Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 7/8 (7.1836)
- Date
- 1836-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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Schl«».) / aus EMkerr wir unS einen Schriftsteller von allen Fehlern frei und untadelig, so ist es vor Allem die Fragr, öd. die Größe w iv rinigen Fehlem kn Gedicht und Rede nicht jenehMittelmäßigkrit vorzuziehen sei, in der Alles recht, gesund und ohne Jrrthum ist? M kn der Rede mehrere Tugenden M gMrren vorzuzkehen seien? DüS ist mtr dekännt, daß gtoße etwas Fehlerhaftes zu haben pfiegen,^ denn her äWrste Fleiß in allen Theilen scheint kleinlich; in der Größe deS Geistes aber kann, wie bei einem großen Vermögen, etOhs vMachtäsDt werden — daraus folM aber auf keinen Fall-^daß niedrige und mittelmäßige Geister, weil sie sich nirgends der Gefahr anvertrauen, und das Hohe nicht erstreben, meist ftel von Fehlern und sicher v^ dem Fall blekden, große Geister hingegen schon wegen ihrer Größe zumHalle geneigt seien. Auch daS weiß ich wohl, daß gerade das Fehlerhafte leichter von den Menschen erkannt werde, und daß V^s Andenken der Fehler unauslöschlich fek,daS der Tugenden leicht entgehe.-) — Welches ist also die Absicht jener göttlichen Männer, die nur das Höchste in der Schrift verfolgten, und dir über Alles ^veröreitete Sorgfalt ver» schmähten? Außer vielem AndMn dasdaß die Natur den Menschen nicht zu einem nieder» Lhiere haben wollte, sondern unS einführend, wi? in ein großes Lob, in das Leben