange hervor, dessen Zipfel wir auf* Heden. —^ Wenn wir an diese- Buch des Lebentreten, all diese- Wort des Herrn, das er auf Erden gesendet, wir schlagen eine Seite auf, und lesen sw—^lnd es die Wörter, ist es dtr äußere Sinn, der auf der Oberfläche schwimmt, die unsern Geist mit Unendlicher Krhft gewältigen, daß er sich getroffen und erhüben fühlt, daß er, der an der Erde hing, plötzlich weit über die Erde steigt, daß er, der dem Genuß ergeben, plötzlich in der Enthaltsamkeit den höchsten GennH findet, daß er, ^der von dem Gewühlr der Leidenschast«n bewegt war, plötzlich wie ausruhet von allen» Sturme, ledig und loS aller Sorgen und Aengste und Bekümmerniffe der Welt? Wörter Und Worte finden wir in jeglichem Buche, Sinn und Verstand wehen in allen Schriften, wenn auch nicht immer der rechte, von jeglicher Lippe tönt doch Etwas nein! e- »st das innere Mark dieses Buches, es Ist der tiefe, innere Sinn aller seiner Ausst>rüche, rs ist der Geisd Gottes, der uns auS seinen verborgenen Li« fen entgegenhauchet, der die Wahrheit ist, die nie irrendi- und vaS Leben, danie sterbende, und daS Dasein, das nie vergehende, upd uns überwältigt- und uns bemeistert —